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Didier Ya Konan (r.) erzielte in der 53. Minute sein drittes Saisontor © getty

Die 96er lassen die Werder-Defensive ganz alt aussehen und setzten ihren Höhenflug fort. Der Druck auf Bremen wächst.

Hannover - Werder Bremen läuft in der Bundesliga weiter den eigenen Ansprüchen hinterher.

Der Champions-League-Teilnehmer verlor bei Hannover 96 mit 1:4 (1:1) und steht nach nun vier Pflichtspielen ohne Sieg vor dem brisanten "großen" Nordderby am kommenden Samstag gegen den Hamburger SV stark unter Druck.

Die Hannoveraner blieben hingegen auch im dritten Heimspiel ungeschlagen und untermauerten durch den Erfolg in der 100. Bundesliga-Partie von Trainer Mirko Slomka ihren starken Saisonstart.

Eigentor und Elfmeter

Die Gastgeber gingen dank unfreiwilliger Mithilfe des Gegners früh Führung. 290019(DIASHOW: Der 5. Spieltag)

Von 96-Stürmer Didier Ya Konan stark bedrängt, bugsierte Bremens Außenverteidiger Clemens Fritz den Ball an seinem Torhüter Tim Wiese vorbei ins eigene Netz (11.).

Torsten Frings glich für Werder per Foulelfmeter aus (36.). Zuvor hatte Hannovers Innenverteidiger Emanuel Pogatetz den bei einer Freistoßhereingabe heranstürmenden Sebastian Prödl zu Fall gebracht.

Nach dem Seitenwechsel besorgten Ya Konan (53.), der Ex-Bremer Christian Schulz (79.) und Mohammed Abdellaoue (90.+2) die weiteren Treffer für die Gastgeber. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schaaf: "Zu einfach, Tore gegen uns zu schießen"

"Mit der Leistung bin ich überhaupt nicht zufrieden. Es reicht nicht aus, wenn man all die Dinge, die unser Spiel auszeichnen, nur kurzfristig aufflackern lässt", war Thomas Schaaf angefressen:

"Wir müssen jetzt konzentriert arbeiten, um an Sicherheit zu gewinnen und auch wieder besondere Dinge darstellen zu können. Momentan ist es zu einfach, gegen uns Tore zu schießen. Jetzt sind alle gefordert."

Slomka freut sich über "kochende Arena"

Sein Gegenüber Mirko Slomka war natürlich glücklich und zufrieden. "Die Arena hat gekocht. Wir haben die offensivstarken Bremer nicht ins Spiel kommen lassen und uns gut bewegt", so der 96-Coach:

"Wir waren in jedem Zweikampf präsent, es war eine gute Leistung. Die Befürchtung, dass die Mannschaft jetzt abhebt, habe ich nicht."

Silvestre unsicher

Die Niedersachsen drückten vor 43.127 Zuschauern in ihrer heimischen Arena von Beginn an aufs Tempo.

Dabei profitierte Hannover immer wieder von Fehlern in der verunsichert wirkenden Bremer Hintermannschaft.

So erwies sich besonders Zugang Mikael Silvestre auf der linken defensiven Außenbahn wiederholt als Schwachpunkt. Zählbares sprang für die Gastgeber vorerst aber nicht heraus.

Schaafs Änderungen ohne Wirkung

Werders Gegenwehr hielt sich zunächst in Grenzen.

Dabei hatte Trainer Thomas Schaaf seine Startformation nach der desolaten Leistung beim 0:2 am vergangenen Samstag gegen den FSV Mainz 05 auf drei Positionen verändert.

Für Tim Borowski, Marko Arnautovic und Hugo Almeida rückten Philipp Bargfrede, Wesley und Sandro Wagner in die erste Elf.

Für Schwung sorgte aber auch dieses Trio zunächst nicht.

Fritz scheitert an der Latte

Erst nach gut 25 Minuten konnten sich die Bremer ein wenig befreien und kamen zu ihrer ersten guten Möglichkeit.

Eigentorschütze Fritz traf aus halbrechter Position nur die Latte des 96-Tores (27.).

Doch auch Hannover drängte weiter und kam durch Ya Konan vielversprechend zum Abschluss (32.).

Vier Minuten später zeigte Schiedsrichter Felix Brych (München) dann auf den Elfmeterpunkt, und Frings ließ sich die Chance nicht entgehen.

Ya Konan vollstreckt ganz cool

Nach dem abwechslungsreichen ersten Durchgang kam Hannover auch mit Wiederbeginn schwungvoller aus der Kabine und wurde erneut schnell belohnt.

Werder leistete sich einen haarsträubenden Ballverlust im Aufbau, die 96-Offenive schaltete umgehend, und Ya Konan behielt im Duell mit Wiese die Nerven und erzielte sein drittes Saisontor.

Die erneute Führung beflügelte die Platzherren weiter.

Schulz erhöht - Abdellaoue mit dem Schklusspunkt

Werder hatte den schnellen Angriffsaktionen nur wenig entgegenzusetzen.

Erst nach 65 Minuten erholten sich die Hanseaten und verbuchten wieder Angriffsaktionen.

Hannover blieb allerdings ebenfalls weiter gefährlich und kam durch Schulz zum verdienten dritten Treffer. Den Schlusspunkt setzt dann Abdeallaoue.

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