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Alex Voigt stieg dreimal mit Köln und einmal mit Gladbach in die Bundesliga auf © getty

Gladbachs neuer Trainer blickt nach dem 0:3 gegen Wolfsburg nach vorne. Doppelten Grund zur Freude hat "Wölfe-Coach Felix Magath

Wolfsburg - Der Aufschwung hielt nicht lange an, der Abstiegskampf geht unvermindert weiter, und der Heilsbringer hat seinen Zauber schnell verloren:

Nach der Euphorie um die Rückkehr von Trainer Hans Meyer kehrte bei Borussia Mönchengladbach mit der 0:3 (0:1)-Pleite beim VfL Wolfsburg Ernüchterung ein.

"Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir nicht die Klasse wie Wolfsburg haben. Wir müssen uns an anderen Gegnern messen", erklärte der 66 Jahre alte Coach nach der ersten Niederlage im zweiten Spiel unter seiner Verantwortung.

Blick auf Frankfurt-Spiel

Drei Tage nach seinem erfolgreichen Einstand beim 1:0 gegen den Karlsruher SC nahm Meyer den Rückschlag dennoch gelassen hin.

"Eigentlich war ich sogar überrascht, dass wir eine Halbzeit so gut mitgehalten haben. Das hätte ich der Mannschaft gar nicht zugetraut", sagte der Trainer-Fuchs.

Meyer hofft nun vor allem auf das bevorstehende Heimspiel am Sonntag gegen den Abstiegskonkurrenten Eintracht Frankfurt: "Das ist eines der Spiele, in denen wir etwas holen müssen."

Zwei Gegner, die zählen

Auch bei den Gladbacher Spielern war die siebte Saisonniederlage schnell abgehakt und der Blick nach vorne gerichtet.

"Jetzt müssen wir eben gegen Frankfurt und im Spiel bei Arminia Bielefeld alles versuchen, um die nötigen Siege einzufahren", erklärte Mannschaftskapitän Patrick Paauwe, der noch einer der besten auf Gladbacher Seite war.

Ähnlich sah es Abwehrspieler Alexander Voigt: "Jetzt kommen die Gegner, gegen die es wirklich zählt."

Elfmeter als Wendepunkt

Vor 22.580 Zuschauern in Wolfsburg war indes schnell klar, dass es für die Fohlen-Elf nicht viel zu holen gab.

Schon im ersten Durchgang hatte die ersatzgeschwächte Mannschaft vom Niederrhein kaum Torchancen und war vor allem damit beschäftigt, den eigenen Kasten sauber zu halten.

40 Minuten gelang das, ehe VfL-Stürmer Grafite per Foulelfmeter die überfällige Führung für die Gastgeber erzielte. "Das war ganz klar der Wendepunkt im Spiel. Danach haben wir nicht mehr richtig zurückgefunden", so Paauwe.

Kein Vorwurf an Debütant

Zum Pechvogel avancierte dabei Gäste-Keeper Frederic Löhe, der bei seinem Bundesliga-Debüt den Strafstoß verschuldete. Meyer wollte dem erst 20 Jahre alten Debütanten allerdings keinen Vorwurf machen.

"Das war natürlich nicht das Spiel, das ihn über Nacht berühmt machen wird", sagte er: "Aber es war psychologisch das richtige Spiel, denn gegen diese Wolfsburger hätten wir auch mit jedem anderen Torwart verloren."

Freude über Zu-null-Spiel

Nach der Pause erhöhten Alexander Madlung (55.) und Zvjezdan Misimovic mit dem zweiten Foulelfmeter der Partie (75.) für die "Wölfe", die damit den Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga hielten.

Trainer Felix Magath zeigte sich denn auch glücklich.

"Es war wichtig, nach der Niederlage am vergangenen Wochenende bei den Bayern gleich mit einem Sieg zurückzukommen", sagt der VfL-Trainer: "Ich bin besonders zufrieden, dass wir endlich mal wieder zu Null gespielt haben."

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