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Kevin Großkreutz spielte von 2006 bis 2009 bei Rot Weiss Ahlen © getty

Der BVB-Stürmer will Wiedergutmachung für die Pleite gegen Sevilla. Beckenbauer macht sich Sorgen über Bayerns großen Rückstand.

Von Björn Seitner

München - Der BVB schwimmt auf einer Erfolgswelle.

15 Punkte nach sechs Spielen, 16 erzielte Tore, Tabellenplatz zwei - das spricht für sich.

Da wäre auch die unglückliche 0:1-Niederlage in der Europa League gegen den FC Sevilla zu verkraften.

Stürmer Kevin Großkreutz brennt in der "Bild" vor der Partie gegen den FC Bayern (So., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) dennoch auf Wiedergutmachung:

"Wir haben gegen die Spanier richtig gut gespielt, nur ganz unglücklich verloren. Dafür müssen jetzt die Bayern büßen!"

Bewährungsprobe beim Meister

Der 22-Jährige ist neben Robert Lewandowski und Shinji Kagawa einer der Shootingstars, die Borussia Dortmund in der noch jungen Saison hervorgebracht hat.

Bei keiner anderen Mannschaft machen die "jungen Wilden" derart auf sich aufmerksam wie bei den "Schwarz-Gelben". 291001(DIASHOW: Die Shootingstars der Bundesliga)

Gegen Bayern bekommen die Youngster nun ihre ultimative Bewährungsprobe.

Dass der Akku nach der englischen Woche gegen den FC Bayern leer sein könnte, bezweifelt BVB-Coach Jürgen Klopp. "Wir sind so trainiert, dass wir auch am Sonntag wieder spielen können. Wir wollen die Antwort auf dem Platz geben!", so Klopp.

Auch Großkreutz gibt an, "voll fit" zu sein. Motiviert durch die Berufung in die Nationalelf für die EM-Qualifikationsspiele gegen die Türkei (8.10.) und Kasachstan (12.10.), will er auch gegen den Deutschen Meister glänzen.

Bayern unter Druck

Der Zeitpunkt könnte besser nicht sein, denn während es in Dortmund läuft, kriselt es in München. Der Deutsche Meister ist mit je zwei Siegen, Niederlagen und Remis' derzeit nur Zehnter - und im Signal Iduna Park gehörig unter Druck. 65576(DIASHOW: Die heißesten Duelle zwischen Dortmund und Bayern)

[kaltura id="0_kalnampl" class="full_size" title="BVB will den n chsten Schritt machen"]

Verliert das Team von Trainer Louis van Gaal, wäre es der schlechteste Saisonstart der Münchner Klubgeschichte. Zudem fehlen den Bayern weiterhin Diego Contento (Leisten-OP), David Alaba (Außenbandriss), Franck Ribery (Außenbandriss) und Arjen Robben (Muskelriss).

Es mangele an Kreativität, gibt Trainer van Gaal auf Nachfrage von SPORT1 trotz des 2:1-Siegs in der Champions League beim FC Basel zu.

Hoeneß fürchtet "zu viel Harmonie"

Bayern-Präsident Uli Hoeneß macht sich ganz andere Sorgen. Er befürchtet, dass bei den Bayern im Moment "zu viel Harmonie" herrsche: "Hier liegen sich alle in den Armen, aber sie gewinnen ihre Spiele nicht."

Für Franz Beckenbauer bleiben zudem noch zu viele Spieler hinter ihren möglichen Leistungen zurück. 293249(DIASHOW: Dort hakt es im Bayern-Kader)

"Robben und Ribery machen den Unterschied zwischen einer guten und einer Klasse-Mannschaft aus. Aber: Toni Kroos z.B. kann auch viel mehr, als er zuletzt zeigte", so der Ehrenpräsident der Bayern in der "Bild".

Beckenbauer: BVB schon weiter als Mainz

Zehn Zähler liegen die Münchner hinter Spitzenreiter Mainz 05. Gewinnen die Rheinhessen im Spitzenspiel gegen 1899 Hoffenheim und verliert Bayern gegen Dortmund, würde der Rückstand bereits 13 Punkte betragen. Das wäre "schon sehr viel", gibt Beckenbauer zu.

Auch wenn die Entscheidung jetzt noch nicht falle, "sollten die Bayern nach der Vorrunde so weit hinten liegen, wäre das nicht mehr aufholbar. So gesehen ist das ein sehr wichtiger Spieltag für uns", sagt Beckenbauer.

Dortmund sieht der "Kaiser" aber als gefährlicheren Gegner: "Die Dortmunder sind mit ihrer jungen Mannschaft ? auch durch die internationale Erfahrung ? weiter."

Götze und Owomoyela fraglich

Und das, obwohl beim BVB neben den Langzeitverletzten Dede (Kapselreizung), Sebastian Kehl (Sehnenanriss) und Florian Kringe (Mittelfußbruch) gegen die Bayern auch Mario Götze und Patrick Owomoyela auszufallen drohen.

Dafür, dass Beckenbauer mal wieder Recht hat, können Lewandowski, Kagawa und Großkreutz sorgen - mit einem Dreier gegen den Deutschen Meister und dem sechsten Liga-Erfolg in Serie.

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