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Adam Szalai (l.) und Sami Allagui bejubeln das erste Tor für Mainz © getty

Der Tabellenführer bezwingt auch das Team von Tuchels Lehrmeister Rangnick. Holtby überragt und wird von Löw gepriesen.

Mainz - Das Sensationsteam FSV Mainz 05 hat seinen Triumphzug fortgesetzt und den Bundesliga-Startrekord von Meister Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern eingestellt.

Die Rheinhessen gewannen am Samstag 4:2 gegen 1899 Hoffenheim - das Team von Thomas Tuchels Lehrmeister Ralf Rangnick - und entschieden damit auch das siebte Saisonspiel für sich.

Durch seinen 50. Erfolg in der Bundesliga verteidigte der FSV zudem die Tabellenführung erfolgreich. Hoffenheim blieb dagegen zum vierten Mal in Folge ohne Sieg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Holtby immer beteiligt

Sami Allagui (2.) und Adam Szalai (47.) brachten den FSV mit Blitztoren kurz nach dem Anpfiff und der Pause jeweils in Führung.

Ein Eigentor von Luiz Gustavo - erzwungen durch den überragenden Lewis Holtby (59.), der an allen Mainzer Treffern beteiligt war - und Andre Schürrle per Foulelfmeter (74.) sorgten für die weiteren Treffer.

Demba Ba (41.) und der kurz zuvor eingewechselte Gylfi Sigurdsson (64.) trafen für die Gäste, bei denen Josip Simunic nach einer Notbremse gegen Schürrle die Rote Karte (72.) sah 294057(DIASHOW: Der 7. Spieltag).

Turbulente zweite Hälfte

Mainz-Coach Tuchel hatte diesmal nicht groß rotiert. Im Vergleich zum 2:1-Sieg am vergangenen Samstag in München nahm der FSV-Trainer zwei Änderungen vor.

Neben Radoslav Zabavnik rückte der bisherige Top-Joker Andre Schürrle als vierter Offensivmann in die Anfangsformation. Mittelfeldregisseur Holtby, der in München zur Halbzeit wegen einer Wadenverhärtung hatte ausgewechselt werden müssen, spielte von Beginn an.

Rangnick - der einst in Ulm Tuchels Coach und ihm dann in Stuttgart den ersten Trainerjob vermittelt hatte - änderte seine Startelf auf einer Position.

Peniel Mlapa spielte für den verletzten Sebastian Rudy. Simunic, der beim 1:1 in Köln nach schwacher Leistung ausgewechselt worden war, bekam wieder das Vertrauen von Rangnick geschenkt.

Sonderlob von Löw

Bundestrainer Joachim Löw saß bei der Partie auf der Trbüne und sprach Holtby bei LIGA total! ein Sonderlob aus. "Ich denke, wenn man sieht, wie er das erste Tor sieht vorbereitet, das ist schon absolut klasse und das Eintrittsgeld eigentlich alleine wert."

Mit einem traumhaft präzisen Pass in die Tiefe zu Adam Szalai leitete Holtby das erste Tor ein, das Allagui nach dem Querpass seines Sturmkollegen abschloss.

Nachdem Hoffenheim von den wie immer aggressiv pressenden Mainzern zunächst kalt worden erwischt war, fand das Team mit der Zeit ins Spiel und sorgte vor allem dank Sejad Salihovic für Gefahr.

Zunächst scheiterte dieser (17.) mit einem Distanzschuss an FSV-Torhüter Christian Wetklo, zehn Minuten später schoss er knapp über das Tor.

Nächstes Blitztor

Pech hatte Mainz, als Hoffenheims Schlussmann Tom Starke nach einem Freistoß von Christian Fuchs den Ball an den Pfosten lenkte (36.). Starke hatte trotz Fuchs' bekannten Freistoßqualitäten nur eine Ein-Mann-Mauer aufgestellt.

Stattdessen erzielte Ba nach Vorarbeit von Luiz Gustavo den Ausgleich für die Hoffenheimer - die nach der Pause aber das nächste Blitztor erzielten. Wieder war es Holtby, der für Szalai auflegte.

In der 59. Minute schlug Holtby mit einem Schuss von rechts aus spitzem Winkel selbst zu - sein vermeintlicher Treffer wurde aber letztlich als Eigentor von Luiz Gustavo gewertet.

Schiri-Ärger bei 1899

Ein Freistoßtreffer von Joker Sigurdsson brachte Hoffenheim dann wieder ins Spiel, schließlich aber holte Holtby gegen Simunic den Elfmeter heraus, der für die Entscheidung sorgte.

Die Hoffenheimer hatten nach diesem K.o.-Schlag samt Platzverweis nichts mehr entgegenzusetzen, schrieben die Niederlage aber auch strittigen Entscheidungen von Schiedsrichter Deniz Aytekin zu.

Der pfiff unter anderem zwei mögliche Elfmeter nach Fouls an Tobias Weis (39.) und Prince Tagoe (80.) nicht. 1899-Kapitän Andreas Beck klagte daher bei "Sky" über "einige Sachen, die ich nicht ganz nachvollziehen und nicht akzeptieren kann".

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