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Traf in der 65. Minute zum vorentscheidenden 2:0: Bayer-Stürmer Stefan Kießling © getty

Leverkusen tut sich gegen den VfL Wolfsburg knapp eine Stunde lang schwer. Doch dann durchbricht Barnetta die grüne Wand.

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat eine perfekte Woche mit dem Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga gekrönt.

Die Elf von Trainer Bruno Labbadia besiegte zum Auftakt des 11. Spieltags den VfL Wolfsburg 2:0 (0:0) und zog mit dem dritten Sieg in einer Woche und nun 24 Punkten zumindest für einen Tag an Aufsteiger 1899 Hoffenheim (22) vorbei.

Die Wolfsburger, die weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison warten, liegen dagegen mit 16 Zählern weiter nur auf einem Mittelfeldrang.

Barnetta bricht den Bann

Tranquillo Barnetta (57.) und Stefan Kießling (65.) machten vor 22.000 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Leverkusener BayArena den achten Saisonsieg der Werkself perfekt.

Damit warten die Wolfsburger auch nach ihrem zwölften Gastspiel in Leverkusen auf einen Sieg. Edin Dzeko setzte in der Nachspielzeit einen Kopfball an den Pfosten.

Wolfsburger Abwehrbollwerk

57 Minuten rannten die Rheinländer vergeblich gegen das Wolfsburger Abwehrbollwerk an.

Bereits nach 19 Minuten musste Wolfsburgs Spielmacher Zvjezdan Misimovic mit einer Wadenverletzung vom Platz, eine massive Schwächung für die Gäste:

"Misimovic zeichnet sich für unser Offensivspiel verantwortlich. Wir konnten den Ausfall nicht kompensieren", gestand VfL-Coach Felix Magath ein.

Gegen die dicht gestaffelte Hintermannschaft des VfL war vor allem in der ersten Halbzeit kaum ein Durchkommen, bei den wenigen Torchancen war der Schweizer Keeper Diego Benaglio zur Stelle.

Es dauerte bis zur 32. Minute, ehe Bayer zur ersten Torchance kam.

Bei einem Schuss von Patrick Helmes parierte aber Benaglio, genauso wie eine Minute später bei einem Kopfball von Henrique. Die größte Chance hatte im ersten Durchgang aber Nationalspieler Simon Rolfes, der die Wolfsburger Nummer eins mit einem 12-Meter-Schuss zu einer Parade zwang (36.).

Über Konter gefährlich

Wolfsburg lauerte dagegen nur auf Konter, war dabei aber nicht ungefährlich.

So musste Bayer-Verteidiger Gonzalo Castro bei einem Schuss des Brasilianers Grafite in höchster Not klären (26.).

Sieben Minuten später war es Henrique, der gerade noch die nächste Torchance der Gäste verhinderte.

Sturmlauf nach Wiederbeginn

Im zweiten Durchgang drückte Leverkusen dann aufs Tempo und erspielte sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten.

So scheiterten zweimal Kießling (50., 55.) und Arturo Vidal (52.) aus aussichtsreicher Position.

In der 57. Minute war es dann aber doch passiert. Barnetta, der nach auskurierter Verletzung für seinen Landsmann Pirmin Schwegler in die Startelf zurückkehrte, setzte einen 18-Meter-Schuss in die Maschen des Wolfsburger Tores.

Acht Minuten später war Barnetta auch am zweiten Leverkusener Tor beteiligt. Nach einer Ecke des Schweizers erzielte Kießling per Kopf sein viertes Saisontor.

Bayer-Coach Bruno Labbadia war nach Spielende rundum zufrieden: "Die Mannschaft hat super gespielt, der Ball ist gut gelaufen. Wir hatten nicht nur den Glauben, diese spiel zu gewinnen, sondern auch auch die Geduld."

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