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Die Gladbacher Filip Daems (l.) und Logan Bailly kassierten in Stuttgart sieben Gegentreffer © getty

Gladbach will nach der Stuttgart-Klatsche gegen St. Pauli Wiedergutmachung Für Königsblau zählen nur drei Punkte. Faktenvorschau.

München - Teil zwei der englischen Woche: Mit sechs Partien wird der 5. Spieltag abgeschlossen (ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER):

Besonnders im Blickpunkt stehen dabei der FC Schalke (in Freiburg) und nach dem 0:7-Debakel beim VfB Stuttgart Borussia Mönchengladbach.

Wer nach dem Waterloo im Ländle eine Abstrafung der Fohlen-Elf erwartet hatte, sieht sich aber getäuscht.

Coach Michael Frontzeck schickt gegen St. Pauli sein Team nahezu unverändert aufs Feld. (VIDEO: Frustrierte Folgen in Gladbach)

"Ich werde nicht den Stab über der Mannschaft brechen. Sie hat mein volles Vertrauen", kündigt Frontzeck an. Nur Dante fehlt gegen die Hanseaten in der Startelf.

Der Verteidiger brach sich in Stuttgart den Fußwurzelknochen des linken Fußes an und fällt mehrere Wochen aus.

Eberl zweifelt nicht an Mannschaft

Angesichts der höchsten Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte überrascht die Nibelungentreue ein wenig.

Auch Sportdirektor Max Eberl vertraut dem Team weiterhin: "Ich zweifle in keiner Weise an der Einstellung und der Charakterstärke der Mannschaft."

Stellt sich die Frage, wie lange der Vertrauensvorschuss der Spieler hält. Bei einer weiteren Pleite gegen St. Pauli düfte das Team härtere Konsequenzen fürchten müssen.

Magath glaubt an Meistertitel

Unter Druck steht auch Schalke vor dem Gastspiel in Freiburg. Nach vier Spielen sind die Gelsenkirchener noch ohne Punkte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Felix Magath gibt sich nach außen hin dennoch optimistisch:

"Natürlich ist die aktuelle Situation unbefriedigend und belastend. Aber ich bin weiterhin davon überzeugt, dass dieser Umbruch ohne Alternative ist, um Schalke so aufzustellen, dass wir in den nächsten Jahren Meister werden können."

Metzelder-Rückkehr möglich

Noch mag man sich beim Bundesliga-Schlusslicht gar nicht ausmalen, was eine weitere Niederlage bei den Breisgauern, die zuletzt dreimal in Folge siegreich waren, auslösen könnte.

Dabei mithelfen, ein solches Schreckensszenario zu verhindern, könnte Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder.

[kaltura id="0_m21zw3l5" class="full_size" title="Magath hat keine Argumente"]

Der 29-Jährige hat seine Adduktorenprobleme überwunden und ist für Magath ungeachtet seiner jüngsten Formschwäche eine Option.

Historie als schlechtes Omen

Statistiken belegen, dass es für die Gelsenkirchener bei einer weiteren Niederlage wirklich eng werden könnte.

In der Liga-Historie kam es bislang sieben Mal vor, dass ein Team mit fünf Niederlagen in die Saison startete.

Immerhin dreimal bedeutete eine solche Misserfolgsserie den Abstieg: Rot-Weiß Oberhausen erwischte es 1973, Fortuna Düsseldorf 1992 und Hansa Rostock 2008.

SPORT1 hat die weiteren Fakten zu den Mitwochsspielen (ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER):

Borussia Mönchengladbach - FC St. Pauli

Frontzecks einzige Änderung in der Startformation gegenüber der 0:7-Niederlage in Stuttgart ist verletzungsbedingt: Bamba Anderson ersetzt Vertediger Dante (Knochenanbruch in der Fußwurzel).

Pauli-Coach Holger Stanislawski setzt auf die Mannschaft, die gegen den HSV ein 1:1 erreichte. Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah steht beim Aufsteiger erneut als Einwechselspieler bereit.

Nur ein Auswärtssieg steht für die Hamburger in Mönchengladbach zu Buche: Am 17. September 1996 gewann der Kiez-Klub am Bökelberg mit 4:2. (die voraussichtlichen Aufstellungen)

SC Freiburg - Schalke 04

Bei den Königsblauen kehrt Metzelder nach seiner Leistenverletzung ins Team zurück und könnte für den gesperrten Nicolas Plestan auflaufen.

Jermaine Jones, der im Revierderby wegen muskulärer Probleme geschont wurde, dürfte wieder in die Startelf rücken.

Bei Freiburg fehlt weiter Stammtorwart Simon Pouplin. Für ihn wird wie zuletzt beim 1:0 in Frankfurt Oliver Baumann zwischen den Pfosten stehen.

Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt

Vor knapp einem Jahr lag Frankfurt beim 0:4 in Leverkusen bereits nach elf Minuten 0:3 zurück.

Nach dem schwachen Saisonstart mit nur drei Punkten muss die Eintracht ein ähnliches Szenario vermeiden.

Trainer Michael Skibbe baut dabei auf Kapitän Chris, der nach verschiedenen Verletzungen und Erkrankungen wohl wieder in die Startelf zurückkehren wird. Auf Seiten der Gastgeber fällt neben Michael Ballack auch Stefan Kießling (Syndesmoseriss) aus.

Renato Augusto (Patellasehnen-Probleme) und Patrick Helmes (Läsion im Oberschenkel) stehen auf der Kippe. Simon Rolfes fehlt wegen Trainingsrückstandes wohl erneut.

Borussia Dortmund - 1. FC Kaiserslautern

Dortmund geht mit dem Rückenwind aus dem Derbysieg gegen Schalke in die Begegnung, muss aber weiterhin Ausfälle verkraften. Kapitän Sebastian Kehl, Dede, Tamas Hajnal, Mohamed Zidan und Florian Kringe stehen nicht zur Verfügung.

Der FCK muss auf die verletzten Chadli Amri und Jan Simunek sowie den kranken Stiven Rivic verzichten. Weil die drei Profis zuletzt ohnehin nicht erste Wahl waren, dürfte Trainer Marco Kurz der Startelf gegen 1899 Hoffenheim vertrauen.

Der letzte Bundesliga-Sieg in Dortmund gelang den Pfälzern vor fast zehn Jahren, am 28. Oktober 2000. Seitdem hat der BVB vier seiner fünf Heimspiele gegen die Roten Teufel gewonnen.

Hamburger SV - VfL Wolfsburg

Bei den Hanseaten wird Mladen Petric, Torschütze beim 1:1 gegen St. Pauli, Paolo Guerrero ersetzen. Der Peruaner laboriert an einer Wadenverletzung. In Wolfsburg gab es nach dem 2:0 gegen Hannover 96 und dem ersten Saisonsieg auch in Sachen Diego Entwarnung.

Der Neuzugang kann trotz eines Blutergusses im Rippenbereich in Hamburg auflaufen. Fehlen wird dagegen Sascha Riether (Verhärtung im Oberschenkel).

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart

Der 1. FC Nürnberg ist als einzige Mannschaft neben Schalke noch sieglos. Gegen Stuttgart verlor der Club fünf seiner letzten acht Heimspiele, den letzten Sieg gab es im Januar 2007.

Die Nürnberger haben keine Personalprobleme, bei den Schwaben kehrt Serdar Tasci nach überstandenen Adduktorenproblemen zurück. Matthieu Delpierre plagen erneut Kniebeschwerden.

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