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Maxim Choupo-Moting war letzte Saison an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen © getty

Der Stürmer beendet mit dem zweiten Saisontor Hamburgs Negativserie. Dabei beginnt die Partie denkbar schlecht für die Hanseaten.

Hamburg - Der Hamburger SV hat mit einem schmeichelhaften Sieg seine Negativserie beendet.

Gegen Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern gelang am Ende ein glückliches 2:1 (0:1).

Maxim Choupo-Moting (84.) traf zum Siegtor für die Hanseaten, die nicht überzeugen konnten und zwischenzeitlich sogar von den Fans ausgepfiffen wurden.

Gojko Kacar (70.) hatte für die über weite Strecken erschreckend schwachen Hamburger ausgeglichen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Gäste hatten die wesentlich besseren Chancen, waren aber nur durch einen Freistoß von Srdjan Lakic (3.) erfolgreich.

HSV erzwingt sein Glück

"Nach der katastrophalen ersten Hälfte haben wir in der zweiten gut reagiert, und haben unser Glück erzwungen", sagte Frank Rost bei LIGA total!.

Christian Tiffert: "Wir hatten den HSV am Boden. Und dann kassierst du so ein Tor, bei dem unser Spieler ausrutscht, bei dem der Torschütze ausrutscht. Davor laufen wir allein auf den Keeper zu. Ich kann's nicht fassen."

Alle Vorsätze über den Haufen

Nach vier Spielen in Folge ohne Sieg und dem Absturz ins Mittelmaß hatten sich die Gastgeber viel vorgenommen. Trainer Armin Veh hatte eine "Charakterfrage" gestellt, mit einem Heimsieg sollte die Wende zurück zum Besseren eingeleitet werden 294057(DIASHOW: Der 7. Spieltag).

Alle guten Vorsätze wurden jedoch bereits nach zweieinhalb Minuten über den Haufen geworfen.

Lakic trifft per Freistoß

Beim ersten Lauterer Konter lief Ivo Ilicevic über die linke Seite Verteidiger Tomas Rincon davon, der statt des verletzten Guy Demel in der Anfangsformation stand.

Der flinke Mittelfeldspieler Ilicevic kurvte in die Mitte und konnte vor dem Strafraum nur durch ein Foul von Heiko Westermann gebremst werden.

Den Freistoß versenkte Lakic an seinem 27. Geburtstag aus 17 Metern, Torwart Frank Rost war dabei ohne Chance.

Choupo-Moting neben van Nistelrooy

Der Schock über das frühe Gegentor war den Hanseaten in der Folge anzumerken. Im neuen 4-4-2-System, in dem Maxim Choupo-Moting an der Seite von Ruud van Nistelrooy stürmte lief nur wenig zusammen.

Die Hausherren hatten im Gegenteil Riesenglück, dass sie nicht schon vor der Pause ein zweites Gegentor kassierten.

Ilicevic trifft nur die Latte

In der 11. Minute wäre Eljero Elia um ein Haar ein Eigentor unterlaufen, als er eine Flanke auf das eigene Tornetz abfälschte.

Noch mehr Dusel hatten die Norddeutschen in der 20. Minute, als Ilicevic nach einem katastrophalen Fehlpass von Rost mit einem Lupfer nur die Latte traf.

Drei Minuten vor der Pause traf dann nach einem Freistoß von Christian Tiffert auch noch Martin Amedick mit einem Kopfball nur den Pfosten.

HSV erst nach Ausgleich besser

Wenn HSV-Fans nach dem Wechsel eine entscheidende Änderung im Spiel ihrer Mannschaft erwartet hatten, sahen sie sich zunächst getäuscht.

Weiterhin wirkten die Pfälzer bissiger in den Zweikämpfen und ließen durch ihre gute taktische Organisation kaum ein Offensivspiel der verunsicherten Hamburger zu.

Lakic war dagegen in der Hamburger Hälfte ein steter Unruheherd.

Erst nach dem überraschenden Ausgleichstreffer durch Kacars Kopfball kamen die Hamburger besser ins Spiel und bedrängten in der Schlussphase energisch das Tor von Torwart Tobias Sippel, der in der 77. glänzend gegen einen erneuten Kopfstoß von Kacar reagierte.

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