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Ruud van Nistelrooy spielt seit Januar 2010 für den Hamburger SV © getty

Ruud van Nistelrooy hat große Pläne mit den Hamburgern. Der erste Schritt soll schon gegen Wolfsburg gemacht werden.

Aus Hamburg berichtet Jürgen Blöhs

Hamburg - Noch ist der Hamburger SV ungeschlagen.

Nach dem lupenreinen Start mit Siegen gegen Schalke und bei Eintracht Frankfurt gab es zuletzt allerdings nur jeweils einen Punkt gegen Nürnberg und im Hamburger Derby.

Beim 1:1 am Millerntor gegen den FC St. Pauli blieb HSV-Star Ruud van Nistelrooy zwar ohne Tor 288558(DIASHOW: Die Bilder des 4. Spieltags).

Davor war der Niederländer aber bereits dreimal erfolgreich. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Van Nistelrooy will hoch hinaus

Auch in der ersten Runde des DFB-Pokals schlug "Van the Man" dreimal zu.

Erst im Januar an die Elbe gewechselt, ist der ehemalige Torjäger von Real Madrid postwendend zum Liebling der Fans und zur Identifikationsfigur des Hamburger SV avanciert.

Im SPORT1-Interview spricht der 34-Jährige über sein erstes Hamburger Derby und den kommenden Gegner VfL Wolfsburg.

SPORT1: Herr van Nistelrooy, sind Sie mit dem 1:1 im Derby zufrieden?

Ruud van Nistelrooy: Natürlich können wir nicht zufrieden sein. Wir waren der Favorit und wir wollten drei Punkte mitnehmen. Außerdem bin ich nie mit einem Unentschieden zufrieden. ich glaube, kein Spieler sollte das sein. Man sollte immer gewinnen wollen.

SPORT1: Wie haben Sie Ihr erstes Spiel gegen St. Pauli erlebt?

Van Nistelrooy: Kein Spieler aus unserer Mannschaft hatte vorher so ein Derby gespielt. Trotzdem haben in den letzten Tagen alle gespürt, was den Hamburgern dieses Spiel bedeutet. Die Stimmung in diesem kleinen, engen Stadion war phänomenal. Das erinnerte mich schon an große Spiele wie Derbys in Manchester zwischen ManU und City oder in Madrid Real gegen Atletico oder die Duelle gegen Barcelona - auch wenn die Stadien natürlich größer sind.

SPORT1: Woran lag es, dass es nur zu einem Punkt gereicht hat?

Van Nistelrooy: St. Pauli hat sehr stark verteidigt, in der Defensive diszipliniert gespielt und das über 90 Minuten durchgehalten. Das haben sie sehr gut gemacht. Wir müssen froh sein, dass Mladen Petric uns mit seinem schönen Tor den Punkt gerettet hat.

SPORT1: Marcell Jansen sagte uns, man habe Sie vorn zu häufig allein gelassen. Sehen Sie das auch so, fehlte Unterstützung aus dem Mittelfeld?

Van Nistelrooy: Das kann als Mittelstürmer immer wieder passieren. Damit muss man leben. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir das Spiel des FC St.Pauli übernommen und es auch mit langen Bällen versucht haben. Vielleicht hätten wir häufiger von hinten raus kombinieren und den Ball langsam nach vorn spielen sollen. So war es schwer für das Mittelfeld, immer schnell genug nachzurücken.

SPORT1: Das nächste Nordderby steht an. Was dürfen die Fans am Mittwoch gegen den VfL Wolfsburg (Mi., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) erwarten?

Van Nistelrooy: Wir wollen ein gutes Spiel zeigen und nach zwei Unentschieden wieder mal drei Punkte einfahren. Das sind wir auch unseren Fans schuldig. Wolfsburg hat eine starke Mannschaft, aber es ist unser Ziel, im Europapokal zu spielen. Um das zu erreichen, müssen wir solche Spiele gewinnen.

SPORT1: Wo findet sich der HSV am Ende der Saison wieder?

Van Nistelrooy: Man muss sich hohe Ziele setzen. Wir haben eine starke Mannschaft. Warum sollte ich auf meine alten Tage nicht auch noch Meister in Deutschland werden? Das wäre doch schön.

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