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Die Kölner Spieler genießen das Glücksgefühl nach ihrem Erfolg © getty

Der Kölner Stürmer präsentiert sich gegen St. Pauli endlich in Nationalelf-Form, die Kiez-Kicker zeigen sich selbstkritisch.

München/Köln - Das Ungemach drohte noch Sekunden vor Abpfiff:

Um ein Haar hätte ein Kopfball von Richard Sukuta-Pasu den Kölner 1:0-Sieg über St. Pauli noch zunichte gemacht.

Doch der Ball strich übers Tor.

Die Kölner - allen voran Trainer Zvonimir Soldo - atmeten kräftig durch.

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"Wir wollten in der zweiten Hälfte weiter angreifen, aber wir haben viele junge Spieler in der Mannschaft, die den Druck auch gespürt haben", sagte Soldo nach dem Arbeitssieg.

"Es hat viele Nerven gekostet"

Und der Kölner Coach fügte an: "Wir hätten in der ersten Hälfte das ein oder andere Tor mehr machen müssen. Die Schlussphase hat dann aber viele Nerven gekostet."

Der FC-Trainer hatte auch ein Extralob für Podolski parat: "Er ist super drauf."

Tatsächlich hoffen die Kölner nun, weiter auf ihren wiedererstarkten Nationalstürmer aufbauen zu können.

Fünf Tage nach seiner Länderspiel-Gala hat Podolski auch für Köln groß aufgespielt und so sein Team nach zwei Niederlagen zum Start aus der Krise geführt.

Selbstvertrauen dank Nationalelf

Podolski hatte beim 6:1 des DFB-Teams gegen Aserbaidschan im Kölner Stadion ebenfalls eine ganz starke Leistung gezeigt.

"So ein Spiel gibt ein bisschen Selbstvertrauen. Es hat einfach Spaß gemacht, vor allem hier in Köln, aber das war nicht ausschlaggebend", hatte Podolski nach dem Kantersieg am Dienstag gesagt und nun diesen Aufwärtstrend bestätigt.

Ohne seinen auf der Bank sitzenden Sturmpartner Milivoje Novakovic wirkte der Nationalspieler wie befreit.

Die Kölner fuhren durch das erste Bundesliga-Tor von Taner Yalcin am dritten Spieltag die ersten Punkte ein und sind nun punktgleich mit Aufsteiger St. Pauli.

Soldo baut Team um

Soldo hatte seinen zuletzt enttäuschenden Kapitän Novakovic überraschend aus dem Team genommen. Andrezinho und der erst 18 Jahre alte Christian Clemens gaben ihr Bundesliga-Debüt.

Die Maßnahmen zeigten Wirkung. Im ersten Durchgang boten die Kölner eine der besten Heimleistungen der jüngeren Vergangenheit.

Vor allem Podolski wirkte als einzige Spitze mit allen Freiheiten wie beflügelt.

Stanislawski lobt seinen Keeper

St. Paulis Coach Holger Stanislawski schmeckte die Niederlage natürlich ganz und gar nicht.

"Bis zum 0:1 haben wir ein gutes Spiel gemacht. Danach haben wir gewackelt und hatten bis zur Pause Glück und einen guten Torwart", analysierte er.

"In der zweiten Halbzeit haben wir wahnsinnigen Druck aufgebaut, aber leider vergessen, das Tor zu machen. Das ist sehr ärgerlich, weil wir mindestens ein Unentschieden verdient gehabt hätten."

Lehmann: "Wir sind selber schuld"

Mittelfeldmann Matthias Lehmann äußerte sich selbstkritisch und meinte: "Wir sind selber schuld, Chancen waren genug da."

Dagegen sah Pauli-Keeper Thomas Kessler "25 Minuten eine zu schlechte Leistung".

Zugleich klagte Kessler, der aktuell von Köln an St. Pauli ausgeliehen ist, dass der gute Endspurt nicht belohnt worden sei.

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