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Peniel Mlapa wechselte im Sommer von 1860 München nach Hoffenheim © getty

Im SPORT1-Interview erklärt Peniel Mlapa den starken Saisonstart von 1899 und geht auf die Spielweise gegen den FC Bayern ein.

Von Mathias Frohnapfel

München - Das erste Bundesliga-Spiel hätte für Peniel Mlapa nicht besser laufen können:

Der Debütant traf und Hoffenheim schickte Werder mit 4:1 nach Hause.

Seitdem ist der 19-Jährige fester Bestandteil des 1899-Angriffs.

Mit den Himmelstürmern aus dem Kraichgau will er nun dem FC Bayern (ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) Paroli bieten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Und natürlich ist der Ex-Spieler von 1860 München hochmotiviert vorm Duell gegen den amtierenden Meister.

Nicht nur, weil er selbst gebürtiger Münchner ist.

Im SPORT1-Interview spricht Mlapa über das Schlagerspiel, seine schnelle Integration in Hoffenheim und die Erfahrungen als Zivildienstleistender im Krankenhaus.

SPORT1: Herr Mlapa, wie groß ist für Sie als gebürtigen Münchner die Vorfreude gegen den FC Bayern zu spielen?

Peniel Mlapa: Das ist mein erstes Spiel gegen den FC Bayern und also auch etwas Besonderes.

SPORT1: Ein Sieg wäre klasse, oder?

Mlapa: Klar, wäre es ein Traum gegen den FC Bayern zu gewinnen. Ich hänge das aber auch nicht so hoch. Das ist bestimmt nicht das Spiel meines Lebens.

SPORT1: Für Sie als ehemaligen "Löwen" muss ein Spiel gegen die Roten doch von Natur aus reizvoll, oder?

Mlapa: Nein, ich habe auch viele Freunde, die beim FC Bayern spielen. Ich lasse mich da nicht aufpushen, habe ein super Verhältnis zu den Bayern. Ansporn habe ich auch so genug.

[kaltura id="0_tzladfu3" class="full_size" title="Rangnick stapelt tief"]

SPORT1: Hoffenheim ist zumindest Favorit, was die aktuelle Tabellensituation anbetrifft.

Mlapa: Wer die Bayern kennt, weiß um ihre Stärken. Nach vier Spielen lässt sich außerdem noch nicht viel sagen.

SPORT1: Der 1. FC Köln hat mit einer sehr defensiven Grundausrichtung in München gepunktet. Könnte das ein Rezept für Ihr Team sein?

Mlapa: Da müssen Sie natürlich zuerst den Trainer fragen, aber unsere Taktik ist nie defensiv. Wir wollen immer Pressing spielen, da ist es egal, ob wir gegen Köln oder gegen Bayern antreten.

SPORT1: Wie erklären Sie sich den guten Start von 1899?

Mlapa: Wir haben in der Vorbereitung sehr gut gearbeitet, das macht sich jetzt bezahlt. Es gab auch nicht so viele Neuzugänge. Ich war im Grunde genommen der einzige Feldspieler, der neu mit ins Trainingslager gefahren ist.

SPORT1: Sie selbst haben mit guten Leistungen zum Sprung auf Tabellenplatz 2 beigetragen. Worin sehen Sie die Gründe für Ihren problemlosen Einstieg in Hoffenheim?

Mlapa: Die Integration ging sehr schnell, ich hatte gar keine Probleme. Auch die Vorbereitung hat sehr gut funktioniert. Es hat einfach alles gepasst.

SPORT1: Also war Hoffenheim für Sie die richtige Entscheidung?

Mlapa: Im Endeffekt bin ich glücklich, wie es gelaufen ist und wie wir jetzt dastehen. Es kann ja auch anders gehen, wie das Beispiel Schalke zeigt.

SPORT1: Sie haben bereits in Ihrem ersten Saisonspiel gegen Werder Bremen getroffen. Wie fühlte sich das an?

Mlapa: Es war ein super Gefühl, ich hätte nie gedacht, dass es so schnell geht. Ich habe natürlich gehofft, dass ich in die Startelf rutschen kann, aber nicht gedacht, dass es so rasch geht.

SPORT1: Und wie haben Sie bisher Trainer Ralf Rangnick kennengelernt?

Mlapa: Er führt viele Einzelgespräche, kann sehr gut erklären, was er will. Deshalb kommen die Spieler auch gut mit ihm klar.

SPORT1: Sie wurden im September vom DFB mit der Fritz-Walter-Medaille als Nachwuchsspielern des Jahres ausgezeichnet. Treibt Sie das zusätzlich an?

Mlapa: Auf jeden Fall. Mit den "Löwen" habe ich eine gute Saison hingelegt und wurde dann ausgezeichnet. Ich hoffe, ich kann so weitermachen. Wäre ja nicht schlecht, wenn ich nächstes Jahr wieder die Medaille bekommen würde (lacht).

SPORT1: Derzeit absolvieren Sie Ihren Zivildienst, wie lässt sich das mit dem Beruf als Fußballprofi vereinbaren?

Mlapa: Das klappt gut, ich nutze die Zeiten nach dem Training beziehungsweise meine freien Tage dafür. Die Arbeit ist jedoch keine Belastung für mich.

SPORT1: Sie arbeiten als "Zivi" im Krankenhaus, erkennt man Sie da schon als Fußballprofi?

Mlapa: Einige wissen das und wollen Autogramme. Das ist natürlich schön, wenn man angesprochen wird. Aber natürlich beschäftigen sich die Menschen dort vor allem mit ihren Krankheiten.

SPORT1: Haben Sie eigentlich für Ihre Freunde und Bekannten aus München Karten für das Spiel in Hoffenheim besorgt?

Mlapa: Nein, es kommen eigentlich nur meine Eltern, weil meine Freunde alle arbeiten müssen oder noch zur Schule gehen.

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