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Holger Badstuber spielte in seiner Jugend zwei Jahre beim VfB Stuttgart © getty

Holger Badstuber fordert gegen Dortmund einen Sieg. Die Stürmer nimmt er in Schutz, sie seien nicht alleine verantwortlich.

Von Daniel Rathjen

München - Es läuft noch nicht rund beim FC Bayern München.

Auch der 2:1-Erfolg gegen Basel konnte die Unzulänglichkeiten im Spiel der Mannschaft von Louis van Gaal nicht überdecken. 293249(DIASHOW: Dort hakt es im Bayern-Kader)

Besonders im Sturm hapert es - bezeichnenderweise war mit Bastian Schweinsteiger ein Mittelfeldspieler für die beiden Treffer in der Champions League verantwortlich.

In der Bundesliga befindet sich der Rekordmeister mit acht Punkten aus sechs Spielen gerade mal auf Platz elf - und mit Borussia Dortmund (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) wartet nun die Mannschaft der Stunde auf den Titelverteidiger.

Bei einer Niederlage dürften sich der FC Bayern erst einmal aus den oberen Regionen der Tabelle verabschieden. Der Rückstand auf den BVB würde dann bereits zehn Punkte betragen.

Holger Badstuber gehörte in der vergangenen Spielzeit zu den Shooting Stars beim Rekordmeister und ist in dieser Saison in der Innenverteidigung gesetzt.

Der 21-Jährige ist sich der bedrohlichen Lage durchaus bewusst und fordert deshalb gegen Dortmund einen Sieg: "Egal wie" 65576(DIASHOW: Die heißesten Duelle zwischen Dortmund und Bayern).

Im Interview mit SPORT1 spricht Badstuber zudem über Sturmprobleme, fehlenden Spielfluss und das Verständnis mit Daniel van Buyten.

SPORT1: Herr Badstuber, auf der Konsole bei "FIFA 11" produzieren Sie mit den Bayern-Stürmern Tore am Fließband. Die Realität sieht etwas anders aus. Warum?

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Holger Badstuber: Es ist eine Frage der Zeit, wann die Stürmer wieder treffen. Im Moment sind wir alle in einer schwierigen Phase - die Stürmer sind dafür nicht alleine verantwortlich. Deswegen bringt es nichts, auf ihnen rumzuhacken. Die Form kommt von alleine, wenn wir wieder in unseren Spielfluss kommen.

SPORT1: Und wie kommt der FC Bayern in den Spielfluss?

Badstuber: Jetzt geht es nur über den Kampf, die Laufleistung, Einsatzwillen und mentale Stärke. So können wir Siege einfahren, uns das Selbstvertrauen zurückholen und dann schießen unsere Stürmer wieder viele, wichtige Tore.

SPORT1: Wie wichtig war der Sieg gegen Basel im Hinblick auf die Partie gegen Dortmund?

Badstuber: Immens! In der Bundesliga müssen wir jetzt angreifen, Siege einfahren. Egal wie. Wenn das funktioniert, liefern wir letztlich auch wieder fußballerisch ansehnliche Partien ab. Da bin ich mir sicher.

SPORT1: Im Vergleich zur vergangenen Saison wirkt das System nicht aufeinander abgestimmt...

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Badstuber: Vom Kader betrachtet haben wir uns praktisch nicht verändert. Deswegen müssten wir eigentlich eingespielt sein.

SPORT1: Woran hapert es dann?

Badstuber: Die Saison nach einer WM ist immer schwierig. Ich erlebe das zum ersten Mal und kann das nur bestätigen. Das Turnier zehrt an den Kräften. Die Pause ist sehr kurz, danach startet sofort die Saison. Zeit für wichtige Ruhephasen bleibt da kaum.

SPORT1: Ab welcher Minute wird ein Spiel zur Belastung?

Badstuber: Das lässt sich nicht genau sagen. Die geistige Frische ist nicht so vorhanden, es läuft nicht rund. Das merkt man. Wie in Basel ist in dieser Phase das Kollektiv entscheidend. Und da das bei uns stimmt, bin ich optimistisch.

SPORT1: Wenn es nicht läuft, kommt schnell Kritik auf. Sie werden in Ihrer Karriere erstmals damit konfrontiert. Wie nehmen Sie die Schlagzeilen auf?

Badstuber: Es gehört zum Geschäft. Ich mache mir darüber kaum Gedanken. Ich lasse das an mir abprallen. Ich mache mein Ding, ziehe mit der Mannschaft an einem Strang. Wir arbeiten an uns und werden bald wieder für positive Schlagzeilen sorgen.

SPORT1: Wie beurteilen Sie das Verständnis in der Innenverteidigung?

Badstuber: Es klappt gut mit Daniel van Buyten und mir. Wir haben bislang nicht viele Gegentore bekommen. Wir stehen gut, die Gegner kommen auch nicht zu vielen Chancen. Was wir abstellen müssen, sind die unnötigen Gegentore, die zu oft aus einer Aneinanderkettung von individuellen Fehlern entstehen.

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