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Thorben Marx (l.) und Rüdiger Kauf spielen im Bielefelder Mittelfeld © getty

Arminia Bielefeld verzichtet auf namhafte Neuverpflichtungen, die Jugendspieler sollen es richten. Die Sport1-Vorschau.

Von Jessica Pulter

München - Der Beginn der Bundesliga-Saison 2008/2009 rückt immer näher. Sport1.de stellt in der Bundesligavorschau alle 18 Teams vor. Aktuell: Arminia Bielefeld.

Die Saison von Arminia Bielefeld startet gleich mit einem Rekord.

Für die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck ist es die fünfte Bundesliga-Saison in Folge, und damit stellen die Ostwestfalen ihre bisherige Bestmarke aus den Jahren 1980 bis 1985 ein.

Trotzdem droht wohl auch in dieser Spielzeit der Kampf gegen den Abstieg. werbung

Erster Sommer beim DSC

Frontzeck geht in seine erste komplette Saison auf der Bielefelder Alm. Er löste im vergangenen Winter Arminias Jahrhundert-Trainer Ernst Middendorp ab.

Mit ihm und Detlev Dammeier als Sport-Geschäftsführer will der DSC auch langfristig planen.

Wer ist neu?

Nachdem Middendorp den Kader im Vorjahr kräftig aufgestockt hatte, dezimierte Frontzeck in diesem Sommer das Aufgebot wieder.

Die Leidtragenden waren unter anderem die Publikumslieblinge und langjährigen Leistungsträger Mathias Hain und Petr Gabriel.

Mit Nico Herzig (Alemannia Aachen), Michael Lamey (MSV Duisburg), Berat Sadik (FC Lahti) und Dennis Eilhoff (TuS Koblenz) kamen lediglich drei Neue und ein Rückkehrer zum DSC.

Frontzeck arbeitet daher trotz der vielen Abgänge fast mit dem gleichen Spielermaterial, das den Klassenerhalt in den letzten Saisonspielen sicherte. Dazu versucht er verstärkt, die eigenen Nachwuchsspieler einzubinden. Mit Robert Tesche ist ein solcher in den vergangenen beiden Jahren schon zum festen Teil des Kaders geworden.

Wer ist der Hoffnungsträger?

Geht es nach dem Trainer, dann soll die ganze Mannschaft diese Rolle übernehmen.

Mathias Hain ist nicht mehr da, so sucht Bielefeld weniger einen Hoffnungsträger als vielmehr einen neuen Führungsspieler.

Offiziell wird Rüdiger Kauf als neuer Kapitän diesen Part einnehmen, doch der Hauptdarsteller im Arminia-Ensemble ist "Rübe" nicht.

Wie ist die Stimmung?

Seit dem Start der Saisonvorbereitung Ende Juni hat der DSC bereits neun Testspiele absolviert, mit eher mäßigem Erfolg. Den Kantersiegen gegen unterklassige Mannschaften ließen die Bielefelder bislang (Stand: 31. Juli) keinen Erfolg gegen Profi-Teams folgen.

Allerdings wechselte Trainer Frontzeck während dieser Partien gegen beispielsweise Hansa Rostock (0:2) oder Borussia Mönchengladbach (1:2) fleißig durch, zumeist sahen die Zuschauer nach der Halbzeit eine komplett neue Mannschaft auf dem Platz.

Die bisherige Vorbereitung stimmt den Coach zuversichtlich, dass man für die kommende Saison "präpariert" ist.

Was sind die Ziele?

Die haben sich in den letzten Bundesligajahren nicht geändert: Erstmal den Abstieg verhindern, dann kann das Team für die Galerie spielen.

"Wir haben in der vergangenen Saison gut daran getan, nur auf uns zu schauen", lautet daher die Devise von Trainer Michael Frontzeck.

"Wenn wir da anknüpfen, wo wir am letzten Spieltag in Stuttgart aufgehört haben, werden wir erneut die Klasse erhalten."

Sport1-Prognose:

Für die Arminen wird diese Saison wieder ein Tanz auf der Rasierklinge, weshalb die Ostwestfalen unbedingt Heimstärke beweisen sollten. Mit Werder Bremen und dem Hamburger SV warten allerdings in den ersten beiden Spielen zu Hause gleich schwierige Aufgaben.

Frontzeck hat gezeigt, dass er mit seinem Team ein sehr diszipliniertes Spiel aufziehen kann, das aufgrund der Stärkung der Defensive nicht unbedingt attraktiv, dafür aber erfolgreich sein kann.

Sollten die Arminen von langwierigen Verletzungen verschont bleiben, ist der Klassenerhalt machbar. Ein einstelliger Tabellenplatz liegt aber wohl außer Reichweite.

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