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Ivica Olic (l.) erzielte im Vorjahr elf Ligatore, Thomas Müller 13 Stück © imago

Thomas Müller und Ivica Olic könnten nach dem Ausfall der Superstars Bayerns neue Flügelzange bilden - und sind nicht abgeneigt.

Vom FC Bayern berichtenTim Tonner und Christian Ortlepp

München - Sie wollten so gerne beneidet werden, die Münchner Bayern.

Und zwar um ihre Flügelzange in Person von Arjen Robben und Franck Ribery.

Angeführt von den beiden Ausnahmespielern sah man die Offensive des FC Bayern mindestens auf Augenhöhe mit Europas Top-Klubs - vielleicht sogar ein bisschen weiter vorne.

Nachdem der Niederländer allerdings schon seit Saisonbeginn ausfällt und wohl kein Spiel mehr in diesem Jahr absolvieren wird, fehlt jetzt auch der Franzose mindestens vier Wochen.

Spitzenreiter zu Gast

Vor dem nächsten Kräftemessen gegen Spitzenreiter Mainz 05 (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) lautet demnach die große Frage:

Wer ersetzt die beiden?

Als Robben-Vertreter hat sich Thomas Müller auf der rechten Seite schon etabliert.

Neuer Name begeistert

Auf links könnte jetzt die Stunde von Ivica Olic schlagen. Aus "Robbery" wird also "Müllic"?

"Natürlich könnte es so sein", sagt Müller mit einem Schmunzeln auf Nachfrage von SPORT1.

Von dem neuen Namen ist auch der Kroate begeistert. "Nicht schlecht. Den höre ich jetzt zum ersten Mal", meint er.

Kroos zwischen Müller und Olic

Bekannt als nimmermüder Kämpfer, der bisher noch torlos ist in dieser Saison, würde er gerne in die Bresche springen.

[kaltura id="0_rdgjplkg" class="full_size" title="Vier Wochen Pause f r Ribery"]

"Wenn der Trainer denkt, ich soll links spielen, dann spiele ich auch dort", so der 31-Jährige.

Offen ist dann noch die Position des Zehners: Dort hat wohl Toni Kroos die besten Chancen auf weitere Einsätze.

Auch wenn er bisher nicht als Spielmacher überzeugen konnte und im Vorjahr in Leverkusens linkem Mittelfeld stark aufspielte.

Müller mal hier, mal da

Wirklich bange ist den Bayern jedenfalls nicht ohne Robben und Ribery: Die beiden Superstars seien zwar "enorme Hilfen" und "außergewöhnliche Spieler".

Aber: "Ein Verein wie der FC Bayern muss das auffangen können", fordert auch Philipp Lahm im SPORT1-Interview.

Müller und Olic sind ebenso überzeugt davon, dass die Offensivabteilung des Rekordmeisters auch ohne das Duo genug Qualität habe - egal wer wo spiele.

"Mal fange ich rechts an und spiele dann in der Mitte, mal ist es umgekehrt. Gegen Rom war ich auch links", so Müller, der "kein Problem mit der rechten Seite hat, aber lieber spiele ich in der Mitte".

Fünf Mann für vier Positionen

In den bisherigen Startformationen der sieben Pflichtspiele dieser Saison kamen im offensiven Mittelfeld und Sturm fünf verschiedene Profis zum Einsatz: Müller, Olic, Miroslav Klose, Kroos und Ribery.

In der Champions League gegen den AS Rom durfte einmal notgedrungen Hamit Altintop ran, weil Ribery noch gesperrt war.

Louis van Gaal tauschte zwar die Positionen immer mal wieder durch, vertraute aber seinem Stammpersonal und änderte nichts an der Grundausrichtung.

"Mehr Durchschlagskraft" durch 4-4-2

Eine andere taktische Variante, auf die der niederländische Coach nur nach Wechseln gegen Spielende mal umstellte, ist ein 4-4-2 mit zwei klassischen Stürmern.

Dafür stünden Klose, Olic und Gomez bereit.

"In Hoffenheim hat der Trainer mit Ivi (Olic, Anm.d.Red.) einen zusätzlichen Stürmer gebracht. Das war ein Signal, da war noch mehr Durschlagskraft vorne", weiß Müller.

"Stehen immer noch unter Druck"

Die nächste Aufstellung interessiert ihn aber gar nicht so sehr, viel wichtiger ist das Gefühl von wiedererlangtem Selbstbewusstsein. 290019(DIASHOW: Der 5. Spieltag)

"Für uns war es enorm wichtig, diesen Bann zu brechen und zu sehen, dass wir wieder Tore schießen und gewinnen können."

Aber Müller relativiert auch: "Wir stehen immer noch unter Druck, weil wir noch nicht die Punkte haben, die wir eigentlich haben wollten."

Viel Respekt vor Mainz

Jetzt müsse man nachlegen, auch wenn der 21-Jährige viel Respekt vor Mainz hat. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Tuchel hat eine klare Taktik, der sich das ganze Team unterordnet. Holtby und Schürrle kenne ich aus der U21-Nationalmannschaft. Die sind variabel und stark im Dribbling - das sind gute Jungs."

Daher will sich Müller auch nicht so richtig auf einen Favoriten für Samstag festlegen: "Wir haben den besseren Kader, Mainz die bessere Form."

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