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Christian Nerlinger war von 1992 bis 1998 Spieler beim FC Bayern © imago

Der FC Bayern war sich nach Darstellung des Managers nicht sicher, ob die WM-Stars "es auf diesem Top-Niveau bringen werden".

Von Martin Hoffmann

München - Bei seinem Amtsantritt als Bayern-Manager hatte Christian Nerlinger beteuert, seinen Vorgänger Uli Hoeneß nicht kopieren zu wollen.

Doch so langsam scheint der 37-Jährige Gefallen ein altes Kennzeichen des jetzigen Klubpräsidenten zu übernehmen: den Hang zu kontroversen Aussagen, an denen sich der Rest der Fußballnation reiben kann.

Kürzlich erst fiel Nerlinger mit scharfer Kritik am Last-Minute-Kaufrausch von Ligakonkurrent Schalke auf.

Nun zieht er öffentlich die Fähigkeiten der WM-Stars Mesut Özil und Sami Khedira in Zweifel 276559(DIASHOW: Deutsche bei Real Madrid).

"Weil wir uns nichts sicher waren"

Die beiden Mittelfeldspieler hat es bekanntlich zu Real Madrid verschlagen, obwohl sie - wie fast alle deutschen Spieler höherer Klasse - auch immer wieder bei Bayern im Gespräch waren.

Dass er sie nicht gekriegt hat, sei aber kein Beinbruch, erklärt Nerlinger nun im "kicker": "Weil wir uns nicht sicher waren, ob die beiden es auf diesem Top-Niveau bringen werden." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Özil und Khedira: Gut genug für Real Madrid, nicht gut genug für Bayern?

Fehlender Bedarf

Zumindest sah Nerlinger nach seiner Darstellung keinen Bedarf nach den beiden.

Auf Özils Spielmacher-Position habe man Toni Kroos und sei "zu 100 Prozent überzeugt", außerdem habe ja auch Thomas Müller "seinen kometenhaften Aufstieg" gehabt.

Und auf Khediras Position im defensiven Mittelfeld seien Mark van Bommel und Bastian Schweinsteiger "eine Klasse für sich".

Özil und Khedira seien zwar "natürlich" beobachtet worden, erklärt Nerlinger, "aber wir waren nicht so weit, um sie anzusprechen oder gar ein Angebot zu machen."

Keine Angst vor Real

Nerlinger bekräftigte auch noch einmal, dass die Bayern Reals Weben um Schweinsteiger nicht nachgeben würde.

"Vor Real Madrid haben wir keine Angst", so Nerlinger: "Wenn der FC Bayern einen Spieler will, sind wir absolut in der Lage, ihn zu holen oder zu halten."

Bayerns Manager will Schweinsteiger wie auch Philipp Lahm, "diese zwei Identifikationsfiguren", deren Verträge 2012 auslaufen, bald langfristig binden.

Womöglich wie Müller bis zum Jahr 2015: "Das könnte sein", antwortet Nerlinger zumindest auf die konkrete Zahl.

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