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Franck Ribery wird in der 63. Minute unter Schmerzen vom Platz getragen © imago

Der FC Bayern muss mindestens einen Monat auf den Franzosen verzichten. Er erlitt laut Diagnose einen Riss in Außenband und Kapsel.

Von Andreas Kloo und Christian Ortlepp

München - Franck Ribery wird dem FC Bayern München mindestens vier Wochen fehlen.

Beim 2:1-Sieg der Bayern in Hoffenheim hat sich Franck Ribery das vordere Außenband sowie die Kapsel im rechten Sprunggelenk gerissen.

Dies ergab eine Kernspintomographie am Mittwochvormittag bei Bayern-Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

Bayerns Superstar war bei der Vorlage zum 1:1 durch Thomas Müller in der 63. Minute umgeknickt und musste ausgewechselt worden.

Van Gaal erleichtert

"Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Wir hatten Glück im Unglück. Jetzt müssen wir schauen, dass sich Franck gut auskuriert", sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal.

Auch der Sportdirektor sprach von "Glück im Unglück: "Er muss nicht operiert werden", atmete Christian Nerlinger auf.

"Ich denke, dass er in drei Wochen vielleicht wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen kann."

Nach Auskunft von Müller-Wohlfarth muss Ribery zehn Tage einen Gips tragen, anschließend folgen je zehn Tage im Spezialschuh und zehn Tage Aufbautraining. .290019 (DIASHOW: Der 5. Spieltag)

Promi-Treffen bei Müller-Wohlfahrt

Am Mittwochmorgen hatte sich Ribery um 10 Uhr zur genauen Untersuchung bei Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt begeben.

[kaltura id="0_rdgjplkg" class="full_size" title="Vier Wochen Pause f r Ribery"]

Dort gaben sich die Promis ohnehin die Klinke in die Hand, denn zur Untersuchung weilten unter anderem auch Dortmunds verletzter Kapitän Sebastian Kehl und Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

"Natürlich ist Franck für uns ein äußerst wichtiger Spieler", bedauerte Nerlinger den Ausfall des Franzosen.

Zumal Arjen Robben nach seinem Muskelbündelriss in diesem Jahr wohl nicht mehr auf den Platz zurückkehren wird. So fehlt den Münchnern vorerst ihre komplette Flügelzange Rib Rob.

Sorgen um Psyche

Nerlinger macht sich weniger Sorgen um die Mannschaft, als vielmehr um die psychischen Folgen der neuerlichen Verletzung für Ribery: "Viel schwieriger ist es aber jetzt für ihn, mit der Situation umzugehen."

Denn für Ribery setzt sich die Leidenszeit aus der vergangenen Saison fort. Wegen Verletzungen an Patellasehne und Adduktoren kam überhaupt nicht in Tritt, absolvierte nur 19 Liga-Spiele.

In der Sommerpause ließ er sich an beiden Leisten operieren und stieg verspätet in die Vorbereitung ein.

Persönliche Ziele bleiben unerfüllt

Die guten Vorsätze des Franzosen für diese Spielzeit sind damit dahin.

"Diese Saison will ich zu 100 Prozent fit sein und alle Spiele machen. Ich werde eine große Saison spielen - für mich, für den Klub und für alle Fans", hatte er vor Saisonstart im SPORT1-Interview erklärt.

Nerlinger glaubt an schnelle Erholung

Auch die Bayern-Verantwortlichen hatten sich einen verletzungsfreien Ribery gewünscht: "Er hat hervorragend trainiert und alles gegeben", berichtete Nerlinger.

Die neuerliche Verletzung sei "jetzt natürlich ein Rückschlag, aber ein kleiner Rückschlag, von dem er sich sehr schnell erholen wird", bleibt der Manager optimistisch.

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