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Grafite (l., mit Hasebe) erzielte gegen Freiburg sein viertes Saisontor © getty

Wolfsburg siegt mit zwei Stürmern weiter, Grafite glänzt mit einem Doppelpack. Freiburgs Cisse wird zur tragischen Figur.

Wolfsburg - Als sich die Mannschaft des VfL Wolfsburg von ihren Fans für eine perfekte Woche feiern ließ, versteckte sich Grafite ganz außen in der Spielerkette.

Dabei stand der brasilianische Nationalstürmer beim 2:1 (1:1) gegen den SC Freiburg mal wieder im Mittelpunkt.

Der 31-Jährige war wie schon beim 3:1 am Mittwoch beim Hamburger SV mit einem Doppelpack (25. und 64.) der Matchwinner und sorgte fast im Alleingang für den dritten Sieg innerhalb einer Woche für den Meister von 2009.

"Ich hoffe, dass ich wieder auf dem Weg zu alter Stärke bin. Das System mit zwei Stürmern kommt mir sehr entgegen", sagte Grafite, der sich zu Beginn der Saison meist auf der Bank wiedergefunden hatte.

Der Torschützenkönig der Saison 2008/09 wollte seinen Höhenflug und den des Teams aber nicht überbewerten: ?Wir können alle noch viel besser spielen, auch ich. Wir müssen weiter hart arbeiten."(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Nicht einfach gegen solche Ochsen"

Grafites Mitspieler Marcel Schäfer war hingegen voll des Lobes für den Stürmer.

"Er hatte mit seinem Doppelpack natürlich entscheidenden Anteil", sagte Schäfer:

"Für keine Mannschaft ist es einfach, gegen zwei solche Ochsen wie Grafite und Edin Dzeko zu spielen. Wir sind glücklich, dass wird die beiden haben und das System mit den beiden Stürmer ist im Moment sicher besser für uns."

Foul an Schuster vor dem Führungstreffer

Bei seinem 1:0-Führungstreffer profitierte Grafite von einem krassen Fehler des genesenen SC-Torhüters Simon Pouplin und von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters Markus Schmidt.

Dem Tor war ein Foul des bulligen Angreifers gegen Julian Schuster vorausgegangen. 291324(DIASHOW: Der 6. Spieltag)

"Normalerweise ist das ein Foul, aber der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen. Da hatte ich Glück", gab Grafite zu.

Dutt fühlt sich benachteiligt

Auch beim Siegtreffer in der 64. Minute witterte Freiburgs Trainer Robin Dutt Betrug, weil Diego sich den Ball beim Freistoß, der schließlich Grafite fand, zu weit vorgelegt habe.

"Wir wurden benachteiligt und um einen Punkt gebracht", sagte Dutt, der aber die Gründe für die Niederlage bei seiner Mannschaft suchte.

Cisse trifft das leere Tor nicht

Vor allem bei SC-Torjäger Papiss Cisse, der zunächst mit seinem sechsten Saisontreffer (36.) zwischenzeitlich ausgeglichen hatte.

Allerdings vergab der Senegalese in der 51. Minute kläglich den möglichen 2:1-Führungstreffer, als er völlig freistehend aus zehn Metern am leeren Tor vorbeischoss.

"Das ist schlimmer als die Fehler des Schiedsrichters", sagte Dutt.

Hoeneß bleibt "kurz das Herz stehen"

Auch die "Wölfe" mussten nach Cisses Aussetzer erstmal durchschnaufen.

"Da ist mir kurz das Herz stehen geblieben", sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß.

Aber angesichts der maximalen Ausbeute von neun Punkten in der ersten englischen Woche unter Trainer Steve McClaren fand Hoeneß seinen Humor schnell wieder.

"Deswegen haben wir einen englischen Trainer geholt", bemerkte er augenzwinkernd.

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