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Arjen Robben wechselte 2009 von Real Madrid zum FC Bayern © getty

Nach einem Treffen zwischen Bayern und dem holländischen Verband soll Klarheit herrschen. Der Protagonist schweigt bis dahin.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Momentan schweigt er - aus Vorsicht. Arjen Robben lehnt Interview-Anfragen ab.

Zunächst soll Klarheit herrschen im Zwist zwischen seinem Arbeitgeber FC Bayern und dem holländischen Verband KNVB.

Spielen wird der Flügelflitzer in diesem Jahr wohl nicht mehr, soviel steht fest (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Gesprächsthema bleibt er so oder so: Am 11. September soll es nun in München zu einem Gipfeltreffen kommen.

Wer muss zahlen?

Dabei wird es um die Schuldfrage gehen, vor allem aber darüber, wer die Millionenzeche für den Ausfall des 26-Jährigen zahlen muss.

"Ziel ist es, und da mache ich keinen Hehl daraus, dass sie die Gehaltszahlungen für die Dauer des Ausfalls kompensieren", hatte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu dem Thema erklärt.

Nun soll nach "Bild"-Informationen KNVB-Generalsekretär Harry Been vor dem Bundesliga-Duell der Bayern gegen Werder Bremen am Samstag kommender Woche zu Verhandlungen anreisen.

Brisanter Termin

Offiziell bestätigen wollten indes weder der FC Bayern noch der KNVB den brisanten Termin.

Robben hält sich aus der Auseinandersetzung lieber ganz heraus. "Ich will nicht mehr darüber reden. Die Fakten sind jetzt da und der Muskel muss heilen. Ich schaue in die Zukunft", sagt der Niederländer.

[kaltura id="0_7srjujzg" class="full_size" title=" Wir ziehen nicht den Schwanz ein "]

Er wird aller Voraussicht nach erst beim Rückrundenstart im Januar wieder fit sein.

Bei einem angeblichen Jahreseinkommen von vier Millionen Euro würden sich die Kosten für den dann fünfmonatigen Ausfall von Robben auf fast 1,7 Millionen Euro summieren.

Zahlen müssen das nach derzeitigem Stand allein die Bayern, weil sie auch bei einer Verletzung weiter in der Gehaltspflicht stehen.

Van Marwijk will nichts sagen

An der Säbener Straße ist man jedoch der Ansicht, dass der WM-Einsatz von Robben im Oranje-Team trotz seiner am 5. Juni erlittenen Oberschenkelverletzung gegen Ungarn der Grund für die lange Zwangspause ist.

Der niederländische Bondscoach Bert van Marwijk weist jede Verantwortung zurück.

"Ich kann zur Verletzung nichts sagen", erklärte er: "Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass wir sehr vorsichtig mit ihm während der WM umgegangen sind. Es ist mysteriös, was mit ihm passiert ist."

Robben könnte vielleicht zur Aufklärung beitragen - aber er schweigt ja. Noch.

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