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Schlussjubel mit (v.l.) Olic und Schweinsteiger: van Buyten (r.) freut sich über seinen Treffer © getty

Der Knoten scheint geplatzt: Durch eine Leistungsteigerung in der zweiten Halbzeit drehen die Münchner das Spiel in Hoffenheim.

Sinsheim - Schnellstes Gegentor der Saison, aber Thomas Müller und Daniel van Buyten als Retter:

Der WM-Torschützenkönig (63.) und der belgische Abwehrhüne mit seinem Tor in der Nachspielzeit bescherten dem deutschen Meister Bayern München einen glücklichen 2:1 (0:1)-Sieg bei 1899 Hoffenheim (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Damit machten die Bayern, die zuvor dreimal in Folge ohne Sieg waren, den erhofften Sprung nach vorne auf Platz sieben 290019 (DIASHOW: Der 5. Spieltag).

"Turbo" Vedad Ibisevic hatte das Münchner Starensemble mit seinem Tor nach nur 36 Sekunden schockiert.

Der Ball sprang vom Innenpfosten über die Linie. Es war das zweite Saisontor für den Bosnier.

Müller schlägt zurück

Die Bayern-Abwehr um Holger Badstuber machte keinen guten Eindruck.

Doch Müller schlug in der zweiten Halbzeit ebenfalls mit seinem zweiten Treffer der laufenden Spielzeit zurück.

Bei der Vorbereitung knickte der Franzose Franck Ribery um und musste unmittelbar im Anschluss ausgewechselt werden. In der Nachspielzeit staubte Van Buyten aus kurzer Distanz ab.

Schlimme Verletzung bei Ribery

Präsident Uli Hoeneß wollte vom berühmten Bayern-Dusel nichts wissen. "Wenn irgendjemand sagt, Bayern hätte Glück gehabt, der hat das falsche Spiel gesehen. Wir hatten zig Torchancen, Hoffenheim war doch stehend K.o.", sagte er.

Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge bekannte, dass "uns die drei Punkte gut tun" und sorgte sich um Ribery: "Die erste Diagnose sieht nicht gut aus. Es könnte sein, dass etwas am Sprunggelenk kaputt ist und er länger ausfällt."

Auch Bayern-Trainer Louis van Gaal gab wenig Grund zu Optimismus: "Ich glaube, dass es eine schwere Verletzung ist."

Vom Spiel war der Niederländer insgesamt begeistert: "Wir haben so viel Druck gemacht, dass wir den Sieg verdient haben. Natürlich hatten wir ein bisschen Glück, aber wir haben es heute erzwungen. Schon in der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, in der zweiten hatten wir dann noch mehr Willen und Glauben."

Rangnick: "Es ist bitter"

Sein Hoffenheimer Pendant Ralf Rangnick resümierte: "Wir haben einen Riesenaufwand betrieben und hatten in der 87. Minute selbst die große Chance zum Siegtreffer. Wenn man dann in der Nachspielzeit verliert, ist das ganz bitter. Einen Punkt hätten wir heute auf jeden Fall verdient gehabt. Wir müssen jetzt den Blick nach vorne richten und versuchen, am Freitag in Köln zu gewinnen."

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim zeigten sich die Bayern vom frühen Rückstand nicht geschockt und bestimmten unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw weitgehend die Partie.

Die erste Chance für die Gäste hatte Bastian Schweinsteiger (7.), der nach einer Flanke von Toni Kroos mit einem Kopfball das Tor verfehlte.

Butt muss sich strecken

Fünf Minuten später passte Kroos auf den im Abseits stehenden Nationalstürmer Miroslav Klose, statt selbst den Abschluss zu suchen.

Auf der Gegenseite verhinderte Schlussmann Jörg Butt bei einem Schuss von Andreas Beck (26.) das 0:2. Sejad Salihovic traf per Freistoß kurz vor der Pause nur den Pfosten.

Van Gaal, der sich demnächst mit der Klubführung über die vorzeitige Verlängerung um ein weiteres Jahr bis 2012 unterhalten will, reagierte zur Halbzeit und brachte Olic und Danijel Pranjic für Kroos und Diego Contento.

Große Chance

Doch besser wurden die Bayern zunächst nicht.

Stattdessen hätte der eingewechselte Boris Vukcevic das 2:0 erzielen können, doch sein abgefälschter Schuss trudelte knapp am Tor vorbei.

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