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Mark van Bommel wurde mit den Niederlanden Vize-Weltmeister © getty

Mark van Bommel spricht im SPORT1-Interview über den Saisonstart der Bayern, das Spiel gegen Köln und die Ambitionen des FCB.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Nur fünf Punkte aus den ersten vier Bundesligaspielen hat der FC Bayern geholt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Das 0:0 gegen den 1. FC Köln vor heimischer Kulisse machte den schlechtesten Saisonstart seit 33 Jahren perfekt.

Die Gegner stehen tief, den Bayern fehlt offenbar ein echter Knipser.

Mark van Bommel beunruhigt die Situation allerdings noch nicht. "Wir haben in der vergangenen Saison das Ruder auch rumgerissen", so der Niederländer.

Sein Chef und Landsmann sieht das ähnlich. "Ich mache niemandem Vorwürfe. Ich habe die Situation analysiert und kann nicht sagen, dass wir schlecht spielen. Wir spielen viel besser als letztes Jahr", sagte Louis van Gaal einen Tag vor der Begegnung bei bei 1899 Hoffenheim (Di., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER).

Im SPORT1-Interview spricht Kapitän van Bommel über das Spiel gegen Poldi und Co., die ersten vier Spiele der Saison und die Ambitionen der Bayern.

SPORT1: Herr van Bommel, Sie haben einen Punkt gegen Köln geholt, fühlt es sich trotzdem wie eine Niederlage an?

Mark van Bommel: Ja. Wir müssen zuhause gewinnen. Das haben wir nicht gemacht. Das waren definitiv zwei Punkte zu wenig.

SPORT1: Woran hapert es?

Van Bommel: Wir haben dominant gespielt, wir haben überzeugend gespielt. Nur das Tor haben wir nicht geschossen. Das ist auch schwierig gegen einen Gegner, der so hinten drin steht. Das war gegen Rom das Gleiche.

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SPORT1: Dennoch hat der FC Bayern das Spiel 2:0 gewonnen...

Van Bommel: Da sind wir ruhig geblieben und haben im entscheidenden Moment zugeschlagen. Gegen Köln sind wir auch ruhig geblieben, aber wir haben es nicht geschafft, die Mauer zu knacken. Das passiert. Einen Vorwurf, dass wir nicht alles gegeben haben, können wir uns nicht machen.

SPORT1: Mangelt es an Flanken?

Van Bommel: Nein, Wir schlagen sehr viele Flanken. Gegen Rom waren es an die 50.

SPORT1: Aber sie finden offenbar keinen Abnehmer.

Van Bommel: Nein, weil zu viele Gegner im Weg stehen.

SPORT1: Nervt Sie das, dass der Gegner in der Allianz Arena immer so defensiv spielt?

Van Bommel: Nein, das wussten wir vorher. Damit müssen wir umgehen. Ich glaube auch, dass wir das ziemlich gut können. Es passiert, dass wir mal 0:0 spielen. Da kann man sich dann drüber ärgern, aber es ist jetzt nicht mehr zu ändern. Kölns Co-Trainer Michael Henke hat zu mir gesagt, wenn sie in München hätten mitspielen wollen, hätten sie sieben Dinger gekriegt.

SPORT1: Nach vier Spielen nur fünf Punkte - ist der Abstand zur Spitze schon zu groß?

Van Bommel: Das war letztes Jahr auch so. Wir haben in der vergangenen Saison das Ruder auch rumgerissen. Ich mache mir keine großen Sorgen.

SPORT1: Aber gegen Hoffenheim steht der FC Bayern schon unter Zugzwang...

Van Bommel: Der FC Bayern steht immer unter Zugzwang. Egal wo er steht.

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