Bahnkunden ärgern sich über volle Züge, Fußballfans freuen sich über die Business Class der Liga. Werder Gerät aufs Abstellgleis.

Wer dieser Tage mit der Deutschen Bahn unterwegs ist, muss einiges aushalten und viel Geduld mitbringen. Weil viele ICE-Züge zur Überprüfung in den Werkstätten stehen, wächst die Unzufriedenheit. Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

Besser als in einem überfülltem Zugabteil lässt es sich zurzeit in den Stadien der Bundesliga aushalten. Die sind zwar auch zumeist proppevoll, doch dafür bekommt man auch einiges geboten. Und das vor allem dort, wo Spiele mit Beteiligung von 1899 Hoffenheim, Bayer Leverkusen und Bayern München zu sehen sind.´

Alle drei zeigen erfrischenden Offensiv-Fußball mit vielen spektakulären Toren, sozusagen die Business Class der Liga.

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22 Treffer haben die Bayern auf dem Konto, Leverkusen stellt mit 24 Toren den zweitbesten Angriff - nur Hoffenheim (27) ist besser.

Dreimal in Folge haben Bayer und Bayern schon gewonnen, Hoffenheim sogar vier Mal. Drei Teams auf Titelkurs - wie auf Schienen.

Auch der HSV hat nach der Schlappe in Hoffenheim zurück in die Erfolgsspur gefunden, Hertha hat die Bahn sogar auf den Trikots, und die hoch gehandelten Schalker haben nach vier Spielen ohne Sieg ebenfalls die Notbremse gezogen.

Auf dem Abstellgleis befindet sich dagegen Werder Bremen. Aus den letzten vier Spielen holte der Vizemeister gerade einmal zwei Pünktchen. Als Zehnter hat Werder schon neun Punkte Rückstand auf Hoffenheim. Das reicht momentan nicht einmal mehr für die 2. Klasse.

Bei Eintracht Frankfurt auf Platz zwölf beginnt schon die Holzklasse. Bielefeld, Bochum, Mönchengladbach und Cottbus laufen sogar Gefahr, frühzeitig abgekoppelt zu werden.

Wann alle ICE der Deutschen Bahn wieder einsatzbereit sind, steht noch in den Sternen.

Die Bundesliga nimmt schon am Freitag wieder Fahrt auf. Wenn Hoffenheim, Leverkusen und die Bayern ihre Erfolgsserien fortsetzen, müssen sich die Verfolger sputen. Sonst ist der Zug für sie bald schon abgefahren.

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