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Mladen Petric besitzt beim HSV noch einen Vertrag bis 2012 © imago

HSV-Star Petric sitzt auf gepackten Koffern und will unbedingt zum VfB. Doch der Transfer scheitert. SPORT1 erklärt warum.

Von Daniel Rathjen und Christian Ortlepp

München - Es wäre spektakulär gewesen.

Und beinahe wäre es Realität geworden. Aber nur beinahe.

Der Transfer von HSV-Star Mladen Petric zum VfB Stuttgart scheiterte in letzter Sekunde.

Der Stürmer saß am Dienstag auf gepackten Koffern und wartete ungeduldig auf die Bestätigung. Doch die blieb aus.

"Wir haben uns bis zur Decke gestreckt und bis zur letzten Sekunde alles gegeben", sagt VfB-Sportdirektor Fredi Bobic zu SPORT1.

Zwischen ihm und dem Kroaten bestand Einigkeit.

Petric sollte bei den Schwaben einen gut dotierten Vierjahresvertrag bekommen, die boten eine Ablöse von rund vier Millionen Euro.

"Wir waren uns mit dem Spieler einig, mit dem Berater (Volker Struth, Anm. d. Red.) - es hat alles gepasst. Nur der HSV wollte einfach nicht", macht Bobic deutlich.

Präsidentengipfel ohne Resultat

Hamburgs Sportdirektor Bastian Reinhardt stellt im "Hamburger Abendblatt" klar: "Das Angebot aus Stuttgart war in der Höhe nicht ernstzunehmen."

Doch was war wirklich passiert?

Um 11.50 Uhr fand ein Präsidentengipfel zwischen VfB-Präsident Erwin Staudt und HSV-Boss Bernd Hoffmann statt, bei dem letzte Details abgeklopft werden sollten.

Wie SPORT1 danach erfuhr, wollte der HSV bis zuletzt mit aller Macht den bei Real Madrid aufs Abstellgleis geratenen Rafael van der Vaart verpflichten, zudem auch noch den Schweizer Xherdan Shaqiri vom FC Basel loseisen.

Allerdings gestalteten sich die Verhandlungen schwierig.

Die Gehaltsforderung von van der Vaart (zwischen sechs und sieben Millionen Euro brutto pro Jahr) ist für die Hanseaten in dieser Saison ohne internationalen Wettbewerb nicht zu stemmen.

Auch Shaqiri ein Thema

Für Shaqiri, den der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld gegenüber SPORT1 als "Jahrzehnttalent" bezeichnet, hätte Hoffmann mehr als die vom VfB für Petric gebotenen vier Millionen investieren müssen.

Die Zeit in dieser Transferperiode wurde zu knapp. Das Risiko, beide nicht zu bekommen und auch noch Petric zu verlieren, war den Hamburgern zu groß.

Würde sich Ruud van Nistelrooy verletzen, wäre die Personaldecke im Sturmzentrum zu dünn.

Nun muss Petric bleiben und sich zunächst mit der Rolle des Ergänzungsspielers zufriedengeben.

Die Laune des 29-Jährigen ist momentan jedoch verhagelt. Zoff scheint vorprogrammiert.

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