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Voller Einsatz von Chinedu Obasi (r.): Zuletzt siegte Hoffenheim mit 3:1 in Bochum © getty

Der Aufsteiger will die Tabellenführung am 11. Spieltag behaupten. Für den FC Bayern ist ein Sieg gegen Bielefeld Pflicht.

Hamburg - Das nächste Opfer wartet schon: Beim Sturmlauf durch die Bundesliga will 1899 Hoffenheim am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) auch den Karlsruher SC aus dem Weg räumen und sich mit dem fünften Sieg in Folge weiter an der Spitze festsetzen.

Die gehetzte Konkurrenz hat Mühe Schritt zu halten, doch beim Aufsteiger gibt man sich weiter zurückhaltend.

"Wir lassen uns unser Saisonziel von niemandem diktieren. Entscheidend ist, dass wir unsere Leistung stabilisieren. Der KSC hat zuletzt viermal in Folge verloren und steht unter Druck. Solche Gegner sind besonders gefährlich", warnt 1899-Trainer Ralf Rangnick und überlässt die Lobgesänge auf sein Team lieber anderen.

Zieht Hoffenheim davon?

"Ich bin total begeistert von dem, was in Hoffenheim geleistet wird", sagt beispielsweise Uli Hoeneß von Branchenprimus Bayern München und sieht in dem Dorfklub bereits einen Konkurrenten für die kommenden Jahre heranwachsen: "Wir werden diesen Verein nicht so ohne Weiteres abschütteln können. Die werden wie eine Klette an unseren Hacken bleiben."

Dabei hat die Zukunft für die Bayern bereits in der Gegenwart begonnen. Sollte am Samstag gegen Arminia Bielefeld kein Sieg gelingen, könnten die Hoffenheimer auf bis zu sieben Punkte davonziehen.

Allerdings haben sich die Bayern, die weiter auf ihren verletzten Torjäger Luca Toni verzichten müssen, nach ihrem schleppenden Saisonstart gefangen und zuletzt dreimal in Folge gewonnen.

HSV will Position festigen

Seine Position in der Spitzengruppe festigen, will auch der Hamburger SV. Die Hanseaten reisen zu Hannover 96, das mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen hat und seit vier Spielen auf einen Sieg wartet.

"Die werden sicher nicht mit breiter Brust antreten", meint HSV-Torhüter Frank Rost: "Dort herrscht eine gewisse Unruhe. Das müssen wir ausnutzen."

Von der Schwächeperiode des Gegners will auch Hertha BSC Berlin in seinem Gastspiel bei Werder Bremen profitieren.

SVW: Vier sieglose Spiele

Während der Hauptstadtklub den besten Saisonstart seit acht Jahren hingelegt und Kurs auf das internationale Geschäft genommen hat, dümpelt der Vizemeister aus Bremen nach zuletzt vier sieglosen Spielen in Serie nur im Tabellenmittelfeld vor sich hin.

"Wir dürfen jetzt nicht satt werden und müssen unser Ding bis Weihnachten konsequent durchziehen", fordert Hertha-Manager Dieter Hoeneß.

Die Bremer wollen den Berlinern aber einen Strich durch die Rechnung machen. "Zuletzt war bei uns der Wurm drin. Wir brauchen gegen Hertha unbedingt ein Erfolgserlebnis. Dann geht es auch wieder bergauf", sagt Werder-Keeper Tim Wiese, der seine Verletzung ebenso überstanden hat wie Claudio Pizarro und Diego.

Schalke will nachlegen

Schalke 04 will im Kampf um den Anschluss an die Tabellenspitze derweil mit einem Erfolg bei Schlusslicht Energie Cottbus nachlegen.

"Wir befinden uns in einem Aufwärtstrend. Das wollen wir nutzen", sagt S04-Manager Andreas Müller vor der Partie bei den zu Hause noch sieglosen Lausitzern.

Bei Energie will Müllers Pendant Steffen Heidrich derweil eine "Jetzt-erst-recht-Stimmung" ausgemacht haben.

Daum kehrt nach Stuttgart zurück

Beim Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Köln kommt es derweil zum Aufeinandertreffern alter Bekannter. VfB-Manager Horst Heldt begann seine aktive Karriere eins bei den Rheinländern.

Kölns Trainer Christoph Daum machte die Schwaben 1992 zum Meister und freut sich auf das Wiedersehen: "Stuttgart war für mich sportlich und privat eine unvergesslich schöne Zeit."

Abgeschlossen wird der Spieltag am Sonntag mit den Duellen Borussia Dortmund gegen den VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt.

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