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Beim "Day of Legends" kickten Barbarez und Labbadia 2007 in Hamburg zusammen © getty

Vor dem Werkself-Duell gegen Wolfsburg erklärt Leverkusens Ex-Stürmer Sergej Barbarez das Erfolgsgeheimnis des Labbadia-Teams.

Von Manuel Krons

Leverkusen - Zurzeit läuft es blendend bei Bayer Leverkusen.

Vor dem heutigen Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (ab 20 Uhr LIVE) hat sich das Team von Trainer Bruno Labbadia in der Spitzengruppe der Liga etabliert.

Satte 21 Punkte auf dem Konto, mit 24:11 das beste Torverhältnis der Liga und Platz zwei der Tabelle.

Für Ex-Bayer-Torjäger Sergej Barbarez war der plötzliche Höhenflug seiner ehemaligen Kollegen absehbar: "Ich bin nicht überrascht und habe ihnen das immer zugetraut. Das Potenzial ist riesig in dieser Mannschaft", sagt der Bosnier zu Sport1.de.

"Bayer ist einfach ein Team"

61 Mal lief Barbarez für die Werkself auf, erzielte dabei elf Tore. Er kennt das Erfolgsrezept, das die Rheinländer auf Titelkurs fahren lässt: "Das ist eine sehr Junge Mannschaft, die trotzdem schon einiges an Erfahrung hat. Die Spieler sind sehr sorgfältig ausgewählt - Bayer ist einfach ein Team", so die Analyse des einstigen Publikumslieblings.

Ob Leverkusen das Zeug hat, in diesem Jahr seine erste Meisterschaft einzufahren? "Das ist schwierig zu sagen, aber die werden auf jeden Fall oben dranbleiben."

Bayer mit dem "Bayern-Gen"

Fakt ist: Mit dem ungeliebten Titel des Vizemeisters möchte man sich so einfach nicht mehr zufrieden geben.

Vizemeister war man schon vier Mal, Meister noch nie. "Wir sind Bayer Leverkusen. Wir müssen versuchen, jedes Spiel zu gewinnen", lautet das selbstbewusste Statement von Coach Labbadia.

Der einstige Top-Stürmer hat seinem Team eine breite Brust verordnet. "Er versucht uns das 'Bayern-Gen' einzupflanzen", erläutert Nationaltorhüter Rene Adler.

Lob für Labbadia

Was Labbadia in nur vier Monaten als Nachfolger von Michael Skibbe auf die Beine gestellt hat, beeindruckt Barbarez: "Die Resultate sprechen für sich, denn Erfolg in der Bundesliga kommt nicht zufällig", sagt der 37-Jährige.

Adlers Aufstieg zur Nummer 1 im DFB-Tor scheint für den Wahl-Hamburger ebenfalls keine sonderliche Überraschung zu sein: "Er hat letztes Jahr schon einen guten Job gemacht. Aber auch die Jungs vor ihm machen ihre Sache sehr ordentlich."

Bundesliga-Rückkehr als Trainer

Während Bayer heute Abend wieder die Tabellenspitze vor den Shootingstars aus Hoffenheim übernehmen kann, entspannt Barbarez nach anstrengenden Schulwochen vor dem TV-Gerät.

Erst gerade hat er wegen seiner A- und B-Trainerlizenz in Bosnien die Schulbank gedrückt. Im nächsten Jahr soll dann der der Schein zum Profi-Übungsleiter folgen. Am liebsten würde er dann in der Bundesliga arbeiten.

Ob er sich den Job als Bayer-Trainer vorstellen könnte? "Ich hätte nichts dagegen", gesteht Barbarez.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Leverkusen: Adler - Castro, Friedrich, Henrique, Kadlec - Rolfes - Vidal, Renato Augusto, Barnetta - Helmes, KießlingWolfsburg: Benaglio - Riether, Madlung, Barzagli, Schäfer - Josue - Hasebe, Gentner - Misimovic - Grafite, DzekoSchiedsrichter: Stark (Ergolding)

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