vergrößernverkleinern
Trainer Steven McClaren (l.) und Manager Dieter Hoeneß (r.) begrüßen Diego © getty

Bei seiner Vorstellung als Neuzugang des VfL Wolfsburg gibt sich der Brasilianer volksnah und äußerst optimistisch.

Wolfsburg - Manager Dieter Hoeneß präsentierte sein neues Juwel mit stolzgeschwellter Brust, Zauberfußballer Diego begrüßte die Fans bereits auf Deutsch.

"Ich bin froh, wieder in der Bundesliga zu sein. Danke schön", sagte der Brasilianer in der fremden Sprache und grinste wie ein kleiner Junge.

Der neue Spielmacher des VfL Wolfsburg wurde am Freitagnachmittag offiziell vorgestellt.

Ob der für 15 Millionen Euro von Juventus Turin verpflichtete neue Star der Liga am Samstag (15 Uhr im LIVE-TICKER) gegen den FSV Mainz 05 sein Debüt im VfL-Trikot mit der Rückennummer 28 gibt, ist völlig offen.

Der Klub wartet noch auf die Spielgenehmigung für den Dribbelkünstler, der in seinen vier Vertragsjahren angeblich sechs Millionen Euro per annum verdienen soll.

Ein Jahr nach seinem Wechsel von Werder Bremen nach Italien gab sich Diego bei seiner Rückkehr volksnah und zielstrebig. In Jeans, einem schlichten hellen Hemd und einem schwarzen Kapuzenpullover gekleidet, trat er vor die Presse.

"Wir können Großes erreichen"

"Dieses wird das Jahr der Siege, in dem wir Großes erreichen und uns für den europäischen Wettbewerb qualifizieren können", sagte Diego. Im vergangenen Jahr hatte sein neuer Klub mit Platz acht die europäischen Startplätze weit verfehlt.

[kaltura id="0_rs86gg5n" class="full_size" title="VfL verneigt sich vor Diego"]

Um seine volle Identifikation mit dem VfL zu unterstreichen, hat Diego prompt eine Loge in der Arena für die Saison gemietet. Dort soll am Samstag auch seine Familie Platz nehmen, falls er spielen sollte.

"Wir freuen uns, dass es endlich soweit ist. Wir haben hart um Diego gekämpft. Die ganze Bundesliga darf sich freuen", sagte Hoeneß.

Hoeneß "Shopping-Meister"

Der Strippenzieher des Werksklubs hatte den Coup mit Diego in einer wochenlangen Hängepartie eingefädelt. Am Ende hatte der 57-Jährige die besseren Karten und Wolfsburg ist mit investierten 38 Millionen Euro der inoffizielle Shopping-Meister der Liga.

Vor Diego wechselten der dänische Innenverteidiger Simon Kjaer (12 Millionen Euro), der kroatische Offensivspieler Mario Mandzukic (7,0), der Schweizer Nassim Ben Khalifa (1,8) und Nationalverteidiger Arne Friedrich (2,0) zu den Niedersachsen.

Allerdings fällt Friedrich nach einer Bandscheiben-Operation etwa drei Monate aus. Ob auf der Einnahmeseite demnächst eine Buchung zu erwarten ist, ließ Hoeneß offen. Klar ist, dass den ohnehin abwanderungswilligen Spielmacher Zvjezdan Misimovic nichts mehr beim VfL hält.

Misimovic wird nicht ligaintern verkauft

"Es bleibt dabei, dass wir Misimovic nicht an einen Bundesliga-Konkurrenten verkaufen", sagte Hoeneß. "Es gibt ein konkretes Angebot, das für uns nicht zufriedenstellend ist. Schalke 04 hat kein offizielles Angebot abgegeben."

Damit dürfte es den bosnischen Nationalspieler in die Türkei ziehen. Galatasaray Istanbul hat dem Vernehmen nach bisher acht Millionen Euro geboten. Fraglich ist, ob Gala das Angebot nach der verpassten Qualifikation für die Europa League noch einmal erhöhen kann.

Diego wird die Fans Misimovic schnell vergessen lassen, wenn er seine beeindruckende Liga-Statistik halten kann. Von 2006 bis 2009 erzielte er in 84 Liga-Spielen für Werder 38 Tore und bereitete 32 Treffer vor. Legendär ist sein Tor des Jahres 2007 im Spiel gegen Alemannia Aachen aus 62,6 Metern.

"Bundesliga ganz weit vorne"

"Ich sehe die Bundesliga ganz weit vorne und hoffe, dass meine Rückkehr dafür ein Zeichen ist und ich so viel Freude verbreiten kann, wie ich es für Werder getan habe", sagte Diego.

Selbst sein Ex-Trainer Thomas Schaaf freute sich die Rückkehr des verlorenen Sohns - allerdings mit einer Einschränkung: "Ich hoffe, dass er nicht sein bestes Spiel zeigen wird, wenn es gegen Werder geht."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel