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Klaus Allofs ist bereits seit 1999 Geschäftsführer bei Werder Bremen © getty

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs spricht im SPORT1-Doppelpass über den HSV-Sieg, brisante Kapitänsaussagen sowie Mainz und Bayern.

München - Klaus Allofs kann wieder etwas optimistischer sein. Mit dem 3:2 im Nordderby gegen den Hamburger SV hat sich Werder etwas Luft verschafft.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Ich würde mir wünschen, dass wir das nach einer 2:0-Führung ganz souverän runterspielen. Aber, man darf nicht vergessen, wir haben gestern gegen den HSV gespielt. Das ist eine sehr gute Mannschaft, die auswärts auch sehr mutig aufgetreten ist", sagte Allofs im SPORT1-Doppelpass:

"Sie haben vorne mit van Nistelrooy jemanden, der in jeder Sekunde gefährlich ist. Es liegt also auch an der Qualität des Gegners. Es ist natürlich unser Ziel, dass wir da etwas stabiler werden, dass wir nicht ganz so viele Gegentreffer kriegen."

Zudem sprach der Werder-Macher über die Qualität des Werder-Kaders, Thorsten Frings sowie die Situation beim FC Bayern und Tabellenführer Mainz 05.

Klaus Allofs über...

...die "Wunder-Tüte" Werder Bremen:

"Wenn wir über die 'Wunder-Tüte Werder' reden, möchte ich den Zusatz 'Wunder-Tüte Deluxe'. Wir reden über eine Mannschaft, die nicht immer konstant ist, die sich in den letzten sieben Jahren aber sechsmal für die Champions League qualifiziert hat.

Wir suchen das perfekte Spiel. Die Suche wird nicht erfolgreich sein, weil das im Fußball sehr schwierig ist. Aber wir wollen natürlich, dass wir konstanter spielen, dass uns eine Leistung wie gegen Mainz oder Hannover nicht so häufig passiert.

Wir waren da einfach zu sehr hinter unseren Möglichkeiten zurück. Aber man wird nicht immer am Rande der Möglichkeiten spielen können und das Potenzial ausreizen. Damit werden wir uns abfinden müssen.?

...Thorsten Frings' Aussage: "Die Mannschaft lässt alles kampflos über sich ergehen":

"Er hat das sehr krass formuliert. Das ist ja nicht ganze Wahrheit. Die Mannschaft ist leistungswillig, und sie kommt in Spielen nach Rückständen oft wieder zurück. Der Leistungswille ist da.

Warum sind wir so zerbrechlich, warum lassen wir uns so schnell von unserem Weg abbringen? Das ist wirklich die Frage, die wir uns stellen müssen. Ich finde es gut, dass Frings die Dinge klar anspricht und dabei auch mal überzeichnet und überdreht.

Er ist der Kapitän, und manchmal muss man auch provozieren und die Spieler kitzeln. Er muss als Kapitän vorne weggehen, um die Spieler zu einer Reaktion zu bringen. Aber das darf natürlich nicht jedes Mal der Fall sein."

...Werders Kader:

"Thomas Schaaf und ich glauben an diesen Kader. Wir haben uns auch was dabei gedacht, als wir ihn zusammengestellt haben. Wenn ein Mann wie Pizarro ausfällt, dann ist das natürlich ein Qualitätsverlust.

Im Mittelfeld sind wir so gut besetzt wie schon lange nicht mehr. Wenn Spieler wie Jensen und Borowski draußen bleiben können und andere eingesetzt werden, dann ist das kein so schlechtes Zeichen.

Wenn Mertesacker und Naldo ausfallen, haben wir im Abwehrbereich nicht so viele Variationsmöglichkeiten. Mit Silvestre haben wir Erfahrung dazu geholt, der sich allerdings erst noch an die Bundesliga gewöhnen muss."

...den Ausfall von Bayerns Arjen Robben und Franck Ribery:

"Wenn Bayern mit beiden spielen konnte, waren sie unheimlich variabel in ihrem Spiel. Das hat dazu geführt, dass sie viele Torchancen bekommen haben. Da schießen solche Stürmer wie Gomez, Klose und Olic automatisch ihre Tore.

Das geht den Bayern schon ab. Das sind Mittel, um eine Abwehr zu knacken. Und wenn man das von außen betrachtet, ist das für mich der Hauptgrund."

...Tabellenführer Mainz:

"Ich glaube, dass Trainer Tuchel einen ausgeglichenen Kader hat und die Strukturen vielleicht auch noch nicht so fest sind, wo man sagen muss, dass ein Spieler unbedingt spielen muss.

Er kann sich davon leiten lassen, was in der Woche über geschieht. So will er immer wieder neue Reize setzen und reagiert auf den Gegner.

Ich glaube, dass in so einer Phase, wo die Mainzer vor den Bayern stehen, sie auch alles wagen konnten. Sie konnten locker auftrumpfen. Diese Lockerheit wird natürlich von Spieltag zu Spieltag verschwinden."

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