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Frankfurts Köhler (l.) schirmt den Ball vor Leverkusens Daniel Schwaab ab © getty

Die Werkself gewinnt durch einen verwandelten Elfmeter von Vidal kurz vor Schluss. Der Frankfurter Patrick Ochs fliegt vom Platz.

Leverkusen - Arturo Vidal hat die Rumpfelf von Bayer Leverkusen zurück in die Erfolgsspur geführt.

Der Chilene erzielte per Foulelfmeter den 2:1 (1:1)-Siegtreffer gegen Eintracht Frankfurt und bescherte der stark ersatzgeschwächten Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes den ersten Sieg nach drei Spielen.

Mit acht Punkten gelang den Leverkusenern, bei denen Kapitän Simon Rolfes nach 241 Tagen sein Comeback gab, damit der Sprung in die obere Hälfte. 290019 (DIASHOW: Der 5. Spieltag)

Die Frankfurter finden sich dagegen nach der vierten Niederlage im fünften Spiel im Tabellenkeller wieder.

Vor 24.404 Zuschauern in der BayArena besorgte Lars Bender (9.) den Leverkusener Führungstreffer, doch der Grieche Theofanis Gekas (18.) erzielte an alter Wirkungsstätte der Ausgleich.

Patrick Ochs sah vor dem Elfmeter wegen einer Notbremse die Rote Karte.

Skibbe ist "bedient"

Heynckes sprach von einem "glücklichen Sieg" und bescheinigte der Eintracht, "sehr guten Fußball" gespielt zu haben.

"Meine Mannschaft hat kämpferisch sehr gut agiert. Wenn es mal schwierig und holprig wird, muss man die Ärmel hochkrempeln. Das hat sie gemacht und auch an sich geglaubt", sagte Heynckes.

Sein Frankfurter Kollege Michael Skibbe war "total enttäuscht. Wir sind bedient, werden aber wieder aufstehen."

Kießling und Helmes werden vermisst

Angesichts der vielen Verletzten blieb bei Bayer vieles Stückwerk. Vor allem in der Kreativabteilung mangelte es an Ideen und Spielwitz. Die Ausfälle von Stefan Kießling (Syndesmoseriss) und Patrick Helmes (Läsion im Oberschenkel) konnten kaum kompensiert werden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auch für Spielmacher Renato Augusto (Patellasehnenreizung) langte es nur zu einem Kurzeinsatz. Dazu hatte sich auch noch Außenverteidiger Gonzalo Castro (Muskelfaserriss im Oberschenkel) neben dem Langzeitverletzten Michael Ballack (Fraktur des Schienbeinkopfes) abgemeldet.

Gekas trifft per Kopf

Umso überraschender gelang den Rheinländern der frühe Führungstreffer. Gleich die erste Torchance verwertete Bender nach Flanke von Nicolai Jörgensen zum 1:0.

Wer nun dachte, dass Ruhe und Sicherheit ins Leverkusener Spiel kehrt, sah sich getäuscht.

Stattdessen waren es die Frankfurter, die das Spiel an sich rissen und prompt belohnt wurden.

Nach Flanke von Ochs war der frühere Leverkusener Theofanis Gekas per Kopf zur Stelle (18.).

Adler im Blickpunkt

Auch in der Folgezeit blieben die Hessen stets gefährlich. Mitte der ersten Halbzeit verhinderte Rene Adler bei einem gefährlichen Schuss von Halil Altintop aus spitzem Winkel gerade noch den Rückstand (24.).

Bereits in der fünften Minute hatte der Torwart bei einem Kopfball von Benjamin Köhler sein ganzes Können aufbieten müssen.

Rolfes gibt sein Comeback

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brandete bei den Leverkusenern dann aber doch Jubel auf. Nach überstandenem Knorpelschaden kam Rolfes, der Bender ersetzte, zu seinem Comeback.

Am Spiel änderte sich dadurch aber nicht viel.

Die großen Torchancen blieben aus, die besten Gelegenheiten hatte zunächst noch Hanno Balitsch (47. und 61.), ehe Rolfes das 2:1 auf dem Fuß hatte (79.).

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