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Der Frankfurter Verteidiger Christoph Spycher (l.) gewinnt das Kopfballduell gegen Marko Marin © getty

Obwohl Marco Russ die Borussia mit einem Eigentor in Führung bringt, kann die Meyer-Elf die Situation nicht ausnutzen.

Mönchengladbach - Auch unter Hoffnungsträger Hans Meyer nimmt die Talfahrt von Borussia Mönchengladbach kein Ende.

Selbst gegen das letzte Aufgebot von Eintracht Frankfurt verlor der fünfmalige deutsche Meister im dritten Spiel unter dem neuen Trainer mit 1:2 (1:1) und verschärfte damit die ohnehin schon prekäre Situation im Abstiegskampf weiter.

Mit sieben Punkten aus elf Spielen ist die Borussia weiterhin Vorletzter.

Frankfurt dagegen bestätigte trotz zehn Ausfällen den Aufwärtstrend der letzten Spiele und verdrängte Hannover 96 von Platz 12.

Ein Eigentor von Marco Russ (12.) brachte die Gastgeber vor 44.773 Zuschauern scheinbar auf die Siegerstraße, doch die Hessen konterten bereits vier Minuten später mit dem Ausgleich durch den dritten Saisontreffer von Martin Fenin.

Mittelfeldspieler Michael Fink (52.) besiegelte schließlich die 450. Niederlage der Gladbacher im 1375. Bundesligaspiel.

Gospodarek wieder im Kasten

Einen Tag vor seinem 66. Geburtstag hatte Meyer es wieder mit einigen Umstellungen versucht.

Mit der Hereinnahme von Uwe Gospodarek beendete er das in Wolfsburg fehlgeschlagene Experiment mit Amateur-Keeper Frederic Löhe und brachte in der Startelf zudem wieder Nationalspieler Marko Marin und Alexander Baumjohann.

Insbesondere die Rückkehr von Marin wirkte auf das Gladbacher Spiel belebend.

Viele Fehlpässe

Allerdings boten beide Mannschaften den Besuchern zunächst Abstiegskampf auf niedrigem Niveau.

Fehlpässe und Ungenauigkeiten prägten das Geschehen. Fast folgerichtig entstand das Gladbacher 1:0 aus einem krassen Fehler von Russ, der eine noch nicht einmal scharf getretene Flanke Marins unbedrängt ins eigene Tor köpfte.

Die Eintracht zeigte sich jedoch nicht geschockt und schlug bereits vier Minuten später zurück.

Korkmaz legt Tor vor

Der Österreicher EM-Teilnehmer Ümit Korkmaz versetzte auf der rechten Seite gleich drei Abwehrspieler, seinen präzisen Pass musste Fenin nur noch zum Ausgleich einschieben.

Acht Minuten später hätte Fenin nach einem Fehler von Alexander Voigt beinahe für die Frankfurter Führung gesorgt - er scheiterte jedoch mit einem Kopfball an der Querlatte.

Sichere Eintracht

Frankfurt wirkte weitgehend sicher, während Offensiv-Impulse der Gastgeber fast ausschließlich von Marin ausgingen. Daran änderte sich auch in der zweiten Hälfte nichts.

Stärker war aber weiterhin die Eintracht, die nach einem Gladbacher Abwehrfehler durch Fink nach einem Eckball den Führungstreffer erzielte.

Neuville-Einwechslung ohne Wirkung

Gladbach war danach noch verunsicherter und leistete sich besonders im Spielaufbau immer wieder gravierende Fehler. Auch die Einwechslung von Oliver Neuville blieb weitgehend wirkungslos.

Beste Spieler der insgesamt schwachen Borussia waren Marin, der in der letzten halben Stunde nachließ, und mit Abstrichen der in die Startformation zurückgekehrte Tobias Levels.

Für Frankfurt überzeugten vor allem Torschütze Fenin und Korkmaz, der neben der Vorbereitung des 1:1 einige weitere gute Szenen hatte.

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