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Van Gaals Schützling Miroslav Klose (r.) wartet in der Liga noch auf sein erstes Saison-Tor © imago

Miroslav Klose sieht sich nach dem Treffer gegen Rom zurück in der Bayern-Startelf. Trainer van Gaal bremst ihn aber.

Vom FC Bayern berichtet Andreas Kloo

München - Von Rotation hält Louis van Gaal nichts.

"Konkurrenz macht die Spieler nicht besser. Die Spieler benötigen Vertrauen", ist der Bayern-Trainer überzeugt. Er setzt lieber auf eine feste, eingespielte Formation.

Neun Positionen stehen in dieser Formation bereits: der Torhüter, die Vierer-Abwehrkette und das Mittelfeld.

Nur beim Offensiv-Duo hat sich der Bayern-Trainer noch nicht festgelegt. Einmal stürmte Miroslav Klose an vorderster Front, dann Ivica Olic, einmal durfte sich Toni Kroos auf der Zehn versuchen, das andere Mal Klose.

"Immer noch auf der Suche"

Richtig überzeugt hat van Gaal noch keine der bisher angewandten Module.

"Ich bin immer noch auf der Suche nach der richtigen Kombination", gesteht er vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

"Und es hängt natürlich auch immer ab vom Gegner", wer auflaufe.

Gegen einen defensiven Gegner wie Rom waren zwei Spitzen gut", erinnert van Gaal an die zweite Halbzeit der Champions-League-Partie gegen den AS Rom, als der 59-Jährige Miroslav Klose und Mario Gomez in die Partie brachte.

Klose glaubt an Startelf-Einsatz

Vor allem Klose sorgte gegen die tief stehenden Italiener für Wirbel und schließlich mit seinem 2:0 für die Entscheidung.

"Ich denke, damit habe ich mich für einen Einsatz am Samstag empfohlen", glaubt er. (DATENCENTER: Der 4. Spieltag).

"Ich hatte das schon bei der Nationalmannschaft gezeigt. Dann musste ich bei Bayern wieder auf die Bank. Nach der Enttäuschung hatte ich mir vorgenommen: 'Jetzt erst recht'", erklärt der Stürmer seine besondere Motivation vor der Rom-Partie.

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Im DFB-Team ist Klose eine feste Größe, im Bayern-Sturm hat er seinen Platz dagegen nicht sicher.

Zwei Spitzen oder mit Zehner?

Das gilt auch nach dem Treffer gegen Rom, wie van Gaal klarstellt: "Das sagt gar nichts".

Zumal er sich nicht sicher ist, ob auch die Kölner so defensiv auftreten.

"Der Kölner Trainer hat letzte Woche seine Mannschaft umgeworfen. Wir wissen also nicht, was uns erwartet."

Deshalb wollte sich van Gaal noch nicht festlegen, ob er auf zwei echte Spitzen oder einen Stürmer plus einen Zehner setzen soll.

Kroos unter Druck

Ob dieser Zehner Toni Kroos sein wird, ist ebenfalls nicht klar.

Van Gaal ist bislang nicht völlig einverstanden mit der Leistung des Rückkehrers aus Leverkusen. Er verkündetete: "Ich erwarte mehr von ihm".

Zwei Bewerber für Gomez?

Noch schlechter sieht es für Mario Gomez aus, der zuletzt immer nur als Joker herhalten musste und auch dabei nicht überzeugte.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte ihm kürzlich empfohlen, zu kämpfen wie ein "Teufel". Doch Gomez wird auch die Ankündigung, künftig mit "roten Hörnern" trainieren zu wollen, nur bedingt helfen.

Die Wechselgerüchte reißen indes nicht ab, Liverpool und Juventus Turin sollen trotz Ablauf der Wechselperiode weiterhin Interesse an dem Nationalspieler haben.

"Müssen das Spiel gewinnen"

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der Trainer dagegen "sehr zufrieden": Wir haben den Supercup gewonnen, haben in der Liga zwei Punkte mehr als letztes Jahr und haben in der Champions League sehr gut angefangen."

Angesichts von vier Punkten aus drei Spielen und Platz elf in der aktuellen Bundesliga-Tabelle muss der FCB gegen Köln allerdings einen Dreier einfahren.

"Wir müssen das Spiel gewinnen", stellt der Coach unmissverständlich klar.

Die Begegnung soll die Münchner einen weiteren Schritt ihrer Bestform näherbringen.

Van Gaal bittet dabei noch um etwas Geduld: "Es dauert noch mindestens sechs Spiele. Wir müssen diese Periode überleben."

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