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Peer Kluge und Difier Ya Konan (r.) beharkten sich schon im Frühjahr intensiv © imago

Schalke-Legende Olaf Thon ist zuversichtlich, dass Königsblau gegen Hannover dreifach punktet. SPORT1 hat die Fakten zum Spieltag.

Von Mathias Frohnapfel und Benjamin Bauer

München - Ans letzte Spiel gegen Hannover erinnert sich Felix Magath nur höchst ungern.

"Wir haben im letzten Jahr dort unsere Meisterschaftshoffungen begraben müssen, daher haben wir noch etwas gutzumachen", sagte der Schalker Coach vorm Match gegen die Niedersachsen.

Ein Sieg zum Heimspiel-Auftakt (alle Spiele ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) würde den Königsblauen auch aus anderer Sicht gut tun:

Nach der 1:2-Startpleite gegen den HSV ist die Stimmung düster, ein Teil der Fans zudem sauer wegen Absetzung des Fan-Beauftragten Rolf Rojek.

Magath setzt auf Offensive

"Unsere Ausrichtung wird offensiver als in Hamburg sein", kündigt Magath an.

In der Verteidigung muss er indes auf Benedikt Höwedes verzichten, der in Hamburg vom Platz geflogen war.

Als neue Option für die Abwehr steht der erst am Donnerstag von Bayer Leverkusen verpflichtete Hans Sarpei bereit.

209112(DIASHOW: Die Wechselbörse).

Thon: "Es gibt Abstimmungsschwierigkeiten"

Schalke-Legende Olaf Thon ist über die erzwungene, neuerliche Umstellungen nicht glücklich.

"Man hat gesehen, dass die Mannschaft nicht eingespielt ist. Vor allem in der Defensive gab es Abstimmungsschwierigkeiten", sagte er im Gespräch mit SPORT1.

Allerdings macht der Weltmeister von 1990 den "Knappen" auch Mut.

Hannover als Aufbaugegner?

"Ich glaube, dass Hannover genau der richtige Gegner ist. Hannover hat zwar gegen Frankfurt gewonnen - aber sehr glücklich."

Aus Thons Sicht sollte Schalke schon allein wegen der Offensivpower in Form von Raul, Edu und Jefferson Farfan im Vorteil sein.

Mit Blick auf die Diskussionen mit den Fans wirbt Thon für gegenseitiges Verständnis.

"Ich hoffe, dass alle wieder in ein gemeinsames Boot kommen: Fans, Vereinsführung und Mannschaft. Nur zusammen kann man erfolgreich sein. Wenn da eine Seite nicht passt, kann man nicht erfolgreich sein."

Slomka macht Schwächen aus

Von möglichen Abstimmungsschwierigkeiten von S04 hofft Hannover zu profitieren.

"Die Außenverteidigerpositionen haben Schwächen gezeigt", analysiert Trainer Mirko Slomka das Spiel seines ehemaligen Teams in Hamburg.

"Der Mannschaft fehlt es noch etwas an Homogenität. Das ist ein Umstand, der sich für uns als günstig erweisen kann."

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SPORT1 hat die Fakten zu den Samstagspartien:

Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach

Nur drei Unentschieden verbuchten die Borussen in den letzten 13 Gastspielen in Leverkusen, von denen sie die letzten sechs in Folge verloren.

Zudem gewannen die Borussen nur eins der letzten 32 Duelle, als der vorherige Leverkusener Heiko Herrlich am 5. März 1994 bei der Werkself zum 1:0 traf.

Bayer gewann nur eins der letzten vier Bundesliga-Heimspiele, ist aber seit vier Runden ungeschlagen.

Die Borussen waren in der vergangenen Saison die schwächste Auswärtself und sind seit dem 2:1 in Frankfurt vom 21. November in der Fremde sieglos.

Werder Bremen - 1. FC Köln:

Werder will nach dem desolaten 1:4 zum Ligastart bei 1899 Hoffenheim Wiedergutmachung betreiben. Im Mittelfeld der Hanseaten, die weiter auf den verletzten Innenverteidiger Naldo verzichten müssen. Der brasilianische Zugang Wesley wird sein Debüt noch nicht geben können, weil seine Spielberechtigung noch nicht vorliegt.

