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Dortmunds Mario Götze (M.) erzielt das zwischenzeitliche 3:0 gegen Stuttgart © getty

Der VfB kann beim Heimauftakt gegen die Borussia ihre katastrophale Hälfte nicht mehr reparieren. Es reicht nur zum Ehrentreffer.

Stuttgart - Rabenschwarze 45 Minuten haben dem VfB Stuttgart einen klassischen Fehlstart und Tabellenplatz 18 beschert.

Die Mannschaft von Trainer Christian Gross unterlag im Duell der Europa-League-Teilnehmer gegen Borussia Dortmund mit 1:3 (0:3) und steht nach zwei Spielen ohne Punkt völlig unerwartet auf dem letzten Rang.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Khalid Boulahrouz per Eigentor (5.), Lucas Barrios (26.) mit seinem fünften Saison-Pflichtspieltor und Mario Götze (37.) brachten dem überlegenen BVB den ersten Liga-Sieg dieser Spielzeit.

Das Tor von Cacau (69.) kam für den VfB zu spät.

Stuttgarter Abwehr desaströs

Dortmund verdiente sich den ersten Dreier mit gnadenloser Effektivität in Hälfte eins, bekam bei den Toren aber großzügige Unterstützung durch willenlose Schwaben.

"Es gibt nichts auszusetzen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc, die Schwarz-Gelben hätten "alles anders gemacht" als beim 0:2 zum Auftakt gegen Bayer Leverkusen.

Stuttgart dagegen lieferte wie beim 0:2 in Mainz und den durchwachsenen Europacup-Auftritten den Beweis dafür, dass es dringend personelle Verstärkung braucht.

Boulahrouz fälscht zum Eigentor ab

Vor 40.500 Fans auf der Baustelle Mercedes-Benz-Arena schenkte der VfB den Gästen den perfekten Start, als Boulahrouz eine Flanke von Marcel Schmelzer derart unglücklich abfälschte, dass Keeper Sven Ulreich keine Chance hatte.

Boulahrouz spielte Rechtsverteidiger, weil Serdar Tasci im Zentrum sein Saisondebüt geben durfte.

Auch im Mittelfeld stellte Trainer Christian Gross um: Christian Träsch bildete mit Zdravko Kuzmanovic die "Doppel-Sechs". Christian Gentner musste dafür nach links, Daniel Didavi wieder auf die Bank.

Niedermeier verschuldet zwei Gegentreffer

Nach der katastrophalen ersten Hälfte, in der selbst Manager Fredi Bobic den VfB "sehr harmlos" fand, baute Gross erneut um: Ciprian Marica und Georg Niedermeier mussten raus, Didavi und Martin Harnik kamen rein.

Träsch ging nach rechts hinten, Boulahrouz in die Mitte.

Vor allem der Austausch von Niedermeier tat Not, war der doch am 0:2 und 0:3 entscheidend beteiligt.

Zunächst klärte er mit dem Kopf unglücklich zu Kevin Großkreutz, der mit viel Übersicht zurück auf Barrios passte; der Stürmer vollstreckte aus 14 Metern.

Dann stimmte bei einer Flanke von Shinji Kagawa die Absprache zwischen Ulreich und Niedermeier nicht, wieder köpfte Niedermeier unkontrolliert zu einem Borussen - diesmal köpfte Götze aus fünf Metern ein.

VfB in Hälfte zwei besser

In der zweiten Hälfte tat Stuttgart mehr, der Borussia-Strafraum schien für die VfB-Profis aber viel zu lange eine verbotene Zone zu sein.

Cacau zwang Torwart Roman Weidenfeller erst in der 63. Minute zur ersten Parade - bezeichnenderweise mit einem Distanzschuss.

Dortmund spielte seine Konter zu schlampig zu Ende und hätte durch Barrios, der an Ulreich scheiterte, noch erhöhen müssen.

Der BVB musste deshalb noch einmal zittern, als Cacau eine Flanke von Zdravko Kuzmanovic, die Weidenfeller unterlaufen hatte, einköpfte und damit einen Schlussspurt der Schwaben einläutete.

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