SPORT1-Experte Udo Lattek beschreibt in seiner Kolumne die Folgen der Schalker Krise. Auch Köln drückt ein großes Problem.

Hallo Fußball-Freunde,

trotz der Niederlage in Nürnberg sage ich:

Schalke ist mittendrin, sich nach oben zu kämpfen. Aber solange die Knappen unten bleiben, ist es extrem schwer. Das ist im Moment ihr Problem.

Ich glaube, dass S04 die Möglichkeiten hätte, in der Tabelle weiter zu klettern, aber im Team ist alles noch zu durcheinander.

Es passt vorne nicht, es passt hinten nicht.

Einer wird reingenommen, einer raus - da muss Felix Magath höllisch aufpassen. Wenn er die Mannschaft gegen sich hat, können die ersten Intrigen schon losgehen.

Magath merkt jetzt, dass er sich sehr viel zugemutet hat.

Der Schalker Trainer hat festgestellt, dass das ganze Einkaufen nicht das Maß aller Dinge ist - er sucht noch.

In Köln ist aus meiner Sicht der Erfolg zu stark von Lukas Podolski abhängig.

Es gibt auch Spiele, in denen die Kölner wirklich gut gespielt haben - da hat auch Podolski gut gespielt.

Aber sobald Podolski nicht seine Leistung abruft, fällt die Mannschaft auseinander.

Podolski ist kein Spielmacher, er ist nicht der Mann, der das Spiel leiten kann.

Er muss einen anderen haben, der ihn ein bisschen an die Hand nimmt.

Da besteht aus meiner Sicht eine große Lücke: Wenn die nicht ausgefüllt wird, wird Köln genau da bleiben, wo sie aktuell sind.

Noch ein Blick zum Spitzenreiter aus Mainz:

Ich persönlich würde mich freuen, wenn die 05er Meister würden.

Ob die Mainzer das Zeug zum Titel haben, wird sich noch herausstellen.

Aber ich glaube, die Möglichkeit besteht durchaus, dass sie die Schale holen.

Bis nächste Woche!Euer Udo Lattek

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