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Van Bommel (l.) im Zweikampf mit dem Kölner Jajalo © getty

Die Münchner kommen zum Wiesn-Start nicht über ein Remis gegen Köln hinaus. Am Ende haben die Gastgeber sogar noch Glück.

Aus der Allianz Arena berichtet Daniel Rathjen

München - "Die Mass ist halbvoll", werden sich die Akteure des FC Bayern denken.

Pessimisten würden dagegen von der ersten leichten Krise zur Eröffnung des Münchner Oktoberfestes sprechen.

Fest steht: Mit dem 0:0 vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena kann nur der 1. FC Köln gut leben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

In Hoffenheim unter Zugzwang

Nach vier Spieltagen hat der Double-Sieger lediglich fünf Zähler auf dem Konto und steht am Dienstag bei 1899 Hoffenheim unter Zugzwang. "Gmade Wiesn" sehen anders aus.

Die Periode, in der sich die Bayern noch finden und fit werden müssen, hält an. 288558(DIASHOW: Die Bilder des Spieltags)

"Da müssen wir jetzt durch", stöhnte Trainer Louis van Gaal.

Klose von Beginn an

Die große Frage vor dem Anpfiff war: Welche Formation wählt der Niederländer für die Abteilung Attacke? "Ich bin noch auf der Suche", hatte der Niederländer ehrlich angemerkt.

Die Antwort gegen die "Geißböcke" lautete: Miroslav Klose lief als einzige Spitze auf. Dahinter agierten die Kreativkräfte Franck Ribery, Toni Kroos und Thomas Müller, wobei der WM-Held als Spielgestalter auf der "Zehn" wirkte.

Olic und Gomez auf der Bank

Ivica Olic und Mario Gomez schmorten indes auf der Bank.

Klose konnte sich im Gegensatz zum Spiel am Mittwoch in der Champions League gegen den AS Rom (2:0) in der ersten Hälfte aber nicht erfolgreich in Szene setzen.

Der Nationalspieler verbuchte immerhin eine Kopfballchance in der 29. Minute und einen Weitschuss (34.).

Bayern finden keine Lücke

Überhaupt taten sich die Bayern gegen die erwartet defensiv eingestellten Kölner schwer, eine Lücke zu finden.

Die Münchner traten zwar gewohnt dominant und ballsicher auf, dem Spiel in die Spitze fehlten jedoch oft die Präzision und die Ideen.

Zudem verteidigte Köln im 4-1-4-1, in dem Ex-Bayer Lukas Podolski als Angreifer fungierte, geschickt. Die Gäste schafften in Ballnähe immer wieder Überzahl.

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Köln steht sicher

So konnten weder Ribery trotz eines Schusses ans Außennetz (33.) und eines großen Pensums, noch Kroos, Müller oder Bastian Schweinsteiger entscheidende Akzente setzen.

Der FC hatte deshalb in der ersten Hälfte wenig Probleme, Torchancen der Bayern zu verhindern.

Im Spiel nach vorne hielt sich das Team von Trainer Zvonimir Soldo dagegen vornehm zurück. "Poldi" hing meist in der Luft.

Die einzige Chance besaß Taner Yalcin mit einem Distanzschuss (19.).

Gastgeber erhöhen den Druck

Das Bild änderte sich kaum zu Beginn des zweiten Abschnitts.

Der Rekordmeister drängte seinen Gegner weiterhin tief in dessen Hälfte und suchte den Abschluss - der Druck auf das Gehäuse von FC-Keeper Faryd Mondragon steigerte sich nochmals.

Immer ein Kölner dazwischen

Ein Schuss von Müller vom Strafraumeck verfehlte nur haarscharf den oberen Winkel (52.). Ein Tor lag zu diesem Zeitpunkt in der Luft, doch die kompakte Kölner Defensive hielt dem Ansturm stand.

Schuss um Schuss, Flanke um Flanke wurde abgeblockt. Egal wer von den Bayern schoss, ein Kölner Bein war immer dazwischen.

Gomez bringt keine Gefahr

19 Minuten vor dem Ende brachte van Gaal mit Mario Gomez für Klose seinen "Joker".

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hatte dem 35-Millionen-Euro-Mann unter der Woche empfohlen, sich "wie ein Teufel" reinzuhängen.

"Ich werde mit roten Hörnern trainieren", kündigte Gomez darauf an. Auf dem Platz war von Killerinstinkt jedoch nicht viel zu sehen.

Butt rettet gegen Freis

Und beinahe hätten die Bayern noch das 0:1 kassiert. Nach einem Konter parierte Jörg Butt einen Schuss von Sebastian Freis aber bravourös (82.).

In der Nachspielzeit rettete Mondragon den Kölnern dann heldenhaft das Remis. Nach einem Freistoß von Ribery war Müller frei zum Kopfball gekommen.

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