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Das letzte Duell zwischen Thomas Tuchel (l.) und van Gaal endete mit 3:0 für Bayern © getty

Die Münchner sind gegen den FSV in der Bringschuld. Schalke will seinen Aufwärtstrend bestätigen. Die Fakten zu den Spielen.

München - Der FSV Mainz 05 gehört normalerweise nicht zu den Gegnern, die der große FC Bayern München auf Augenhöhe sieht.

Doch vor dem 6. Spieltag steht die Bundesliga kopf.

Der deutsche Meister muss am Samstag gegen den Überraschungs-Spitzenreiter (alle Spiele ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) unbedingt gewinnen, um im Titel-Rennen nicht den Anschluss zu verlieren.

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Bei einer Niederlage im Topspiel hätte der FC Bayern schon zehn Punkte Rückstand auf das Sensationsteam aus Mainz, das in München selbstbewusst seinen sechsten Sieg in Folge anpeilt.

Doch den will der FC Bayern auch ohne seine Stars Franck Ribery und Arjen Robben verhindern.

Lahm lobt Mainzer Team

Der Rekordmeister nimmt den selbst ernannten Karnevalsverein längst ernst.

"Die treten als Mannschaft stark auf und haben auch gute Einzelspieler", sagte Nationalspieler Philipp Lahm.

Mainz habe zwar die bessere Form, meinte Teamkollege Thomas Müller, "aber wir haben auf jeden Fall den besseren Kader".

Dabei fehlen in Ribery und Robben gleich beide Mittelfeldstars der Bayern.

Tuchel: "Werden uns etwas überlegen"

In Mainz ist das Selbstvertrauen inzwischen so groß, dass auch ein Sieg in München nicht als abwegig gilt.

"Wir werden uns etwas überlegen, um den Gegner vor eine schwierige Aufgabe zu stellen. Natürlich ist das für uns eine hohe Hürde" sagte Erfolgscoach Thomas Tuchel.

Und er fügte an: "Aber wir dürfen mutig nach München fahren und uns was zutrauen."

Optimistisch geht auch Shootingstar Lewis Holtby in die Partie:

"Wir wollen uns da nicht in die Hosen machen, sondern einfach munter aufspielen, egal wie der Gegner heißt", sagte er im SPORT1-Interview.

"Wiesn" änderte Mainzer Pläne

Vorm Spitzenspiel musste der Tabellenführer aber seine üblichen Abläufe ändern.

Der FSV reiste erst am Samstag an, da wegen des Münchner Oktoberfestes kein geeignetes Hotel zu finden war.

Wegen der "Wiesn" seien die Hotels nicht nur voll und teuer, erklärte Teammanager Axel Schuster. Es sei auch sehr laut in der Stadt.

SPORT1 hat die weiteren Fakten zu den Samstagspielen (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER):

Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach

Schalke-Coach Felix Magath hat in seiner Trainerkarriere noch nie ein Heimspiel gegen Mönchengladbach verloren.

Der letzte Sieg der Elf vom Niederrhein auf Schalke datiert vom 25. August 1992 (2:1).

Die Borussia muss Mohamadou Idrissou (Gelb-Rot-Sperre) ersetzen.

Magath wird wohl der Elf vertrauen, die am Mittwoch beim SC Freiburg (1:2) nach vier Niederlagen in Folge den ersten Saisonsieg erreichte.

VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen

Der VfB muss auf Daniel Didavi, der sich gegen Nürnberg einen Teilanriss des Syndesmosebandes zuzog, und auf Timo Gebhart (Risswunde an der Achillessehne) verzichten.

Zudem fehlen weiterhin Johan Audel und Philipp Degen.

Dafür hat Kapitän Matthieu Delpierre seine Knieprobleme überwunden und kehrt ins Team zurück.

Bayer muss auf Gonzalo Castro, Stefan Kießling und Michael Ballack verzichten.

Fraglich sind Lars Bender und Patrick Helmes. Auswärts ist die Werkself seit dem 17. April ungeschlagen. Damals unterlagen sie 1:2 - in Stuttgart.

FC St. Pauli - Borussia Dortmund

Der Neuling muss auf Mannschaftskapitän Fabio Morena (Innenbandrisses im Knie) verzichten. Unsicher ist der Einsatz der Mittelfeldspieler Fin Bartels und Fabian Boll. Möglicherweise steht Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah nach zwei Kurzeinsätzen vor seinem Debüt in der Startformation.

Bei den Dortmundern könnten wieder Patrick Owomoyela und Mario Götze, die beim 5:0 gegen Kaiserslautern pausierten, für Lukas Piszcezek und Jakob

Blaszczykowski in die Startelf rücken.

Der Tabellenzweite gewann zuletzt viermal in Folge (13:2 Tore).

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Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg

Eintracht Frankfurt muss ohne den gelb-rot-gesperrten Patrick Ochs auskommen. Für Ochs könnten im rechten Mittelfeld Marcel Heller oder der Brasilianer Caio von Beginn an spielen.

Die Hessen warten seit dem 3:2 am 3. April gegen Bayer Leverkusen auf einen Heimsieg und haben ihre letzten drei Spiele zuhause verloren.

Beim Club fehlt neben dem verletzten Torjäger Albert Bunjaku auch Kapitän Andreas Wolf wegen einer Gelb-Rot-Sperre.

Für Wolf läuft Dominik Maroh in der Innenverteidigung auf.

Samstag (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER):

Werder Bremen - Hamburger SV

Bei Werder hängt nach dem 1:4 in Hannover und dem Absturz auf Platz 14 der Haussegen schief.

Bremen setzt gegen den HSV nun auf die Wirkung eines "Donnerwetters" am Mittwoch und auf die Rückkehr der längere Zeit verletzten Claudio Pizarro und Per Mertesacker.

"Ich bin froh, dass sie wieder da sind, aber wir dürfen keine Wunderdinge erwarten", sagte Trainer Thomas Schaaf, der hofft, "dass wir zu unserem Spiel zurückfinden".

Darauf hofft auch der HSV, der in Spielen gegen die beiden weiteren Nordrivalen St. Pauli (1:1) und Wolfsburg (1:3) ins Stolpern geriet. Für Ze Roberto gibt es deshalb nur eins: "Wir müssen in Bremen gewinnen", sagte er im SPORT1-Interview.

Und betonte: "Das Spiel ist richtungweisend für die gesamte Saison."

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