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Mark van Bommel wechselte 2006 vom FC Barcelona zu den Bayern © getty

Kapitän Mark van Bommel blickt nach der Pleite gegen Mainz wieder nach vorn und verlangt mehr Kaltschnäuzigkeit vorm Tor.

Vom FC Bayern berichtetMathias Frohnapfel

München - Mark van Bommel ist keiner, der sich leicht den Schneid abkaufen lässt.

Um so mehr muss es den Kapitän des FC Bayern ärgern, dass die Münchner bei der 1:2-Heimpleite gegen den Tabellenführer aus Mainz nicht genug entgegen zu setzen hatten.

Nicht nur FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vermisste "Laufbereitschaft, Leidenschaft und Aggressivität". 291324(DIASHOW: Der 6. Spieltag)

Genau jene Eigenschaften also, die van Bommel wie selbstverständlich auf dem Platz verkörpert.

Vor der Champions-League-Aufgabe beim FC Basel (Di., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) analysiert van Bommel im SPORT1-Interview die jüngste Niederlage, den Stotterstart in der Bundesliga und geht auch auf die Auswirkungen aufs Selbstvertrauen ein.

SPORT1: Herr van Bommel, wie analysieren Sie die Niederlage gegen Mainz?

Mark van Bommel: Wir haben nicht gut gespielt, wir hätten aber dennoch die Partie gewinnen können.

SPORT1: Mainz hat sehr aggressiv begonnen, ein starkes Pressing aufgezogen. Kam daher auch die vergleichsweise hohe Fehlpassquote der Bayern?

Van Bommel: Nein, das war unser eigener Fehler, dass wir das Spiel nicht so dominiert haben, wie wir es eigentlich können. Trotzdem haben wir sehr viel Ballbesitz gehabt, viele Flanken geschlagen. Wir hatten auch gute Möglichkeiten, aber wir machen die Tore nicht. Mainz hat das gut gemacht, aber wir haben nicht deshalb verloren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

SPORT1: Die Mainzer erzielten zwei Traumtore, waren diese Treffer eigentlich zu verhindern?

Van Bommel: Sie hatten drei, vier gute Möglichkeiten, aber sie machen die Tore. Wir haben nicht gut gespielt, das wissen wir auch. Wir werden nun das Spiel analysieren und dann geht es auch schon am Dienstag gegen Basel. Wir sind jetzt in einer Phase, durch die wir durchmüssen.

[kaltura id="0_j9epqsv7" class="full_size" title="Mainz schockt Bayern"]

SPORT1: Wie schwer ist diese Phase?

Van Bommel: Wir haben auf jeden Fall bisher zu wenig Punkte in der Bundesliga geholt.

SPORT1: Wirkt sich die Niederlage mit Blick auf das Champions-League-Spiel gegen Basel auch auf das Selbstvertrauen der Mannschaft aus?

Van Bommel: Nein, wir bereiten uns immer gleich vor. Wir haben jetzt eine Phase, in der es nicht gut läuft. Das hatten wir letztes Jahr ja auch. Ich denke, wir spielen in diesem Jahr besser, aber natürlich kann man das nicht nach jedem Spiel sagen. Wir müssen auch mal wieder gewinnen.

SPORT1: Warum war der Sturm so harmlos?

Van Bommel: Gegen Mainz gingen zwei Bälle an den Pfosten, aber diese Bälle müssen eben auch mal reingehen. Wir haben jedes Spiel Möglichkeiten, aber wir nutzen die Chancen nicht jedes Mal. Ich greife die Stürmer nicht an. Wir sind eine Mannschaft, schießen also auch zusammen die Tore.

SPORT1: Was würden Sie jetzt als Trainer machen?

Van Bommel: Ich würde so weitermachen wie bisher, mit der Mannschaft sprechen und das Spiel gemeinsam analysieren.

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