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Marko Arnautovic (l.) kam Anfang der Saison von Twente Enschede nach Bremen © getty

Der Österreicher erzielt gegen Köln einen Doppelpack. Podolski trifft nach 771 torlosen Minuten. Pizarro muss verletzt vom Platz.

Bremen - Mit einem 4:2 (2:1) gegen den 1. FC Köln hat Werder Bremen einen Fehlstart in die Saison noch einmal abgewendet.

Ein von Torsten Frings verwandelter Foulelfmeter in der 33., Treffer von Marko Arnautovic (36./90.+1) sowie von Hugo Almeida (74.) bescherten den Hanseaten eine Woche nach der 1:4-Schlappe bei 1899 Hoffenheim den ersten Dreier der neuen Saison.

Die Rheinländer hingegen haben sich nach zwei Partien ohne Punktgewinn bereits im Tabellenkeller eingenistet.

"Wir müssen eben die Tore hinten verhindern, das ist momentan unser Manko. Wir machen zu viele Fehler, die dann zu einfachen Toren für den Gegner führen", sagte Lukas Podolski.

Kritik übte auch Kölns Trainer Zvonimir Soldo: "Wir haben vor der Partie über unser Zweikampfverhalten gesprochen. Daher bin ich über vier Gegentore sehr enttäuscht. Im letzten Jahr waren wir körperlich sehr stark, das fehlt uns im Moment. Auch was die Konzentration angeht, ist es nicht genug, was wir im Moment leisten."

Podolski trifft nach 771 Minuten

Werder-Kapitän Frings war vom Punkt nach einem Foul von Petit an Marko Marin erfolgreich, Arnautovic traf per Kopfball. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Im Gegenzug verkürzte allerdings Nationalspieler Lukas Podolski nur 60 Sekunden später ebenfalls mit einem Kopfball, vorausgegangen war eine präzise Flanke von Milivoje Novakovic.

Podolski erzielte damit nach insgesamt 771 torlosen Minuten wieder einen Treffer für die "Geißböcke".

Für den Schlusspunkt sorgte Kölns Innenverteidiger Kevin McKenna (90.+3).

Bremens Trainer Thomas Schaaf war insgesamt zufrieden: "Man kann wieder viele gute Dinge von uns sehen. Leider haben wir wieder zwei Gegentore bekommen, da müssen wir noch ruhiger und abgeklärter werden."

Pizarro muss verletzt vom Platz

Vor 35.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion wackelte die ersatzgeschwächte Deckung der Gäste schon in der ersten halben Stunde mehrfach.

Eine gute Einschussmöglichkeit für die Hanseaten vergab schon in der dritten Minute Arnautovic nach guter Vorarbeit von Claudio Pizarro, der verletzungsbedingt in der 40. Minute durch den späteren Torschützen Hugo Almeida ersetzt werden musste.

Bargfrede vergibt knapp

In der 26. Minute verzog Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede aus 14 Metern Entfernung nur knapp.

Die Rheinländer beschränkten sich weitgehend auf die Defensivarbeit und brachten das Tor der Norddeutschen lange nicht ernsthaft in Gefahr.

Entgegen den Erwartungen bei den Gastgebern konnte der in der vergangenen Woche verpflichtet Brasilianer Wesley noch nicht sein Debüt im Werder-Trikot geben.

Die Spielberechtigung für den Südamerikaner lag nicht rechtzeitig vor.

Bremen bestimmend

Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Gastgeber den Verlauf der Begegnung.

Vier Tage nach der erfolgreichen Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League bei Sampdoria Genua war den Bremern auch von der dafür erforderlichen Verlängerung konditionell nichts anzumerken.

Spielerisch allerdings blieben erneut viele Wünsche offen.

Arnautovic überzeugt

Die Kölner blieben bei ihrer Sicherheitstaktik, wären aber dennoch in der 58. Minute beinahe zu ihrem zweiten Treffer gekommen.

Martin Lanig verfehlte das Werder-Gehäuse mit einem Distanzschuss nur knapp.

Der Österreicher Arnautovic und Marin, der allerdings die Kölner Fans mit einer plumpen Schwalbe gegen sich aufbrachte, waren die besten Akteure beim SV Werder, der erneut den am Knie verletzten Innenverteidiger Naldo ersetzen musste.

Bei den Rheinländern verdiente sich neben Torschütze Podolski Mittelfeldspieler Mato Jajalo eine gute Note.

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