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Mark van Bommel wechselte 2006 vom FC Barcelona zum FC Bayern © imago

Mark van Bommel kann sich das Phänomen Klose nicht erklären. Dennoch erinnert der Kapitän an einen prominenten Vorgänger.

Von Rainer Nachtwey

München - Zwei Transferwünsche hatte Bayerns Kapitän Mark van Bommel in seiner Zeit in München.

Den ersten erfüllten ihm die Klubbosse: Arjen Robben.

Und dass die Münchner damit richtig lagen, zeigt die vergangene Saison, als Robben die Bayern mit 23 Toren in 37 Spielen zu Meisterschaft, Pokalsieg und ins Champions-League-Finale ballerte.

Seinem zweiten Wunsch kamen die Bosse jedoch nicht nach: Gregory van der Wiel.

"Er hätte uns weitergeholfen", sagt van Bommel in der "BamS".

"Es gibt nur zwei Spieler, die ich unbedingt zum FC Bayern holen wollte und denen ich deshalb immer wieder Nachrichten aufs Handy geschickt habe: Robben und van der Wiel."

"Müssen uns selbst hinterfragen"

Der niederländische Außenverteidiger würde der derzeitigen Wackelabwehr der Münchner die nötige Stabilität verleihen, ist sich van Bommel sicher.

Zumal er die momentane Verfassung der Mannschaft sehr kritisch begutachtet. "Wir machen vorne die Tore nicht und kassieren hinten unnötige Treffer", sagt der Kapitän und lässt "Pech" allein nicht gelten.

"Da müssen wir uns schon selbst hinterfragen."293249(DIASHOW: Dort hakt es im Bayern-Kader)

Stürmer sollen Ball prallen lassen

Für die Krise der Stürmer hat van Bommel eine Erklärung parat, und die ist kurios: Louis van Gaal.

Denn die Stürmer sollen vorne "in erster Linie den Ball abprallen lassen, die Spieler dahinter sorgen dann für die Torgefahr", erklärt van Bommel das System seines Trainers.

"Das ist bei van Gaal immer so", führt er weiter aus und verweist auf dessen vorherige Trainerstationen. "Da gab es keinen Stürmer, der allein vorne drin stand und am Fließband getroffen hat."

Deshalb hätten es Miroslav Klose und Mario Gomez derzeit so schwer.

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Vergleich mit Podolski

Das Phänomen Klose - in der Nationalmannschaft trifft er, bei Bayern nicht - kann sich van Bommel dennoch nicht erklären 65576(DIASHOW: Die heißesten Duelle zwischen Dortmund und Bayern).

Dennoch weist er daraufhin, dass Klose nicht der erste Spieler ist, bei dem dies auftritt: "Das war bei Poldi auch so."

Bei Gomez hat van Bommel fehlende Spielpraxis ausgemacht. Es sei wichtig, "dass er wieder spielt. Er kämpft im Training, er will sich hier durchsetzen und den Trainer überzeugen".

Keine Wartespielchen

Überzeugen muss auch van Bommel: die Klubbosse.

Und wenn es nach ihm geht, möglichst schnell.

Der Vertrag des Vizeweltmeisters läuft nach der Saison aus. Doch auf Wartespielchen wie in den letzten beiden Jahren, will sich der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler nicht einlassen.

"Ich werde das Gespräch suchen, die Initiative ergreifen", sagt van Bommel. "Dieses Mal will ich das eher geklärt wissen, um dann hundertprozentige Konzentration für den Saisonendspurt zu haben."

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