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Hoffenheims Torschütze Vorsah (r.) spielt den Ball vor St. Paulis Marius Ebbers © getty

St. Pauli verpasst den erhofften Dreier im ersten Bundesliga-Heimspiel seit achteinhalb Jahren. Vorsah erzielt das späte Siegtor.

Hamburg - Aufsteiger FC St. Pauli hat den erhofften Dreier im ersten Bundesliga-Heimspiel seit achteinhalb Jahren verpasst.

Eine Woche nach dem Saison-Auftaktsieg beim SC Freiburg (3:1) unterlag der Kiezklub gegen 1899 Hoffenheim mit 0:1 (0:0).

Isaac Vorsah (87.) erzielte das Siegtor für die Kraichgauer, die zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern die Tabelle mit sechs Punkte (je 5:1 Tore) anführen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der Hoffenheimer Innenverteidiger drückte nach einer Ecke aus kurzer Distanz den Ball über die Linie. Die St.-Pauli-Abwehr macht dabei keine gute Figur.

"Das kann man besser machen", ärgerte sich Trainer Holger Stanislawski. "Wenn man bei einem Standard nicht ganz wach ist, wird das gleich bestraft", sagte Fabian Boll.

"Wir haben uns schwer getan in der ersten Halbzeit. Nach der Umstellung in der zweiten Hälfte wurde es besser. Aufgrund der zweiten 45 Minuten war es in Ordnung, wir können besser spielen, aber drei Punkte zu holen, das war wichtig", sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick.

23.794 Zuschauer im Millerntor-Stadion feierten dennoch ausgelassen die Rückkehr des "Freudenhauses" in die Bundesliga.

Boll köpft an die Latte

Der erste Durchgang hatte für die Platzherren verheißungsvoll begonnen, als gleich zweimal nur Zentimeter zur möglichen Führung fehlten.

So war ein Kopfball an die Latte von Fabian Boll, dem eine schöne Freistoß-Flanke von Rouwen Hennings vorausging, in der 5. Minute der Auftakt zu einer schwungvollen ersten Hälfte der Hamburger.

Vor allem bei Standardsituationen war St. Pauli gefährlich.

Starke klärt gegen Naki

Mehrfach hatte die Abwehr der Gäste bei Ecken oder Freistößen viel Mühe, das eigene Tor sauber zu halten.

So konnte Torwart Tom Starke in der 19. Minute gerade noch den Rückstand verhindern, als St. Paulis Torjäger Marius Ebbers mit einem schnell ausgeführten Freistoß Mitte der gegnerischen Hälfte Deniz Naki auf schickte.

Hoffenheims Keeper brachte in höchster Not noch einen Fuß in die Schussbahn.

Hain mit Problemen

Dagegen sorgte das Team von 1899-Trainer Ralf Rangnick in der ersten Halbzeit kaum für gefährliche Angriffsaktionen.

Nur ein Distanzschuss von Demba Ba in der 28. Minute brachte St. Paulis Torwart Mathias Hain einmal in Verlegenheit, als dieser den Ball abprallen ließ.

Die Situation blieb jedoch ohne Folgen.

Boll vergibt am Fünfmeterraum

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber zunächst am Drücker und erspielten sich gleich wieder aussichtsreiche Torgelegenheiten.

Ein erster guter Angriff über Ebbers und Hennings wurde wegen Abseitsposition abgepfiffen (48.), die nächste Chance vergab Boll am Fünfmeterraum (51.).

Ibisevic lupft über das Tor

Im Gegenzug ließen dann die Hoffenheimer ihre bis dahin größte Möglichkeit aus. Nachdem sich Hain beim Herauslaufen verschätzt und nicht weit genug geklärt hatte, verfehlte Vedad Ibisevic aus 30 m knapp das Tor der Gastgeber. (52.).

In der 73. Minute erzielte Hoffenheims Boris Vukcevic einen Treffer, dem Schiedsrichter Manuel Gräfe aber die wegen Abseits die Anerkennung verweigerte.

St. Pauli hatte dann zwei weitere Chancen durch Distanzschüsse von Ebbers (76.) und Matthias Lehmann (77.). Diese blieben aber ebenfalls ungenutzt.

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