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Van Gaal über Arnautovic: "Ein sehr schlauer Spieler!" © getty

Der Bayern-Coach räumt Muffensausen vor einem Einsatz des Österreichers ein. Müller verpasst das Training, Klose warnt.

Vom FC Bayern berichten Martin Hoffmann und Christian Ortlepp

München - Werder Bremen, AS Rom, 1. FC Köln: Der FC Bayern empfängt in den kommenden sieben Tagen drei sehr unterschiedliche Gegner.

Das Ergebnis soll aber dasselbe sein, wenn es nach Louis van Gaal geht.

Nicht einen Sieg, nicht zwei Siege, nein: drei Siege, fordert der Bayern-Coach von seinen Schützlingen in den anstehenden Bundesliga- und Champions-League-Duellen.

"Das muss klappen, weil wir dreimal zu Hause spielen", so sein Argument: "Wenn wir alle drei gewinnen, ist es gut." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Ich habe Angst, dass er spielt"

Teil eins der Mission gegen Werder (ab 18 Uhr im LIVE-TICKER) wird allerdings von zwei Dingen gefährdet.

Von einem möglichen Ausfall des WM-Torschützenkönigs Thomas Müller - und Bremens verrückt-genialem Neuzugang Marko Arnautovic.

Van Gaal räumte ein, dass ihm vor dem österreichischen Angreifer ein wenig die Muffe geht:

"Ich hoffe, dass er nicht spielt. Aber ich habe Angst, dass er spielt."

Lob in den höchsten Tönen

Van Gaal lobte Arnautovic, der als Teenager lange in van Gaals niederländischer Heimat beim FC Twente gespielt hat, in den höchsten Tönen.

"Zu meiner Zeit in Holland war er noch ein Jugendspieler", führte er aus: "Er hat den Durchbruch geschafft. Er ist physisch stark. Links wie rechts stark. Er ist ein sehr schlauer Spieler, der auch eine gute Technik hat."

[kaltura id="0_ppwif17q" class="full_size" title="Schaaf bleibt entspannt"]

Kurzum: "Er ist ein sehr guter Fußballer."

Defensivere Ausrichtung erwartet

Nicht nur wegen Arnautovic - und den anderen Zugängen Wesley und Mikael Silvestre - glaubt van Gaal, dass das anstehende Duell mit Bremen nicht mit dem letzten vergleichbar ist.

Werder werde "defensiver spielen" als beim 4:0-Sieg Bayerns im DFB-Pokalfinale: "Ein DFB-Pokalspiel ist 'Tod oder Gladiolen'. Jetzt geht es um Bundesliga-Punkte."

Müller setzt mit Training aus

Bayern muss womöglich ohne Müller um diese Punkte kämpfen.

Van Gaals Lieblingsschüler verpasste das Freitagstraining aufgrund von Ermüdungserscheinungen ? Spätfolgen der kräftezehrenden Vorsaison, in denen Müller fast immer durchspielte.

Der Coach konnte nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob Müller auflaufen können würde: "Aber ich denke, dass er doch am Samstag spielen kann."

Zumindest stieg Müller am Freitagabend in den Bus ein, der die Mannschaft ins Teamhotel brachte.

Ribery nah an der Bestform

Anders als Müller ist Mittelfeldkollege Franck Ribery laut van Gaal in der besten Verfassung, in den er ihn bisher erlebt hat.

"In meiner Periode ist das so", meinte van Gaal: "Er hat gut trainiert, denke ich. Franck Ribery ist jetzt näher an den 100 Prozent."

Wieder mit von der Partie ist Martin Demichelis, der nach dem Verweigerungs-Eklat vor dem ersten Spiel gegen Wolfsburg erstmals wieder auf der Bank sitzen soll.

Aus dem Kader gestrichen hat van Gaal dafür Andreas Ottl und Edson Braafheid.

Klose muss zittern

Seine Startaufstellung ließ van Gaal offen. Selbst Miro Klose muss trotz seiner starken Länderspielleistungen um den Einsatz gegen seinen Ex-Klub zittern.

Van Gaal wies darauf hin, dass der bei der Niederlage in Lautern schwach agierende Sturmroutinier noch nicht bei hundert Prozent sei.

Auch über Nationalmannschaftskollege Toni Kroos äußerte sich van Gaal zum wiederholten Male kritisch: "Er hat noch nicht das gebracht, was ich erwarte."

Erfreut zeigte sich der Coach, dass der verletzte Arjen Robben wieder an der Säbener Straße trainiert: "Ich denke, dass es sehr gut ist, dass Robben bei der Mannschaft ist."

Ausfälle machen Bremen "gefährlicher"

Klose warnte seine Teamkollegen derweil vor seinem Ex-Klub.

Dass der durch die Ausfälle von Per Mertesacker und Claudio Pizarro geschwächt sei, mache ihn nur noch unberechenbarer.

"Das gefährlichste wird sein, dass wir uns nicht richtig auf sie einstellen können", befand Klose. Trainer Thomas Schaaf habe bei solchen Situationen "immer das richtige Händchen und das nötige Quäntchen Glück."

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