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Marcel Maltritz (l.) hat einen Vertrag bis 2011 beim VfL Bochum © getty

Bochum hat gegen 1899 Hoffenheim "keine Punkte zu verschenken". Das Thema Geduld steht in den anderen Mittwochsspielen ganz oben.

München - Während der Überraschungstabellenführer 1899 Hoffenheim die Liga mit erfrischendem Fußball verzückt, hat der VfL Bochum am 10. Spieltag nach der Talfahrt auf Platz 15 ganz andere Sorgen.

"Wir haben nichts zu verschenken, für uns zählt jeder Punkt", meinte Marcel Koller vor dem Partie am Mittwoch (ab 19.30 Uhr LIVE): "Wir stecken unten drin und müssen uns frei kämpfen."

Der VfL-Coach hat vor den Leistungen von Hoffenheim "größten Respekt".

Maltritz hofft auf Einbruch

Während der Schweizer von der "Spielintelligenz" und dem "hohen, läuferischen Aufwand" des Aufsteigers schwärmt, ist sein Kapitän nüchterner in der Einschätzung.

"Die werden auch einmal einbrechen, vielleicht schon gegen uns", sagte Marcel Maltritz.

Willenskraft entscheidet

Gästetrainer Ralf Rangnick hat seine Spaßfußballer nach der 3:0-Gala gegen Hamburg auf "Maloche" im Ruhrpott eingestimmt.

"Bochum wird uns nicht den roten Teppich ausrollen", erklärte Rangnick: "Beide Mannschaften werden nach der kurzen Pause müde sein. Dieses Spiel wird über die Willenskraft entschieden..

Jol fordert Persönlichkeiten

Der zuletzt von Hoffenheim vorgeführte Hamburger SV empfängt den VfB Stuttgart zum Verfolgerduell.

Beim HSV will Trainer Martin Jol "wieder Persönlichkeiten auf dem Platz sehen". Das Spiel gegen Stuttgart wird zeigen, ob die Hanseaten ihre Ansprüche untermauern und ihren Platz im Vorderfeld behaupten können.

Worte, die sein Stürmer Mladen Petric bereits verinnerlicht hat: "Wir stehen wieder auf."

Gomez: "Ein Geduldsspiel"

Der VfB hat sich fast unmerklich auf Rang vier geschlichen. Mario Gomez verteidigte die zuletzt nicht gerade ansehnliche Spielweise.

"Wer zuletzt nach unserem 2:0 gegen Bochum gepfiffen hat, ist ein Träumer", schimpfte der Nationalstürmer. Gomez kündigte für die Partie in Hamburg erneut ein "Geduldsspiel" an.

Sein Trainer Armin Veh, wäre "bereits mit einem Punkt zufrieden".

Ruhe nach dem Elfmeterstreit

Hertha BSC will gegen Hannover 96 die letzten Reibereien um Marko Pantelic sowie den Elfmeterstreit zwischen Cicero und Sofian Chahed endgültig abhaken.

Zudem möchten die Berliner ihre magere Heimbilanz (fünf Punkte aus vier Spielen) aufpolieren. "Wir waren in Dortmund (1:1, Anmerk. d. Red) am Ende müde", sagte Hertha-Coach Lucien Favre.

Hannover steht mit nur neun Zählern unter Druck.

Punkte statt Lob

Der 1. FC Köln bekam trotz der 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen viel Lob. Im Gegensatz zum rheinischen Derby will das Team von Trainer Christoph Daum gegen Borussia Dortmund nun auch wieder Punkte ernten.

Viele ziehen Parallelen zwischen Daum und seinem Gegenüber Jürgen Klopp. "Ich habe inzwischen mehr Gelassenheit", sagt der FC-Coach: "Jetzt muss bei Klopp der zweite Schritt kommen: Dass er seine Bekanntheit mit sportlichem Erfolg untermauert."

Bei den Remis-Königen vom BVB (fünf Unentschieden) fordert "Kloppo" endlich wieder einen Sieg, um nicht im Mittelmaß zu versinken.

Frankfurt mit Personalsorgen

Im gesicherten Mittelfeld möchte sich hingegen Eintracht Frankfurt etablieren. Doch Gegner Bayern München hat sich nach drei Siegen in Folge, inklusive dem 3:0 in der Champions League gegen den AC Florenz, aus der Krise geschossen.

Daher interessiert es Friedhelm Funkel auch nicht, ob Philipp Lahm und Luca Toni ausfallen: "Die Bayern haben so viele gute Spieler, dass das bei denen nicht ins Gewicht fällt."

Der Eintracht-Trainer muss selbst auf zehn verletzte Profis verzichten. Zuletzt meldete sich auch noch der Japaner Junichi Inamoto mit einem Muskelfaserriss ab.

"Trotzdem werden wir uns nicht schon vorab geschlagen geben. Das kommt nicht in Frage", sagte Funkel, auf den der Druck nach zwei Siegen in Folge etwas nachgelassen hat:

"Die Jungs sind heiß, sich mit den besten Spielern der Bundesliga zu messen."

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