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Der Mainzer Radoslav Zabavnik im Zweikampf mit Lauterns Stiven Rivic (r.) © getty

Die 05er drehen wie schon in der Vorwoche in beeindruckender Manier ein Spiel - diesmal das Derby gegen Lautern.

Mainz - Der FSV Mainz 05 hat erneut ein Spiel gedreht und ist die Nummer eins in Rheinland-Pfalz.

Die Rheinhessen setzten sich am 3. Spieltag trotz eines Rückstands mit 2:1 (0:1) im Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern durch und kletterten damit auf den zweiten Tabellenplatz der Bundesliga. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Niko Bungert (71.) und Andre Schürrle (74.) erzielten die Treffer für die Mainzer, die erstmals in ihrer Klubgeschichte mit drei Siegen in eine Bundesliga-Saison gestartet sind.

Beeindruckende Mainzer Serie

Saisonübergreifend ist Mainz, das am vergangenen Spieltag beim VfL Wolfsburg nach einem 0:3 noch 4:3 gewann, sogar seit acht Spielen ohne Niederlage.

Dem FCK nutzte auch das vierte Saisontor von Srdjan Lakic (20.) nichts.

"Schlecht reingekommen"

"Wir sind sehr schlecht in das Spiel reingekommen. Ich bin aber froh, dass wir das Spiel noch mit einem Doppelschlag gedreht haben. Am Ende hat sich unsere Geduld ausgezahlt", meinte FSV-Trainer Thomas Tuchel, der nach dem Spiel zugab, dass er während der 90 Minuten unglaublich angespannt war.

Sein Lauterer Kollege Marco Kurz sprach von zwei "doofen Toren", die man noch reinbekommen hätte.

FCK beginnt stark

Die 20.300 Zuschauer im ausverkauften Stadion am Bruchweg sahen eine weitestgehend ausgeglichene Anfangsphase.

Die Gastgeber hatten zwar die größeren Spielanteile, dafür strahlte der FCK mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor aus.

Die "Roten Teufel", bei denen der gesperrte Ivo Ilicevic fehlte, ließen allerdings die letzte Entschlossenheit im Abschluss vermissen.

Lakic schlägt erneut zu

Die Mainzer, die ohne den verletzten Stammtorwart Heinz Müller und den angeschlagenen Mittelfeldspieler Jan Simak auskommen mussten, erlaubten sich mit zunehmender Spielzeit außergewöhnlich viele Fehler.

Unter den Augen des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, der als eingefleischter FCK-Fan dennoch eine Dauerkarte für beide Stadien besitzt, wirkten die Gäste zielstrebiger.

Dennoch war es der FSV, der durch einen Freistoß des Österreichers Christian Fuchs die erste große Torchance verbuchen konnte (18.). Nur zwei Minuten später markierte der Kroate Lakic mit seinem vierten Saisontor die verdiente Lauterer Führung.

Auch im Anschluss blieben die engagiert auftretenden Gäste das bessere Team. Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Mainzer stärker. Mehr als ein weiterer gefährlicher Freistoß von Fuchs hatten die Gastgeber allerdings nicht zu bieten (42.).

05er nach dem Wechsel aktiver

Nach dem Seitenwechsel verstärkte der FSV den Druck. Die Gäste wehrten sich mit allen Mitteln gegen die Mainzer Angriffe. Beleg dafür waren fünf Gelbe Karten gegen den FCK nach 50 Minuten Spielzeit.

Große Möglichkeiten konnten sich die Gastgeber aber trotz ihrer Feldüberlegenheit zunächst nicht erarbeiten.

Gefährlicher blieben weiter die Pfälzer bei ihren Kontern. So vergab Lakic die Chance zur Vorentscheidung (64.). Danach schlugen die Mainzer zweimal eiskalt zu.

Beste Spieler aufseiten der Mainzer waren Miroslav Karhan und Verteidiger Bungert. Beim FCK konnten vor allem der brasilianische Innenverteidiger Rodnei sowie die beiden defensiven Mittelfeldspieler Christian Tiffert und Jiri Bilek überzeugen.

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