vergrößernverkleinern
Sami Allagui (oben) machte bisher zwei Spiele für die tunesische Nationalmannschaft © getty

Gegen Bayern erzielte Sami Allagui per Hacke ein Zaubertor. Im SPORT1-Interview spricht der Mainzer über den Höhenflug und Tuchel.

Von Mathias Frohnapfel

München - Die aktuelle Erfolgsserie des FSV Mainz 05 ist fast schon unheimlich.

Die ersten sechs Spiele der neuen Saison gewannen die Rheinhessen, auch Rekordmeister Bayern München konnte den Lauf der 05er nicht stoppen. 291324(DIASHOW: Der 6. Spieltag)

Nun winkt dem "Karnevalsverein" die Einstellung des Startrekords von Bayern und dem 1. FC Kaiserslautern, ein weiterer Sieg gegen Hoffenheim am kommenden Wochenende vorausgesetzt.

Und der Erfolg der Mainzer hat viele Gesichter. Eines davon ist Sami Allagui.

Der 24-jährige Stürmer kam vor der Saison von der SpVgg Greuther Fürth an den Bruchweg und ist nun Teil der jungen Mainzer Offensive, die die Liga aufmischt.292052(DIASHOW: Die Bruchweg-Boys)

Mit seinem spektakulären Hackentor zur Führung leitete er den Sieg der Mainzer bei Bayern München ein.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Im SPORT1-Interview spricht Allagui über den Höhenflug der Mainzer, Trainer Thomas Tuchel und die Herbstmeisterschaft.

SPORT1: Herr Allagui, haben Sie schon einmal ein solches Hackentor wie in München erzielt?

Sami Allagui: Ich glaube schon. Das war in Belgien, aber das Tor gegen die Bayern war schon auch ein schönes Tor.

SPORT1: Sie sind von Fürth nach Mainz gewechselt. Wie würden Sie den Mainzer Stil beschreiben?

Allagui: Jung, frisch, familiär, Spaß, Freude, Leidenschaft und viel Begeisterung.

[kaltura id="0_b6oaszr3" class="full_size" title="Mainzer Wahnsinn geht weiter"]

SPORT1: In München gab es fünf Wechsel. Auch Sie kamen neu ins Team, nachdem Sie gegen Köln ja nicht in der Startelf standen. Warum klappten diese Umstellungen gleich so gut?

Allagui: Das sind ja alles keine neuen Leute. Wir sind eine Mannschaft und haben einen großen Kader, da zählt jeder dazu, egal, ob er draußen sitzt oder auf der Tribüne. Die draußen haben genauso gewonnen wie wir auf dem Platz. Das nächste Mal steht vielleicht jemand anders auf dem Platz. Der Trainer macht das hervorragend, wie er rotiert, das funktioniert halt.

SPORT1: Am nächsten Spieltag können Sie den Bundesliga-Startrekord von sieben Auftaktsiegen in Folge einstellen. Wie sehr motiviert Sie dieses Ziel?

Allagui: Das wusste ich ehrlich gesagt nicht, dass wir diesen Rekord einstellen können. Wir werden das Bayern-Spiel erstmal sacken lassen, dann wird uns der Trainer auf das nächste Spiel vorbereiten. Ich glaube, dass wir nicht an Ziele oder sonst was denken sollten, sondern an die nächste Aufgabe, das ist das Spiel gegen Hoffenheim zuhause. Wir wollen das so angehen wie gegen die Bayern.

SPORT1: Wie groß ist der Anteil von Trainer Thomas Tuchel am Erfolg?

Allagui: Sehr groß. Er hat sozusagen ein Buch, das schreiben wir. Er gibt uns die Aufgaben vor, die wir dann zu lösen haben. Auch in den Spielen vor Bayern haben wir den Knackpunkt gesucht, den uns der Trainer gesagt hat, und dann zugeschlagen.

SPORT1: Das ganze Team war in München sehr viel unterwegs, wie viel Körner hat die Partie gekostet?

Allagui: Unser Spiel kostet Kraft, vor allem den Stürmern. Doch je mehr wir laufen, umso einfacher haben es die Jungs hinten. Das ist unsere Aufgabe und die machen wir gerne. Nicht weil es der Trainer sagt, sondern weil es Hand und Fuß hat.

SPORT1: Wie weit nach oben kann es für Mainz gehen?

Allagui: Wir sind ja im Moment ganz oben (lacht).

SPORT1: Denken Sie schon an die Herbstmeisterschaft?

Allagui: Überhaupt nicht. Der Herbst hat gerade angefangen (lacht). Es hört sich blöd an, aber wir denken wirklich von Spiel zu Spiel. Wir haben weder Ziele noch sonst was. Wir müssen so weitermachen wie bisher. Wieso sollen wir jetzt weit denken und dann lassen wir Punkte liegen?

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel