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Am 8. Spieltag der vergangenen Saison trennten sich Bayern und Köln 0:0 © getty

Köln ist das einzige Bundesliga-Team, das noch nie in der Allianz-Arena verloren hat. Bayern will die Negativserie brechen.

Von Christian Stüwe

München - Bayern München spielt seit mehr als fünf Jahren in der Allianz-Arena. Und das meist überaus erfolgreich.

Von den aktuellen Bundesliga-Teams - ausgenommen St. Pauli, die noch nie in Fröttmaning antraten - verließ jedes schon mindestens einmal den Rasen der Arena als Verlierer.

Nur der 1. FC Köln nicht. Zwei Unentschieden und ein Sieg stehen für die Kölner im Stadion des Rekordmeisters zu Buche.

Diese Serie will der FC beim Gastspiel am Samstag in München (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) aufrecht erhalten.

"Köln hat sich in den letzten Jahren immer gut in München präsentiert. Diesen Weg möchten wir fortführen", erklärte FC-Trainer Zvonimir Soldo.

Doch nicht erst seit dem Umzug in die moderne Arena ist Köln der Angstgegner der Münchner.

Köln hat die meisten Siege (9) und die meisten Unentschieden (12) in der bayrischen Landeshauptstadt errungen, zudem erzielten die Domstädter in der Ligahistorie die meisten Tore gegen den Rekordmeister (50).

Für Bayern-Trainer Louis van Gaal zählt dennoch nur ein Sieg. "Wir müssen gewinnen", fordert der Niederländer: "Wir müssen diese Periode überleben. Wir sind fünf Punkte hinter der Spitze, aber wir haben zwei Punkte mehr als letzte Saison."

Van Gaal erwartet Köln ähnlich wie Rom

Zumal der Samstag in München ein besonderer Tag ist, beginnt doch das 177. Oktoberfest. Da sollte der FCB nicht verlieren.

Van Gaal rechnet mit defensiven Kölnern, will aber an die Leistung aus der Champions League gegen den AS Rom anschließen.

"Köln wird wie Rom mit zehn Mann verteidigen. Aber wenn wir einen Gegner auf Champions-League-Niveau kaputt spielen können, müssen wir das auch auf Bundesliga-Niveau können", fordert der 59-Jährige.

[kaltura id="0_3ddhbkw1" class="full_size" title="Arjen Robben im Interview"]

Podolski: "Mit breiter Brust"

Seine Gegenüber Soldo will sich aber nicht verstecken: "Wir müssen auch offensiv einiges versuchen. Bayern ist spielerisch gut, sie haben viel Geduld und individuelle Klasse. 90 Minuten nur defensiv gegen sie zu spielen ist schwer."

Ähnlich sieht es Lukas Podolski, der sich auf das Wiedersehen mit seinen alten Kollegen freut.

"Man braucht nicht drumherum reden", sagt der Kölner Nationalspieler dem "Express": "Die Bayern sind eine Supermannschaft und spielen um die Meisterschaft. Aber ich denke, wir sollten mit breiter Brust hinfahren und uns nicht verstecken."

SPORT1 hat die Fakten zu den Samstagsspielen.

Bayern München - 1. FC Köln

Die Bayern müssen nach wie vor auf Mittelfeldstar Arjen Robben verzichten. Dafür steht der in der Champions League gesperrte Franck Ribery wieder zur Verfügung.

Im Sturm hat Miroslav Klose nach seiner starken Leistung gegen Rom gute Chancen auf einen Einsatz von Beginn an.

Beim FC fehlen der gesperrte Youssef Mohamad, Kevin McKenna (Knorpelschaden im Knie), Manasseh Ishiaku (Sprunggelenkverletzung) sowie Adel Chihi und Christopher Schorch (beide Aufbautraining).

Werder Bremen - FSV Mainz 05

Werder muss weiterhin auf seine drei verletzten Leistungsträger Claudio Pizarro, Per Mertesacker und Naldo verzichten. Allerdings kommt in Mainz der Bremer Lieblingsgegner ins Weserstadion:

Seit sechs Spielen wartet der FSV auf einen Sieg gegen die Hanseaten. 05-Trainer Thomas Tuchel überlegt nach drei Siegen in Folge noch, ob er in der Innenverteidigung anstelle von Bo Svensson wieder auf Niko Bungert setzt.

Nicht zur Verfügung stehen weiterhin der am Rücken verletzte Jan Simak und Torwart Heinz Müller (Reha nach Kreuzbandanriss).

VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach

Nur zwei Tage nach dem Europa-League-Spiel gegen Bern müssen die in der Bundesliga noch punktlosen Stuttgarter einmal mehr ohne Neuzugang Philipp Degen (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Johan Audel (Fußverletzung) auskommen.

Kapitän Matthieu Delpierre steht nach überstandener Patellasehnen-Verletzung vor seinem Comeback. Gladbachs Trainer Michael Frontzeck stehen gegen seinen Ex-Verein Karim Matmour (Achillessehnenproblemen), Igor de Camargo (Kapselriss im Sprunggelenk) und Tony Jantschke (Mittelfußbruch) nicht zur Verfügung.

Wieder mit dabei ist dagegen Thorben Marx. Die Borussen holten in den vergangenen zwölf Gastspielen in Stuttgart keinen Sieg und nur vier Punkte, insgesamt gewannen sie lediglich eins der letzten 24 Duelle.

VfL Wolfsburg - Hannover 96

Der VfL Wolfsburg ist nach drei Niederlagen in drei Spielen gegen Hannover zum Siegen verdammt. Ein gutes Omen: Gegen 96 verlor man keines der letzten sieben Bundesliga-Duelle.

Hinter dem Einsatz von Sascha Riether (Oberschenkelverletzung) steht noch ein Fragezeichen. Die noch ungeschlagenen Hannoveraner reisen mit breiter Brust zum Niedersachsenderby.

Allerdings hat Trainer Mirko Slomka erhebliche Personalsorgen in der Defensive zu beklagen. In dem gesperrten Emanuel Pogatetz sowie den verletzten Mario Eggimann (Hüft-OP) und Karim Haggui (Prellung am Zeh) fallen drei Innenverteidiger aus.

Felix Burmeister oder Christopher Avevor dürften somit vor ihrem Debüt in der Bundesliga stehen.

Kaiserslautern - Hoffenheim (alle Spiele Samstag, 15.30 Uhr)

Während FCK-Trainer Marco Kurz aus dem Vollen schöpfen kann, fehlen bei den Gästen nur Matthias Jaissle und Chinedu Obasi.

Die beiden Langzeitverletzten befinden sich weiterhin im Aufbautraining. Sollte zudem Marvin Compper (Rückenprobleme) ausfallen, würde wohl Christian Eichner in die Startelf rücken.

Beide Teams trafen bislang nur in der Saison 2007/2008 aufeinander, als die Kraichgauer beide Partien in der Zweiten Liga ohne Gegentor gewannen.

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