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Der Mainzer Andre Schürrle (M.) absolvierte bisher 36 Bundesligspiele © getty

Mainz will die Tabellenführung verteidigen, Hoffenheim lauert dahinter. Und die kriselnden Bayern müssen sich rehabilitieren.

München - Vorm fünften Spieltag (ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) führen Mainz und Hoffenheim überraschend die Bundesliga an. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vor allem für die 05er - die Kraichgauer waren ja 2008/09 Herbstmeister - ist die Spitzenposition eine ungewohnte Erfahrung - allerdings eine schöne.

"Die Jungs genießen es in der Kabine direkt nach dem Spiel, wenn alles von einem abfällt und man die Spielzusammenfassung sieht und sieht, was man geleistet hat", sagte Erfolgstrainer Thomas Tuchel.

"Weg nicht für eine Sekunde verlassen"

Die Saisonziele wolle man nicht verändern.

"Wir wollen ein gutes Training machen, nicht locker lassen und gute Leistungen bringen. Diesen Weg werden wir nicht für eine Sekunde verlassen, egal, ob wir Erster sind oder nicht", so Tuchel.

Zu Gast am Bruchweg ist der 1. FC Köln, der durch den Punktgewinn in München zuletzt Selbstvertrauen getankt hat.

Trainer Zvonimir Soldo hat Respekt vor der "großen Euphorie" bei den Mainzern und geht mit seinem Team (die voraussichtlichen Aufstellungen) als Außenseiter in die Partie.

Rangnick hat Respekt

Außenseiter auf dem Papier ist auch der FC Bayern bei 1899 Hoffenheim. Aber die Münchner wollen dringend ihren Stotterstart korrigieren und eine Rekord-Flaute in Sachen geschossener Tore abwenden.

Ralf Rangnick und Co. werden den Rekordmeister keineswegs unterschätzen.

"Die Bayern haben nicht schlecht gespielt. Das 0:0 gegen Bremen war ein richtig gutes Spiel. Und sie sind deutlich besser drauf, als zu Beginn der letzten Saison," erklärt Rangnick.

Sein Motto lautet "kontrollierte Defensive": "Wir müssen geduldig sein, kompakt stehen, in die Zweikämpfe kommen und torgefährlich werden."

Stürmer Peniel Mlapa träumt im SPORT1-Interview von einem Sieg.

[kaltura id="0_tzladfu3" class="full_size" title="Taktisches Tiefstapeln"]

Gelingt Werder die Wiedergutmachung?

Als drittes Spiel am Abend steigt in Hannover das kleine Nordderby.

Nach gutem Saisonstart musste 96 in Wolfsburg einen Dämpfer hinnehmen.

"Einsatz- und Leistungsbereitschaft auf hohem Niveau haben uns in den ersten Spielen dieser Saison stark gemacht. In Wolfsburg war unser Passspiel zu fahrig, als dass wir wirklich Torgefahr hätten entwickeln können", hat Mirko Slomka das Manko erkannt.

"Wundertüte" Werder Bremen will das 0:2 zuhause gegen Mainz wieder gutmachen.

"Wir müssen aktiv sein, mit gutem Selbstbewusstsein in die Partie gehen, wobei jeder seine Fähigkeiten einzubringen und die Aufgabe mutig anzupacken hat", fordert Thomas Schaaf.

SPORT1 präsentiert wissenswerte Fakten rund um die Partien am Dienstag (ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER):

FSV Mainz 05 - 1. FC Köln:

Sechsmal traten die Kölner zu einem Punktspiel in Mainz an, doch mehr als zwei Zweitliga-Unentschieden sprangen dabei nicht heraus.

Jetzt blieben die Rheinländer zweimal in Folge ohne Gegentor und trotzten dem Rekordmeister in München einen Punkt ab. Zudem holten sie mit Trainer Zvonimir Soldo auswärts mehr Punkte (24) als zu Hause (18).

Die Mainzer standen zehnmal in der Vereinsgeschichte auf dem letzten Platz und sind jetzt erstmals Erster. Zuvor hatten sie noch nie viermal in Folge gewonnen.

Der FSV verlor keins der letzten neun Punktspiele (sechs Siege, drei Unentschieden) und verbuchte in dieser Saison nach der Pause 8:0 Tore.

Andre Schürrle war in den letzten drei Runden jeweils als Einwechslungsspieler erfolgreich. Insgesamt erzielten die Mainzer schon vier Jokertore - so viele wie in der kompletten Aufsteiger-Saison. (Vergangene Saison: 1:0 und 0:1)

1899 Hoffenheim - Bayern München:

In beiden bisherigen Gastspielen in Hoffenheim erzielten die Bayern das 1:0, jeweils gab es am Ende ein Unentschieden, und alle sechs Treffer fielen in der ersten Halbzeit.

Trainer Ralf Rangnick verlor von seinen neun Heimspielen gegen die Münchner nur das erste, am 4. Mai 1999 mit Stuttgart 0:2.

Die TSG hat seit dem 0:2 gegen Köln vom 10. April keines der folgenden acht Punktspiele verloren (fünf gewonnen) und dabei immer ins Netz getroffen.

In den ersten vier Partien haben die Kraichgauer die wenigsten Gegentore kassiert (drei) und in der ersten Halbzeit die meisten geschossen (sechs).

Die Bayern erzielten mit nur zwei die wenigsten Treffer der Liga und blieben dreimal in Folge torlos, was ihnen zuletzt zwischen vom 24. bis 26. Spieltag der Saison 1997/98 passierte.

Zwei 0:0 in Serie gab es für sie zuletzt im Dezember 2007. Andererseits kassierten die Münchner in sieben Pflichtspielen der Saison nur drei Gegentore. (Vergangene Saison: 1:1 und 0:2)

Hannover 96 - Werder Bremen:

Kein Klub feierte in Hannover mehr als die neun Siege der Bremer, die dort mit 48 auch die meisten Tore erzielten.

Von den letzten 14 Heimspielen gegen Werder gewannen die 96er nur das am 8. Dezember 2007, als Mike Hanke beim 4:3 ein Dreierpack gelang.

Die Niedersachsen, deren Trainer Mirko Slomka sein 100. Bundesligaspiel bestreitet, verloren nur eins der letzten sechs Heimspiele (1:4 gegen Köln am 27. März) und erzielten in den letzten vier Heimpartien insgesamt 14 Treffer.

Aus den letzten beiden Punktspielen holten sie aber mit jeweils zwei Gegentoren insgesamt ebenso nur einen Punkt wie die Bremer, die nur eine der letzten fünf Ligapartien (4:2 gegen Köln am 28. August) gewannen.

In den letzten sieben Pflichtspielen blieb Werder nur beim 0:0 in München ohne Gegentor. (Vergangene Saison: 1:5 und 0:0)

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