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Theofanis Gekas (r.) wechselte 2010 von Leverkusen zur Eintracht © getty

Das griechische "Sorgenkind" erzielt zwei Tore. Bruchhagen ist "sehr erleichtert", Gladbach trauert einem "Knackpunkt" hinterher.

Mönchengladbach - Nach Eintracht Frankfurts höchstem Bundesliga-Auswärtssieg seit 16 Jahren sah sich Trainer Michael Skibbe in seiner Spielphilosophie bestätigt.

"Alles, was wir uns in über einem Jahr an Spielstärke aufgebaut haben, darf nach zwei Niederlagen nicht nur in Rennen und Kämpfen enden", sagte Skibbe nach dem glanzvollen 4:0 (2:0)-Erfolg der Hessen bei Borussia Mönchengladbach.

Den drohenden Fehlstart haben die Hessen mit einer spielerisch beeindruckenden Leistung abgewendet, "Sorgenkind" Theofanis Gekas avancierte mit seinen beiden Toren (35. und 64.) dabei zum Matchwinner.

Gekas läuft und trifft

Der Grieche, der im ersten Spiel bei Hannover 96 restlos enttäuscht hatte und gegen den Hamburger SV nur als Joker aufgeboten worden war, rechtfertigte damit seinen Einsatz von Beginn an.

"Ich habe ihm gesagt, dass er mehr laufen muss. Er hat sich körperlich sehr gut behauptet", erklärte Skibbe. 285592(Die Bilder des Spiels)

Gekas profitierte im Sturm aber auch von einem starken Mittelfeld.

Bruchhagen "sehr erleichtert"

Halil Altintop, Alexander Meier und Benjamin Köhler zogen geschickt die Fäden und leiteten immer wieder gefährliche Angriffe ein.

"Wir sind sehr erleichtert", meinte der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen nach dem Befreiungsschlag, bei dem Köhler (24.) und Patrick Ochs mit einem sehenswerten Heber (50.) die weiteren Treffer erzielten.

Abwehrspieler Maik Franz richtete nach dem ersten Erfolgserlebnis der Saison den Blick sofort in die Zukunft. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für Franz steht das Ziel fest

"50 Punkte sind das Ziel. Wenn wir öfters so spielen, können wir es schaffen", meinte Franz.

"Wir hatten aber auch das Glück auf unserer Seite", fügte der Innenverteidiger an.

Franz dachte dabei an die Szene in der 34. Minute, als Gladbachs Torjäger Mohamadou Idrissou den Ball ins Tor köpfte, Schiedsrichter Jochen Drees aber den möglichen Ausgleich wegen einer Behinderung von Frankfurts Schlussmann Oka Nikolov nicht anerkannte.

Hätte Idrissous Treffer zählen müssen?

"Ich bleibe dabei. Es ist ein Kontakt da", meinte Drees auch nach Ansicht der TV-Bilder.

Diese Meinung hatte er allerdings exklusiv. Besonders die Gladbacher beurteilten die Szene vollkommen anders.

"Ein klares Tor", sagte Idrissou. Besonders bitter für die Borussia: Fast im Gegenzug traf Gekas zum 0:2. "Das war ein Knackpunkt", meinte Sportdirektor Max Eberl.

Gladbach nicht wiederzuerkennen

Im Gegensatz zur vorangegangenen 6:3-Gala bei Bayer Leverkusen war der fünfmalige deutsche Meister aber nicht wiederzuerkennen und wartet damit weiter auf den ersten Heimsieg der Saison.

Frankfurt sei die spielerisch reifere Mannschaft gewesen, so Trainer Michael Frontzeck, dessen Team im Spielaufbau, im Abwehrverhalten und bei der Chancenverwertung Schwächen offenbarte.

"Aus diesem Spiel müssen wir lernen", meinte Frontzeck.

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