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Trainer Thomas Tuchel (l.) und Lewis Holtby freuen sich über den dritten Mainzer © getty

Mit einem Doppelschlag wendet Mainz das Blatt gegen den FCK - nicht zum ersten Mal. Schürrle spricht von einem "süßen Gefühl".

Von Björn Seitner

München - Mainz hat eine Serie - und zwar eine noch nie dagewesene.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte startet der Klub mit drei Siegen in eine Bundesliga-Saison - dank des 2:1 über Kaiserslautern.

Saisonübergreifend ist die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel sogar schon seit dem 3. April, respektive acht Pflichtspielen ungeschlagen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Doch eine über 90 Minuten überzeugende Leistung rufen die Mainzer selten ab, stattdessen verstehen sie sich eher als "Spieldreher". So steht es zumindest auf der offiziellen Internetpräsenz der 05er.

Doppelschlag durch Bungert und Schürrle

Nachdem das Team am 2. Spieltag einen 0:3-Rückstand gegen den VfL Wolfsburg drehte, gelang Ähnliches nun auch gegen Aufsteiger Kaiserslautern.

Lakic, der sein viertes Saisontor erzielte, brachte die "Roten Teufel" im rheinisch-pfälzischen Derby früh in Führung.

Kein Grund allerdings für Thomas Tuchel unruhig zu werden: "Wir sind zwar schlecht in das Spiel gekommen, ich bin aber froh, dass wir das Spiel noch mit einem Doppelschlag gedreht haben."

Innenverteidiger Niko Bungert und das 19-jährige Sturmtalent Andre Schürrle wendeten das Blatt für die Mainzer in nur drei Minuten. 285592(Die Bilder des 3. Spieltags)

Belohnung für die Geduld

"Wir haben mit viel Willen und viel Geduld nochmals die Tür geöffnet. Am Ende sind wir für unsere Geduld belohnt worden", fügte Tuchel seiner Analyse an.

Und spätestens nach dem Sieg gegen Kaiserslautern sollte jedem Gegner bewusst sein, dass man gegen den FSV über die volle Distanz gehen muss.

"Man muss auch anerkennen, dass der Gegner herovorragend gespielt hat", gibt FCK-Coach Marco Kurz in der "ARD" zu.

Der Sieg, ein "süßes Gefühl"

Lewis Holtby, Leihgabe vom FC Schalke 04, freut sich besonders über den Sieg im Prestige-Duell: "Der Sieg hat gezeigt, dass die Landeshauptstadt hier regiert."

Und weiter: "Unser Selbstbewusstsein wächst und wächst. Mit drei Siegen zu starten, ist natürlich für viele merkwürdig, aber darauf haben wir hingearbeitet."

Torjäger Schürrle, der seinen zweiten Treffer erzielte, sprach sogar von einem "süßen Gefühl".

Kandidat für die Startelf

Vor allem da man nun die Nummer eins in Rheinland-Pfalz ist: "Das ist das wichtigste Spiel für die Fans gewesen und wir sind überglücklich, dass wir ihnen etwas für ihre Unterstützung zurückgeben konnten."

Obwohl er noch nicht zu 100 Prozent fit sei, zeigte der deutsche U-21-Nationalspieler, auf den auch schon Manchester United ein Auge geworfen hat, dass er die nächste große Sturmhoffnung Deutschlands sein könnte.

"Andre ist mit seinem Potential ein klarer Startkandidat", findet auch Tuchel.

Tuchel bleibt sich treu

Der Aufsteiger von 2009 steht nun mit blütenweißer Weste auf dem zweiten Tabellenplatz.

Auf die Frage wo das hinführe, gab Tuchel selbstbewusst zurück: "Das führt dahin, dass wir morgen um zehn Uhr trainieren, damit wir solche Leistungen wieder abrufen können."

Der FSV-Coach bleibt seinen Prinzipien also treu.

Am nächsten Samstag kann dies die Mannschaft auch gegen Bremen bleiben - oder am besten ohne Rückstand gewinnen.

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