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Hugo Almeida (l.) hatte beim 0:2 gegen Mainz nichts zu feiern © getty

Der Tabellenführer will im Heimspiel gegen den Bayern-Schreck die Spitzenposition verteidigen. Bremen ist im Nordderby gefordert.

München - Der Traum soll weiter gehen:

Der FSV Mainz 05, Premieren-Tabellenführer und Sensationsspitzenreiter, will Platz eins in der Bundesliga mit einem Sieg im Duell der Karnevalsvereine gegen den 1. FC Köln behaupten (Di., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER).

Eine weiße Weste nach fünf Spieltagen hatte zuletzt vor fünf Jahren Bayern München - und wurde später Meister (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

In Mainz haben die Spieler längst Blut geleckt.

Holtby will Taten sprechen lassen

"Wir wollen gegen Köln die 15 Punkte klar machen. Und dann 18. Und dann immer weiter gehen", sagte Lewis Holtby.

Die Leihgabe von Schalke 04, die in Mainz als Spielmacher auf Anhieb eingeschlagen hat, will aber vor allem Taten statt Worte sprechen lassen:

"Wir dürfen jetzt nicht denken, dass wir die Champions sind. Bei uns hebt keiner ab."

"Tabelle spielt keine Rolle"

Dafür wird schon FSV-Trainer Thomas Tuchel sorgen.

"Wir werden nicht einen Prozent anfangen zu spinnen. Uns wird auch nicht schwindelig. Die Spieler werden keine Zeit haben, sich beeinflussen zu lassen. Sie kriegen neue Aufgaben gestellt. Die Tabelle spielt sowieso keine Rolle", sagte Tuchel.

Ob Tuchel bei der Startaufstellung wie beim 2:0 am vergangenen Samstag bei Werder Bremen für Überraschungen sorgen wird, ließ der 37-Jährige offen.

Schürrle von Beginn an?

Als sicher gilt die Rückkehr des von einer Grippe genesenen Linksverteidigers Christian Fuchs.

Nachwuchsstar Andre Schürrle könnte erstmals in dieser Saison von Beginn an auflaufen.

Der Respekt der Konkurrenz gegenüber den seit dem 0:2 beim 1. FC Nürnberg am 3. April ungeschlagenen Mainzern ist groß.

"Mainz schwerer als München"

"Mainz wird schwerer als München", sagte Nationalspieler Lukas Podolski, der mit Köln ein 0:0 in München erkämpft hatte.

Auch Bayern-Trainer Louis van Gaal ist angetan von der Erfolgsgeschichte des FSV.

"Mainz hat schon in der vergangenen Saison sehr gut gespielt. Ich denke, dass die Resultate kein Zufall sind. Dort wird gut gearbeitet", sagte der Niederländer am Montag.

Werder unter Druck

Ganz andere Sorgen hat Werder Bremen.

Der Champions-League-Teilnehmer steht nach der Heimniederlage gegen Mainz unter Zugzwang, muss dringend Boden gut machen.

"Die Spieler müssen Wege gehen, die weh tun, aber wichtig sind", schrieb Werder-Trainer Thomas Schaaf seinen Profis vor dem Nordderby gegen Hannover 96 (Di., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) ins Stammbuch.

Für den formschwachen Tim Borowski wird der brasilianische Neuzugang Wesley in die Startelf rücken.

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs nimmt den Fehlstart mit nur vier Zählern noch mit Galgenhumor.

"Wir sind es ja schon gewohnt, immer eine Aufholjagd starten zu müssen."

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