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Marcell Jansen (l.) und Eric Maxim Choupo-Moting attackieren Grafite © getty

Der Hamburger SV macht das Spiel, Wolfsburg nimmt die Punkte mit nach Hause. Das Sturmduo Dzeko/Grafite schlägt eiskalt zu.

Hamburg - Der VfL Wolfsburg hat den Hamburger SV und Ex-Trainer Armin Veh geschockt und den Hanseaten drei Tage vor dem emotionalen Nordderby gegen Werder Bremen die erste Saisonniederlage beigebracht. 290019 (DIASHOW: Der 5. Spieltag)

Die Tore von Edin Dzeko (15.) und Grafite (71., 78.) stellten beim 3:1 (1:1)-Erfolg der Wolfsburger den Spielverlauf vor 50.231 Zuschauern in der HSV-Arena allerdings auf den Kopf.

Für den drückend überlegenen HSV war nur Maxim Choupo-Moting (27.) erfolgreich.

"Bessere Mannschaft hat verloren"

"Heute hat die bessere Mannschaft verloren", meinte Veh frustriert: "Es ist unheimlich bitter, so ein Spiel zu verlieren. Wir haben die Partie klar dominiert und hatten unheimlich viele Chancen."

Sein Gegenüber Steve McClaren war dagegen überglücklich: "Das war ein großer Sieg für uns, der sehr wichtig war."

Dzeko mit dem ersten Nadelstich

Für HSV-Trainer Veh war es das erste Wiedersehen mit dem VfL nach der Beurlaubung in Wolfsburg im Januar. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vor der Partie hatte er eine richtige Entscheidung getroffen, als er Youngster Coupo-Moting in der Startaufstellung im linken Mittelfeld an Stelle des formschwachen Niederländers Eljero Elia aufbot.

Der Nationalspieler aus Kamerun war nach einer Flanke von Jonathan Pitroipa mit dem Kopf zum hochverdienten Ausgleich zur Stelle.

Dzeko hatte die Niedersachsen nach einem Konter zuvor völlig überraschend in Führung gebracht und den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf gestellt.

Furioser Beginn des HSV

Die Gastgeber brannten in der ersten Viertelstunde vor 50.231 Zuschauern ein Offensivfeuerwerk ab, bei dem sie den Wolfsburgern kaum Zeit zum Luftholen ließen.

Das Geschehen spielte sich ausschließlich in der VfL-Hälfte ab, und es war vor allem Mladen Petric, der mehrmals kurz vor einem Torerfolg stand.

In der 4. Minute verpasste er das Tor nur knapp, in der 7. und 10. Minute verhinderte Torwart Diego Benaglio mit Glanztaten einen Rückstand seines Teams.

Jansen leitet Gegentor ein

Um so überraschender fiel die Führung für den VfL mit dem ersten Angriff.

Nach einem Fehlpass von Marcell Jansen lief Peter Pekarik aus der eigenen Hälfte über das halbe Spielfeld und schlug einen präzisen Pass vors Tor, wo Dzeko vor Heiko Westermann an den Ball kam und bei seinem fünften Saisontreffer Frank Rost keine Chance ließ.

Chancen auf beiden Seiten

Nach dem Ausgleich gab es in der unterhaltsamen Partie Chancen auf beiden Seiten.

So verpasste Westermann (29.) nach einem Freistoß das VfL-Gehäuse knapp.

Auf der anderen Seite verhinderte Rost bei einem versuchten Lupfer des freistehenden Dzeko (31.) den möglichen erneuten Rückstand.

Bei einem weiteren Konter spielte Grafite den erneut freien Dzeko in der 36. Minute zu unpräzise an.

Westermann an den Pfosten

Auch die Anfangsphase der zweiten Hälfte dominierten die sehr engagierten Hamburger.

Die Niedersachsen hatten viel Glück, dass sie nicht früh in Rückstand gerieten.

Zunächst verpasste Ruud van Nistelrooy eine Flanke von Ze Roberto nur knapp. Wenig später köpfte Westermann einen Eckball an den Pfosten (53.).

McClarens Taktik geht auf

Wolfsburg stand überwiegend in der eigenen Abwehr, verteidigte und wartete ausschließlich auf Konter.

Diese Taktik ging auf, als Grafite zur Führung bei einem der wenigen Entlastungsangriffe traf und wenig später die entblößte HSV-Verteidigung nach einem zweiten Patzer von Jansen erneut schlecht aussehen ließ.

VfL-Coach Steve McClaren feierte nach dem Fehlstart seiner Mannschaft damit den zweiten Dreier in Folge.

Kurz vor Schluss wurde die Partie kurz unterbrochen, weil zwei HSV-Fans auf das Spielfeld gelaufen waren.

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