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Andre Schürrle kam 2006 vom Ludwigshafener SC nach Mainz © imago

Der angeblich auch von Bayern und ManUnited begehrte Mainzer unterschreibt für fünf Jahre bei Bayer - für eine hohe Ablöse.

Von Martin Hoffmann

München - So schnell wie Andre Schürrle hat selten ein Fußballer seinen Bekanntheitsgrad potenziert.

Es brauchte einen Bericht über das angebliche Interesse von Bayern München und Manchester United: Und schon redete ganz Deutschland über das Mainzer Talent - und darüber, wohin es ihn wohl ziehen würde.

Nun ist Schürrles Zukunft bereits frühzeitig geklärt: Den 19 Jahre alten Youngster spielt ab der kommenden Saison für Bayer Leverkusen.

Wie die Mainzer offiziell bekanntgaben, hat Schürrle beim Werksklub einen ab 2011 geltenden Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Acht bis elf Millionen Euro

Über die Ablösesumme schweigen sich die Klubs aus, die Rede ist von einer Summe zwischen acht und elf Millionen Euro.

Die Lancierung des angeblichen Bayern- und United-Interesses kurz vor Anbahnung des Deals diente offensichtlich dazu, den Preis in die Höhe zu treiben.

Konkreter war dagegen das Interesse von Ligarivale 1899 Hoffenheim, der aber das Nachsehen hat.

Ein Blitzaufstieg

Schürrles Wechsel ist die vorläufige Krönung eines Blitzaufstiegs: 2009 wurde der Offensiv-Allrounder mit Trainer Thomas Tuchel A-Jugendmeister.

Danach setzte er sich unter demselben Coach in der Bundesliga durch.

In dieser Saison knüpft er nahtlos an die Debütspielzeit an - zuletzt mit dem Siegtreffer im Derby gegen Kaiserslautern.

Und dazu der große Hype: Beinamen wie "Juwel" und "Rakete", Vergleiche mit dem ähnlich veranlagten WM-Torschützenkönig Thomas Müller sowie Berichte über seine Freundin, wegen ihres 1,2-Abiturs zur "klügsten Spielerfrau der Liga" ausgerufen.

Hoffenheim hatte schon Zusage

Mit ihr zieht es Schürrle nun also nach Leverkusen. Dabei hatte der FSV-Shootingstar laut "kicker" im Mai schon bei Hoffenheim zugesagt.

1899 konnte sich aber mit den Mainzern nicht einigen. Bruchpunkt war offenbar Hoffenheims Wunsch, den bis 2013 an Mainz gebundenen Schürrle schon in diesem Sommer zu bekommen - dagegen legte sich Manager Christian Heidel quer.

Offene Ohren für Bayer

Leverkusen stieß dagegen auf offene Ohren.

Schürrle habe "uns gegenüber den Wunsch geäußert, ab Sommer 2011 den nächsten Schritt in seiner Karriere bei Bayer 04 Leverkusen gehen zuwollen", sagte Heidel:

"Wir freuen uns, dass wir nach sehr offenen und fairen Gesprächen mit Bayer 04 Leverkusen André Schürrle diesen Wunsch erfüllen können, ohne dass die sportliche Qualität unseres Kaders in der laufenden Saison darunter leidet."

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes freut sich über "eines der herausragenden Stürmertalente der Bundesliga".

Er glaubt, "dass er bei uns die nächste Stufe erreichen kann auf ein noch höheres Niveau".

Schürrle ist "dankbar"

Schürrle selbst zeigte sich den Mainzern gegenüber "dankbar", dass sie ihn ziehen lassen.

Er sei "sehr froh, dass ich mich nun wieder zu 100 Prozent auf mein Spiel bei Mainz 05 konzentrieren kann".

Schürrle versichert folglich auch pflichtschuldig, "bis zum letzten Spieltag alles für meine Mannschaft und meinen Verein" geben.

Und: "Mainz 05 wird für mich immer ein ganz besonderer Verein bleiben."

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