Die zuletzt angeschlagenen Aaron Hunt und Hugo Almeida kehren ins Aufgebot zurück.

Kölns Trainer Zvonimir Soldo muss nach der Rotspere von Youssef Mohamad und dem noch nicht wiedergenesenen Geromel beide etatmäßigen Innenverteidiger ersetzen. Kevin McKenna und Kevin Pezzoni sollen die naturgemäß offenivfreudigen Bremer bremsen.

VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05:

Drei Mal drei Treffer, einmal zwei: In keinem Stadion schossen die Mainzer so viele Bundesliga-Tore wie in Wolfsburg. Zudem holten sie in ihren letzten beiden Auftritten in der Fremde vier Punkte.

Der VfL verlor zwei der letzten drei Heimspiele mit insgesamt neun Gegentoren und gewann nur eine der letzten fünf Liga-Aufgaben.

Edin Dzeko erzielte neun Tore in den letzten acht Punktspielen und blieb dabei nur einmal, beim 0:1 in Freiburg am 25. April, ohne Torerfolg. Mit dem nächsten Treffer ist der Bosnier (jetzt 57 Tore) alleiniger Rekord-Schütze in Wolfsburg. Ob Neuzugang Diego noch rechtzeitig zum Anpfiff die Spielberechtigung erhält, ist fraglich.

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV:

Die Eintracht gewann nur eins der letzten sieben Heimspiele gegen den HSV, obwohl in den letzten fünf der Ex-Hamburger Alexander Meier fünf Treffer erzielte. Gegen die Hanseaten kassierten die Hessen zu Hause die meisten Gegentore (58).

Der HSV feierte gegen keinen Klub so viele Siege wie gegen Frankfurt (40). Eintracht-Trainer Michael Skibbe wartet seit dem 25. November 1998 (2:1 mit Dortmund) auf einen Heimsieg gegen die Norddeutschen, während Armin Veh noch nie in Frankfurt verlor (sieben Punkte aus drei Spielen).

Die Hessen kassierten in keinem der letzten sieben Bundesligaspiele weniger als zwei Gegentore und verbuchten aus den letzten sechs Partien nur zwei Zähler.

Ruud van Nistelrooy traf in jedem der letzten vier Pflichtspiele für den HSV.

1. FC Nürnberg - SC Freiburg (alle 15.30 Uhr):

Das 2:1 gegen Nürnberg vom 17. April dieses Jahres war der Beginn eines

Freiburger Rettungs-Endspurts mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen.

Die Schwarzwälder sind seit zehn Auswärtsspielen in der Liga sieglos und gewannen zuletzt am 28. November in der Fremde - 1:0 in Nürnberg. Mit dem Japaner Kisho Yano, dem Weißrussen Anton Putsilo und "Heimkehrer" Yacine Abdessadki hat der SC in den letzten Tagen personell noch einmal aufgestockt.

Vor seinem 950. Bundesligaspiel hat der Club unter der Regie von Trainer Dieter Hecking eine völlig ausgeglichene Heimbilanz mit je drei Siegen, Unentschieden und Niederlagen sowie 11:11 Toren.

Mit je einem Treffer in den letzten beiden Punktspielen holten die Franken vier Zähler. Bei Freiburg gingen die letzten vier Pflichtspieltore alle auf das Konto von Papiss Cisse.

FC St. Pauli - 1899 Hoffenheim (18.30 Uhr):

Erst einmal trafen sich die beiden Klubs am Millerntor. Damals gewann St. Pauli am 16. April 2008 in der Zweiten Bundesliga gegen den späteren Aufsteiger mit 3:1.

Trainer Holger Stanislawski und Co-Trainer Andre Trulsen standen in der Startelf, als die Hanseaten am 2. Mai 2002 (2:3 gegen Nürnberg) ihr bislang letztes Bundesliga-Heimspiel bestritten.

Den letzten Heimsieg in der Eliteliga gab es am 9. März 2002 mit 1:0 gegen Freiburg. Während St. Pauli beim Saison-Auftaktsieg in Freiburg (3:1) erst in den letzten sieben Minuten traf, schoss Hoffenheim alle acht Saisontore (4:0 in Rostock, 4:1 gegen Bremen) in der ersten Halbzeit.

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