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Papiss Cisse (r.) erzielt gegen Nürnberg sein neuntes und zehntes Bundesligator © getty

Der SC Freiburg hat dank zweier Treffer von Torjäger Papiss Cisse einen klassischen Fehlstart in die neue Saison verhindert.

Nürnberg - Der SC Freiburg hat dank Torjäger Papiss Cisse einen klassischen Fehlstart in die neue Saison der Bundesliga verhindert. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Das Team von Trainer Robin Dutt setzte sich nach der 1:3-Auftaktpleite gegen Aufsteiger FC St. Pauli dank zweier Tore des Senegalesen mit 2:1 (1:1) beim 1. FC Nürnberg durch und stürzte den Club schon früh in dieser Saison in arge Not.

Die Franken gehen mit nur einem Punkt aus zwei Partien in die Länderspielpause.

Schieber ist zur Stelle

Zugang Julian Schieber hatte die Gastgeber mit seinem ersten Liga-Tor im Club-Trikot verdient in Führung gebracht (15.).

Doch Papiss Cisse glich zunächst per Foulelfmeter aus (40.), ehe er den unterlegenen, vor dem Tor aber wesentlich kaltblütigeren Freiburgern mit seinem vierten Pflichtspieltor in dieser Saison den Sieg schenkte (52.).

Nürnberg am Drücker

36.780 Zuschauer im Frankenstadion sahen eine einseitige erste Hälfte, in der Nürnberg hätte höher führen müssen. Der 1. FCN war den Gästen läuferisch und taktisch überlegen und hatte zudem mehr Ballbesitz.

Allerdings fehlte den Franken der Zug zum Tor, Schieber benötigte die Mithilfe von SC-Torwart Simon Pouplin. Der ließ den Ball nach Freistoß von Mehmet Ekici auf Felix Bastians' Kopf fallen, von wo er zu Schieber plumpste, der aus fünf Metern einköpfte.

Rückkehrer Abdessadki von Beginn an

Dutt hatte sich von Rückkehrer Yacine Abdessadki und Ivica Banovic, die für Daniel Caligiuri und Jan Rosenthal spielten, etwas mehr Offensivgeist erhofft - doch auch nach dem 1:0 spielte nur der Club.

Albert Bunjaku, erneut Schieber und Ekici hatten Möglichkeiten zum 2:0, verpassten aber die Vorentscheidung. Das hätte Cedrick Makiadi fast bestraft, als er nach einer Flanke von Ivica Banovic alleine im Club-Strafraum auftauchte, per Direktabnahme aber das Tor verfehlte (27.).

Auf den ersten echten Torschuss musste der SC noch weitere 13 Minuten warten - und der brachte gleich den Ausgleich.

Dutt reagiert

Dutt hatte auf die Harmlosigkeit seiner Elf im Spiel nach vorne reagiert und mit Stefan Reisinger für Julian Schuster einen weiteren Stürmer gebracht (29.). Und das machte sich bezahlt: Reisinger lief in seiner ersten guten Szene Nürnbergs Verteidiger Per Nilsson davon und war von Andreas Wolf im Strafraum nur durch ein Foul zu bremsen. Den fälligen Strafstoß schoss Cisse sicher rechts unten ins Netz.

Ekici stark am ruhenden Ball

Auch in der zweiten Hälfte begann Nürnberg druckvoller, doch der gute Ekici hatte mit einem Freistoß an die Latte aus 22 Metern Pech. Freiburg war da deutlich effizienter.

Schon der zweite Ball auf das Tor von Raphael Schäfer brachte das 2:1. Nach einer Flanke von Jonathan Jäger stand Cisse alleingelassen in der Mitte des Strafraums und konnte unbedrängt einköpfen.

Aufholjagd ohne Durchschlagskraft

Beim Versuch einer Aufholjagd vermisste der 1. FCN die Qualitäten des erkrankten Ilkay Gündogan, den Mike Frantz nicht gleichwertig ersetzte. Frantz musste nach 64 Minuten Angreifer Christian Eigler weichen, zugleich kam Neuzugang Robert Mak (für Jens Hegeler).

Jäger kampfeslustig

Mak hatte aus spitzen Winkel das 2:2 auf dem Fuß, verzog aber klar. Der frühere Torschützenkönig Marek Mintal sollte in der Schlussphase den Druck erhöhen, doch Nürnberg tat sich nun sehr schwer.

Neben dem quirligen Ekici überzeugte beim Club Timmy Simons im defensiven Mittelfeld. Bei Freiburg gefiel neben dem überragenden Cisse der kampfeslustige Jäger.

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