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Bruno Labbadia kam vor der Saison von Greuther Fürth nach Leverkusen © getty

Nach dem 2:0-Sieg gegen Wolfsburg und ihres Fußballs der Marke Extraklasse ist Leverkusen in aller Munde. Selbst Magath schwärmt.

Leverkusen - Von der Meisterschaft will bei Bayer Leverkusen auch nach einer weiteren Gala-Vorstellung niemand reden, dafür brachte es Felix Magath auf den Punkt.

"Bayer hatte letztes Jahr schon eine gute Mannschaft, jetzt sind sie noch besser geworden. Wenn sie die Form bis zum Ende halten, dann bleiben sie auch da oben", sagte der frühere Meistercoach und erklärte die Leverkusener zum heißen Anwärter auf den Titel, nachdem er mit dem VfL Wolfsburg beim 0:2 (0:0) eine Lehrstunde erhalten hatte.

Langsam, aber sicher reifen unterm Bayer-Kreuz nach dem goldenen Oktober wieder Titelträume.

Nach vier Siegen in Folge und dank ihres Fußballs der Marke Extraklasse ist die Elf von Trainer Bruno Labbadia in aller Munde.

Völler redet nicht von der Meisterschaft

Doch nach elf Spieltagen bereits von der Meisterschaft zu reden, kommt Sportchef Rudi Völler zu früh: "Die Tabellenführung ist momentan nicht entscheidend. Die Art und Weise, wie wir die Spiele gewinnen, macht vielmehr Mut, dass wir uns da oben festsetzen."

Wohl wahr, Leverkusen hat sich zu einem echten Spitzenteam entwickelt.

Mit herrlichem Kombinations- und Angriffsfußball eilt die Werkself von Sieg zu Sieg.

Berechtigt an der Spitze

Mit 12 Punkten in 14 Tagen ist Bayer die Mannschaft der Stunde. "Wir stehen da oben mehr als berechtigt. Das ist aber nur der Ist-Zustand. Wir dürfen in keinem Bereich auch nur um ein paar Zentimeter nachlassen. Dafür müssen wir weiter hart arbeiten", forderte Labbadia weitere Großtaten.

Die Erfolgsbesessenheit des Trainers hat die Mannschaft offensichtlich schnell verinnerlicht.

"Wir sind gut drauf und wollen uns da oben festbeißen. Die Meisterschaft wird aber erst am Ende der Saison ausgespielt. Damit befassen wir uns noch nicht", meinte Kapitän Simon Rolfes, und Stefan Kießling ergänzte: "Wir sind auf einem guten Weg, eine richtig gute Saison zu spielen."

Belohnung für Erfolge

Am Wochenende gab es für die Überflieger von der Baustelle - die BayArena wird bis 2009 komplett umgebaut - aber erst einmal die Belohnung für die Erfolge.

Labbadia gab zwei Tage Sonderurlaub. "Wer gut arbeitet, wird auch belohnt. Wir investieren viel, aber wenn die Zeit gekommen ist, dann soll man auch mal genießen", sagte der Coach.

Den Kurzurlaub hatten sich Rolfes und Co. aber auch verdient. In souveräner Art und Weise spielte Bayer vor 22.000 Zuschauern die ambitionierte Magath-Elf an die Wand.

"Hinter all dem steckt Arbeit"

In der zweiten Halbzeit wurde der Druck auf das Wolfsburger Abwehr-Bollwerk von Minute zu Minute größer.

Die Konsequenz daraus waren die Treffer von Tranquillo Barnetta (57.) und Kießling (65.).

"Die Mannschaft hat wieder eine Entwicklung gemacht. Sie hat sehr geduldig und diszipliniert gegen eines der bestorganisierten Teams der Liga gespielt", lobte Labbadia und erklärte das Leverkusener Erfolgsrezept: "Hinter all dem steckt Arbeit. Natürlich gehört auch Potenzial dazu, aber die Spieler sind bereit zu arbeiten."

Verdiente Niederlage

So musste auch Magath einräumen, verdient verloren zu haben. "Diesmal muss ich mich nicht grämen. Wir waren zum ersten Mal klar unterlegen", räumte der Coach ein und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

Der ambitioniert in die Saison gestartete VfL tritt in der Liga derzeit auf der Stelle. Acht Punkte beträgt für die Niedersachen bereits der Rückstand zu Leverkusen.

Und ab der kommenden Woche beginnen für die Wolfsburger mit der UEFA-Cup-Partie gegen den SC Heerenveen die harten englischen Wochen.

Eine Doppel-Belastung, die Leverkusen nicht hat und sich womöglich am Ende bezahlt macht.

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